Aktienmarkt

Erfolgreich mit Aktien handeln

Als Aktienmarkt bezeichnet man die institutlonalisierte Form des Handels mit Wertpapieren, die Anteile an Unternehmen verbriefen, die als Aktiengesellschaft (AG) oder Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) organisiert sind. Aktienmärkte gibt es in nahezu allen Staaten der OECD, wobei jeweils Gesellschaftsanteile von Unternehmen gehandelt werden, die rechtlich einer deutschen AG entsprechen. Dazu gehören beispielsweise Aktiengesellschaften nach österreichischem und schweizerischem Recht, die französische Societe Anonyme, die italienische Societa per Azioni, die britische Public Limited Company und die Corporation in den USA und in Kanada. Als Aktienmarkt gilt jede Form der geordneten Zusammenführung von Angebot und Nachfrage.

Aktien & Wertpapiere

Hierzulande erfolgt der Aktienhandel primär über Börsen, insbesondere über die Frankfurter Wertpapierbörse, deren Trägerin die Deutsche Börse AG ist. Daneben existieren Regionalbörsen in Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Berlin, München und Stuttgart. Bei den hier gehandelten Aktien ist zwischen Titeln des regulierten Marktes und Titeln des Freiverkehrs zu unterscheiden. Der Unterschied liegt in den Zulassungskriterien und Verpflichtungen, die Unternehmen und Handelsteilnehmer zu erfüllen haben, um in das jeweilige Börsensegment aufgenommen zu werden.

Neben dem über eine Börse organisierten Aktienhandel existieren auch Formen des außerbörslichen Aktienhandels, die meist als OTC-Handel (Handel Over the Counter) bezeichnet werden. Hier erfolgt die Ausgleichung zwischen Angebot und Nachfrage nicht durch amtliche Kursfeststellung, sondern durch individuelle Einigung über den Wertpapierpreis zwischen Anleger und Broker (Makler oder Händler). Außerbörslich gehandelt werden zum einen Titel, die zwar börsennotiert sind, aber aus inhaltlichen, börsentaktischen oder zeitlichen Gründen in einer Transaktion außerhalb der Börse übertragen werden sollen. Daneben gibt es eine Vielzahl von Aktien, die nicht über eine Börse gehandelt werden können, da sie dort nicht notiert sind. Dies gilt beispielsweise für Geschäftsanteile an Familien-AGs, aber auch für andere Wertpapiere, für die nie eine Börsenzulassung beantragt wurde. Diese OTC-Titel sind oft hochspekulative Pennystocks, aber auch Aktien junger Unternehmen, für die das Börsenzulassungsverfahren noch läuft.

Am Aktienmarkt sicher und mit Gewinn investieren

Der klassische Aktienhandel fand früher primär an der Börse bei gleichzeitiger Anwesenzeit der Makler statt, die Käufer und Verkäufer repräsentierten. Heute übernehmen Computerbörsen zunehmend die Berechnung und Kommunikation von Kursen. In Deutschland liegt der computergestützte Xetra-Handel nach dem Handelsvolumen inzwischen weit vor dem Präsenzhandel. Beim Computerhandel erfolgt die Eingabe von An- und Verkaufsofferten online und dokumentiert so den Abschluss einer etwaigen Transaktion in einem elektronischen Orderbuch. Das System wickelt den Handel vollautomatisch ab und übernimmt auch die Errechnung von Eröffnungs-, Tagesmittel- und Schlusskursen.

Wer an einer Börse sicher investieren möchte, profitiert von einheitlichen, transparenten und rechtlich verbindlichen Rahmenbedingungen. Hier gelten neben der staatlichen Gesetzen langjährig praktizierte, nicht kodifizierte Usancen. Zudem gelten die Anweisungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht über die Mindestanforderungen im Wertpapierhandel. Demgegenüber ist der außerbörsliche Direkthandel über Onlinebroker besonders schnell und profitiert von günstigen Festpreisen. Zudem entstehen keine Börsengebühren und börsenplatzabhängigen Fremdspesen. Meist werden keine Teikausführungen getätigt, sodass der Investor insoweit vor Überraschungen geschützt ist. Der außerbörsliche Aktienhandel über einen Onlinebroker profitiert häufig von deutlich verlängerten Handelszeiten. Während beispielsweise der Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse von Montag bis Freitag um 8.00 Uhr beginnt und um 20.00 Uhr endet, ist die Xetra-Handelszeit auf 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr beschränkt. Demgegenüber sind Onlinebroker meist von 8.00 Uhr bis 22.00 Uhr, manchmal sogar darüber hinaus, erreichbar.

Wer als Provatanleger am Aktienmarkt einer institutionalisierten Börse teilnehmen möchte, kann dies nur über einen Makler mit Börsenzulassung tun. Da solche Makler meist keine Orders von Privatanlegern annehmen, muss in der Regel eine Bank oder Sparkasse bzw. ein Onlinebroker zwischengeschaltet werden. Auslandsinvestments erfolgen meist über den Aktienmarkt der europäischen Börsen in London, Paris und Mailand, in Nordamerika über die Börsen New York (NYSE und NASDAQ) und Toronto und in Fernost über die Börsen in Tokio, Hongkong und Shanghai.

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