Aktien für Anfänger

Aktienhandel für Neulinge: Die Grundlagen

Der Handel mit Aktien ist für Anfänger meist eine große Herausforderung: Ohne Vorkenntnisse können sie diese komplexe Geldanlage kaum überschauen. Es bestehen zwei Möglichkeiten des Umgangs damit: Die einen versuchen ihr Glück, indem sie wahllos und nach Bauchgefühl oder auf Basis von angeblichen Experten-Tipps Papiere kaufen. Diese Strategie geht aber auf Dauer meist nach hinten los. Die anderen tasten sich nach und nach vor, lesen sich in die Thematik ein und investieren nur in Aktien, mit denen sie sich auseinandergesetzt haben. Diese Strategie empfiehlt sich.

Ein empfehlenswertes Depot eröffnen

Aktien & Wertpapiere

Wer mit dem Aktienhandel starten will, sollte sich zuerst Gedanken über den richtigen Broker machen. Viele eröffnen aus Bequemlichkeit bei ihrer Hausbank ein Wertpapierdepot, hohe Gebühren können die erhoffte Rendite jedoch massiv schmälern. Kluge Anfänger recherchieren dagegen nach einem rundum günstigen Depot. Zwei Kostenpunkte verdienen Beachtung: Zum einen können auf die Händler Grundgebühren für das Depot zukommen, insbesondere Direktbanken verzichten aber vielfach darauf. Zum anderen fallen für jede Transaktion Kauf Gebühren und Verkaufsgebühren an. In der Regel berechnen diese sich prozentual an der Höhe des Umsatzes.

Darüber hinaus fordern Broker eine Mindestgebühr, die bei Anfängern eine besonders große Rolle spielt. Neulinge beginnen meist mit eher geringen Summen, sie investieren in einzelne Aktien zum Beispiel 1.000 Euro. In diesem Fall ergibt sich zwischen einer Transaktionsmindestgebühr von 5 Euro und 15 Euro ein beträchtlicher Unterschied. Bei 5 Euro würde die Kaufgebühr nur 0,5 Prozent betragen, bei 15 Euro 1,5 Prozent. Bei einem Verkauf auf dem Niveau von 1.100 Euro bedeutet das folgende Differenz: Im ersten Beispiel würden Händler insgesamt 10 Euro Gebühr zahlen, sie würden einen Gewinn von 90 Euro verzeichnen. Im zweiten Beispiel behält der Broker 30 Euro ein, der Gewinn würde auf 60 Euro sinken.

Konservative Aktien und mittelfristige Strategie vorziehen

Nach der Eröffnung eines Depots können Anfänger damit beginnen, das Handeln zu lernen. Im ersten Schritt sollten sie sich mit den Funktionen bei den Transaktionen auseinandersetzen. So können sie Kaufaufträge und Verkaufaufträge einschränken, zum Beispiel mit einem Limit. Setzen sie bei einem Kauf einen Höchstpreis, vollzieht der Händler den Auftrag nur bis zu diesem Kursniveau. Notiert die Aktie darüber, verfällt die Order. Damit verhindern Händler, dass sie eine Aktie zu teuer kaufen. Vor allem bei Papieren mit geringem Handelsvolumen kann es innerhalb eines Handelstags zu hohen Schwankungen kommen, ohne Limit erwerben sie die Papiere eventuell viel zu teuer. Solche grundlegenden Mechanismen können Neulinge mit kostenlosen Demo-Depots ausprobieren, die meisten Banken stellen eine solche Möglichkeit zur Verfügung.

Haben sich Anfänger mit der Funktionsweise vertraut gemacht, fragt sich im zweiten Schritt, welche Aktien sie kaufen sollen. Grundsätzlich sollten sie wertstabile Papiere bevorzugen. Dabei handelt es sich um große Aktiengesellschaften, die ihr Geschäftskonzept längst etabliert haben, Gewinne erzielen und über ein großes Vermögen verfügen. Bestenfalls notieren sie in Leitindizes wie dem DAX. Die Verantwortlichen nehmen darin nur Aktien auf, die einen hohen Marktwert besitzen. Als Aktien für Anfänger kommen beispielsweise Titel aus der Automobil-, der Chemie-, der Maschinenbau- und der Lebensmittelindustrie infrage. Diese Unternehmen zeichnen sich meist durch einen nachhaltigen Geschäftserfolg aus und schwanken beim Börsenkurs weit weniger als spekulative Aktien. Besonders empfiehlt sich eine Geldanlage in Aktien, die dauerhaft eine hohe Dividende ausschütten. Solche Firmen bestechen durch eine stabile Ertragslage, diese Aktien für Anfänger überzeugen durch vergleichsweise wenig Risiken.

Neulinge sollten aber nicht nur nach geeigneten Aktien für Anfänger recherchieren, sie sollten auch insgesamt einen idealen Ansatz verfolgen. So sollten sie nicht kurzfristig, sondern mittel- bis langfristig investieren. Zudem sollten sie stets die Ruhe bewahren. Bei zwischenzeitlichen Kursstürzen sollten sie nicht Verluste realisieren, sondern auf die anschließende Erholung warten. Verkaufen sollten sie nur, wenn eine Aktiengesellschaft keine positive Perspektive mehr aufweist. Anfänger sollten zusätzlich an Risikostreuung denken, also nicht alles auf eine Karte setzen. Sie sollten sich auch mit der Aktienanalyse beschäftigen, zum Beispiel mit bedeutenden Kennzahlen wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis. Mit diesem Wissen können sie gezielt unterbewertete Aktien erwerben.

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