Altersrente für Frauen

Eine Altersrente für Frauen in ausreichender Höhe

Nach wie vor liegt die gesetzliche Altersrente für Frauen deutlich unter der für Männer. Vielen weiblichen Beschäftigten gelingt es nicht, während ihrer beruflich aktiven Zeit genug Entgeltpunkte anzusammeln. Die Gründe für den Unterschied zwischen den Renten männlicher und weiblicher Empfänger sind vielfältig. Frauen tragen immer noch die Hauptlast bei der Kindererziehung und Haushaltsführung. Dementsprechend häufig entscheiden sie sich für längere Familienpausen oder reduzieren ihre Arbeitszeit, um ihren Aufgaben daheim gerecht werden zu können.

Hinzu kommt, dass Frauen durchschnittlich weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Dies ist sogar dann häufig der Fall, wenn weibliche Beschäftigte das gleiche Qualifikationsniveau besitzen wie männliche und in ähnlicher Position arbeiten.

Rentenversicherung

Keine Ehefrau sollte sich heute ausschließlich auf die Absicherung durch die gesetzliche Rente ihres Mannes verlassen. Zum einen reicht das durch verschiedene Gesetzesänderungen stark abgesenkte Niveau der Rente kaum aus, um den gewohnten Lebensstandard des Paares zu erhalten. Noch enger wird die finanzielle Situation nach dem Versterben des Ehemannes, weil die Witwenrente sehr viel niedriger als die Rente des Verstorbenen ausfällt. Zum anderen scheitert heute jede zweite Ehe. Zwar kommt es im Zuge des Versorgungsausgleichs bei einer Scheidung zur gerechten Aufteilung der Rentenanwartschaften unter den Ehepartnern, doch die Ansprüche sind regelmäßig zu gering, um eine auskömmliche gesetzliche Altersrente für Frauen zu begründen.

Die private Vorsorge ist alternativlos

Frauen, die im Alter nicht finanziell unterversorgt und auf einen Zuverdienst angewiesen sein möchten, müssen privat vorsorgen. Dies ist heute mit und ohne staatliche Unterstützung möglich. Sehr empfehlenswert ist der Abschluss einer Riesterrente. Diese Vorsorgeform profitiert von einer großzügigen staatlichen Förderung in Form von Zulagen, die nicht nur für den Riestersparer selbst, sondern auch für dessen Kinder gut geschrieben werden. Außerdem bietet die Riesterrente den Vorteil, dass die Beiträge von der Steuer abgesetzt werden können und dass sie Hartz IV und pfändungssicher ist. Sogar Frauen, die selbst nicht berufstätig sind, können einen Riestervertrag abschließen, wenn ihr Ehemann riesterberechtigt ist.

Wer eine private Altersrente für Frauen in Eigenregie ansparen möchte, kann sich zwischen vielen verschiedenen Alternativen entscheiden. Vom klassischen Sparbuch bis hin zum Kauf von ausgewählten Aktien bestehen viele Möglichkeiten, ein Vermögen für die Versorgung im Alter aufzubauen. Dabei sollten allerdings zwei wichtige Grundsätze unbedingt beachtet werden. Um das Risiko bei der privaten Geldanlage möglichst gering zu halten, sollten Frauen das Prinzip der Risikostreuung beachten. Dies fordert, niemals das gesamte Kapital in eine Anlageform zu investieren, sondern vielmehr eine breite Streuung anzustreben. Außerdem sollte bei der Anlage von Vorsorgekapital stets die persönliche Risikoneigung berücksichtigt werden.

Um sicher zu gehen, dass die Altersrente für Frauen tatsächlich ausreicht, um den finanziellen Bedarf im Ruhestand in voller Höhe abzudecken, sind regelmäßige Überprüfungen des Vorsorgekonzepts unerlässlich. Dabei stellen Frauen das voraussichtlich verfügbare Einkommen aus Renten und Kapitaleinkünften ihrem Geldbedarf m Alter gegenüber. Ergibt sich daraus eine Lücke, müssen die Sparanstrengungen erhöht oder die Ansprüche an den Lebensstandard im Alter reduziert werden. Wenn möglich, ist es auch sinnvoll, die Kapitalanlagen so umzuschichten, dass sie höhere Renditen erzielen. Für Durchschnittsverdienerinnen haben diese Berechnungen häufig zur Folge, dass eine Altersrente für Frauen in akzeptabler Höhe nur möglich ist, wenn sie in der Ansparphase einen Konsumverzicht in erheblichem Umfang leisten.

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