Aktien Prognose

Prognosen von Aktienkursen

Die Aktien Prognose dient dem Zweck, die Entwicklung künftiger Kurse von Aktien möglichst präzise vorauszusagen, um daraus Verhaltensempfehlungen für bestimmte Titel abzuleiten, die auf das Kaufen, Halten oder Verkaufen abzielen. Sowohl Börsendienste als auch Börsenbriefe sowie Anlegerzeitschriften publizieren regelmäßig Aktien Prognosen. Gleiches gilt für die allgemeine Wirtschaftspresse. Auch Banken Sparkassen und Onlinebroker sind auf diesem Gebiet tätig. Die Prognose zielt regelmäßig darauf ab, bestimmte Kursbewegungen für einen gewissen Zeithorizont vorauszusagen.

Dabei sind Kurzfristprognosen für Daytrader von Prognosen zu unterscheiden, die sich an mittel- und langfristig orientierte Anleger wenden. Prognosen über den Kursverlauf von Aktien nutzen nicht nur Privatanleger, sondern auch Fondsgesellschaften und andere institutionelle Anleger. Solche Investoren bedienen sich meist der Expertise professioneller Analysten oder beschäftigen ganze Analyseteams, die Prognosen für Einzelaktien oder die Titel ganzer Branchen oder geografischer Bereiche erstellen. Dabei ist zwischen internen und zur Publikation vorgesehenen Prognosen zu unterscheiden. Die letztgenannte Variante ist oft geeignet, Trends auszulösen oder zu verstärken.

Aktien & Wertpapiere

Eine Aktien Prognose lässt sich auf unterschiedliche Instrumente der Vorhersage stützen. Im Vordergrund stehen dabei die Fundamentanalyse, die technische Analyse und die Sentimentanalyse. Im Trend liegen Vorhersagen, die sich an Modellen der Quantenphysik orientieren. Alle Methoden sind in der Börsenpraxis verbreitet, wobei viele Analysten mehrere Methoden kombinieren bzw. ihre mit einer Methode erzielten Ergebnisse anhand einer anderen Methode verifizieren. Sämtliche Prognoseverfahren sind umstritten. Es existiert auch die Auffassung, dass keine der klassischen Analysemethode geeignet sei, zuverlässige Ergebnisse zu liefern. Wer die Ergebnisse eines bestimmten Vorhersageverfahrens bewerten will, kann dies häufig anhand der Performance veröffentlichter Musterdepots tun, wenn deren Zusammensetzung das Ergebnis eines bestimmten Analyseverfahrens ist.

Mit Kursprognosen erfolgreich investieren

Eine professionelle Aktien Prognose beruht meist auf einer systematischen Aufbereitung von Informationen über die finanzielle Situation einer einzelnen Aktiengesellschaft, eines ganzen Marktsegments oder einer bestimmten Region. Dabei setzt die Fundamentalanalyse auf die Auswertung der betriebswirtschaftlichen Daten eines Unternehmens und eine Bewertung seines ökonomischen Umfelds. Dabei soll der innere Wert des Unternehmens ermittelt und Kurschancen genutzt werden, die sich daraus ergeben, dass der faire Wert eines Unternehmens oft hinter dem Kurswert seiner Aktien zurückbleibt. Beim sogenannten Value Investing werden solche unterbewerteten Aktien systematisch gesucht. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Markteffizienz bewirkt, dass der Kurs solcher Aktien zumindest mittel- oder langfristig eine Aufholtendenz aufweist, bis der innere Wert des Unternehmens sich in einem adäquaten Börsenkurs wiederspiegelt. Demgegenüber setzt die Chartanalyse, die auch technische Analyse genannt wird, auf die Überlegung, dass sich aus dem Kursverlauf von Aktien in der Vergangenheit auf eine bestimmte Kursentwicklung in der Zukunft schließen lässt. Dabei orientiert sich die Chartanalyse an Mustern in vergangenen Kursverläufen und postuliert die Existenz von Gesetzmäßigkeiten, die sich optisch in der Form bestimmter Bilder aus der grafischen Darstellung von Kursverläufen ableiten lassen. Die Sentimentanalyse versucht, die Stimmung der Anleger zu ergründen, um daraus Aussagen über die künftige Kursentwicklung abzuleiten.

Das Ergebnis einer solchen Aktien Prognose ist regelmäßig eine Verhaltensempfehlung an den Anleger, die auf das Kaufen, Halten oder Verkaufen eines bestimmten Titels gerichtet ist. Neben diesen drei Standardempfehlungen, die englisch als buy, hold und sell bezeichnet werden, gibt es auch verstärkende Aussagen wie klarer Kauf (strong buy) und klarer Verkauf (strong sell) sowie dfferenzierende Prognosen wie zukaufen (accumulate) und abbauen (reduce). Die Empfehlung, einen bestimmten Titel zu halten beinhaltet die Aussage, dass die zu erwartende Kursänderung unter Beachtung der anfallenden Transaktionskosten einen Kauf oder Verkauf nicht rechtfertigt. Bei Aktien Prognosen spielt die kurzfristige Marktentwicklung meist keine erhebliche Rolle, sodass kurzfristige Kursausschläge in die Gegenrichtung unbeachtlich sind, solange sich nicht Fundamentaldaten grundlegend geändert haben.

Im Hinblick auf die Kursentwicklung der Titel eines bestimmten Marktsegments gibt es Aktien, die eine Bewertung als Outperformer, Market Performer und Underperformer, stets bezogen auf eine Benchmark, erlauben.

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