Aktiendepot Vergleich

Tipps zum Wertpapierdepot

Wer in Aktien investieren möchte, der steht über kurz oder lang vor der Qual der Wahl: Wo soll das Aktiendepot eröffnet werden und welche Bank bietet die besten Konditionen? Depotgebühren und Provisionen können je nach Anlagesumme Tausende von Euro im Jahr kosten. Ein Aktiendepot Vergleich ist für alle Anleger also verpflichtend.

Information als Wertanlage

Aktien & Wertpapiere

Anleger am Aktienmarkt hoffen mit ihrem Geld eine gute Rendite erwirtschaften zu können, doch oft fressen hohe Gebühren und Verwaltungsprovisionen den Gewinn wieder auf. Das Depot sollte immer zu den Bedürfnissen des Anlegers passen. Möchten Sie zocken und somit viele Orders tätigen oder ist die Anlage in Aktien eine langfristige Vermögensabsicherung? Möchten Sie während der Anlage liquide bleiben oder spielt Rentabilität eine größere Rolle? Wer seine Ziele und Bedürfnisse kennt, hat es leichter ein passendes Depot zu finden. Informieren Sie sich vor der Depoteröffnung intensiv, Beratungen bei der Hausbank oder Fremdbanken kosten nichts, und können oft die Augen öffnen. Eine alte Börsenregel für den Privatanleger besagt: "Investieren Sie ins nichts, was Sie nicht verstehen".

Depot bei der klassischen Bank

Kaum zu glauben, aber noch vor einigen Jahren war die Bank die einzige Möglichkeit, am Aktienmarkt mitzumischen. Heute ist der Finanzmarkt so offen, dass auch Privatanleger ohne Hilfe von Bankberatern an der Börse anlegen können. Trotzdem gehört die Hausbank für viele immer noch zu dem ersten Ansprechpartner, wenn sie sich für eine Depoteröffnung entscheiden. Vorteile der Bank ist die ausführliche Beratung. Ein Mitarbeiter kann sich Zeit nehmen und dem Anleger mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das gilt nicht nur für Anlage-Tipps, sondern auch für Organisatorisches und Mitteilungspflichten. Dafür bezahlt der Anleger allerdings oft einen hohen Preis: Depoteröffnung, Jahresgebühr, Provisionen und Gebühren für einzelne Orders können sich schnell zu einer beachtlichen Summe addieren. Übrigens: Wer sein Depot und sein Girokonto bei verschiedenen Banken führt, kann Probleme bekommen. Viele Banken verlangen neben dem Depot auch ein Verrechnungskonto, zum Beispiel ein Girokonto, beim gleichen Institut.

Direktbanken

Sie werben vor allen Dingen mit niedrigen Preisen und sofortiger Verfügbarkeit: Direktbanken. Oft werden kostenlose Depots angeboten oder die Transaktionskosten sind sehr attraktiv. Doch gerade für Börsen-Anfänger kann die Direktbank schnell zu verwirrend werden. Je nach Angebot ist der Anleger oft komplett auf sich allein gestellt. Dies gilt nicht nur für die Auswahl der Aktien, die gekauft werden sollen, sondern auch an welchem Handelsplatz gekauft werden soll, Stopp-Loss Marken oder Höchst - und Tiefstpreise. Preise für Optionsscheine und Zertifikate zum Beispiel werden nicht von der Bank gemacht, sondern den Emittenten. Wissen Sie das nicht, kann es hier schnell zu Missverständnissen kommen.

Vergleich eines Wertpapierdepot - Die Größe ist entscheidend

Da der Markt für Aktiendepots relativ unübersichtlich ist, vergleichen die meisten Test-Depots der Größe nach. Ein großes Depot ab 100.000 Euro hat andere Bedürfnisse als ein vergleichsweise kleines Depot mit 10.000 Euro Anlagesumme. Bei Tests waren es vor allen die Provisionen, die die Kosten für das Depot nach oben trieben. Für kleine Depots sind die Online-Banken flatex und Onvista mit runden 50 Euro Kosten im Jahr ganz vorne. Die einzige Filialbank in den Top 10 ist die Targobank mit runden 90 Euro. Bei dem großen Aktiendepot war im Vergleich ebenfalls flatex ganz vorne. Die Kosten belaufen sich hier auf 250 Euro im Jahr. Günstigste Filialbank war die Postbank mit runden 1000 Euro.

Tipps zum Aktiendepot Vergleich

Lassen Sie sich von verschiedenen Instituten beraten und informieren Sie sich online über Direktbanken. Beachten Sie ihre persönlichen Bedürfnisse und eigenen Kenntnisse. Sind sie mit der Börse genug vertraut, um alle Entscheidungen allein zu treffen oder benötigen sie die Expertise eines Finanzberaters? Ein kostenloses Depot scheint attraktiv, wenn Sie aber von vornherein wissen, dass sie gerne zocken und viele Orders tätigen werden (für die jedesmal eine Gebühr anfällt), bringt die kostenlose Depotführung wenig. Achten Sie dann lieber auf niedrige Ordergebühren und Provisionen.

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