Altersvorsorge Selbständige

Vorsorge für Selbstständige

Die private Altersvorsorge für Selbständige verdient oberste Priorität: Die meisten Unternehmer und Freiberufler zahlen nicht in die gesetzliche Rentenkasse ein, im Vergleich zu Angestellten haben sie im Alter somit keinen staatlichen Grundstock zur Verfügung. Sie müssen ihren Lebensstandard ausschließlich mit privaten Sparanstrengungen sichern. Genügend Geld für die Vorsorge einplanen Da die meisten Selbstständige ihre Altersvorsorge allein finanzieren müssen, sollten sie drei Tipps beherzigen: Erstens sollten sie möglichst früh mit dem Sparen beginnen. Vielleicht können sie in jungen Jahren dafür nur bescheidene Beträge aufbringen, aber auch diese helfen anfangs. Durch den Zinseszinseffekt vergrößert sich das Vermögen über die Jahre.

Zweitens sollten sie die Vorsorge ausführlich planen. Sie sollten genau nachrechnen, wie viel Geld sie mindestens ansparen sollten. Drittens sollten sie spätestens nach den ersten finanziell schwierigen Jahren der Selbstständigkeit ausreichend Mittel für die Altersvorsorge aufwenden.

Private Altersvorsorge

Selbständige sollten zudem so früh wie möglich eine Strategie entwickeln. Sie sollten sich fragen, auf welche Weise sie am besten vorsorgen. Sie können sich zum Beispiel zwischen einer klassischen und einer fondsgebundenen Versicherung entscheiden. Die erste bietet mehr Sicherheit, die zweite deutlich höhere Renditechancen. Sie sollten auch weitere Anlageformen in ihre Überlegungen einbeziehen. So dient etwa eine Immobilie als Altersvorsorge für Selbständige. Mit den meisten Fondssparplänen können sie flexibel vorsorgen. Das empfiehlt sich zur Ergänzung. Bei Versicherungen überweisen sie Festbeträge. Diese dürfen sie aber nicht zu hoch ansetzen, ansonsten überfordern sie sich eventuell in bestimmten Lebensphasen. Bei Fondssparplänen können sie die Sparraten in der Regel je nach Bedarf anpassen.

Rürup-Rente: Staatliche Förderung ausnutzen

Der Staat fördert auch alle, die selbststaendig arbeiten, bei der Altersvorsorge. Das geschieht in Form der Rürup-Rente. Schließen Sparer eine solche Police ab, können sie die Beiträge von der Steuer absetzen. Ab dem Jahr 2025 erkennen Finanzämter jährlich einen Betrag von bis zu 20.000 Euro an, bis dahin nähert sich die Summe Schritt für daran an. Selbständige sollten sich genau informieren, mit welchem Beitrag sie diese Förderung jedes Jahr optimal ausnutzen können. Sie sollten vor einem Abschluss zudem recherchieren, welche Police ihren Ansprüchen am besten genügt.

Darüber hinaus kann es sich unter Umständen lohnen, an die gesetzliche Kasse freiwillige Rentenbeiträge zu entrichten. So haben manche vielleicht wenige Jahre sozialversicherungspflichtig und erst später selbstständig gearbeitet. Eine Rente erhalten sie aber nur, wenn sie mindestens fünf Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben. Diese Grenze lässt sich mit freiwilligen Rentenbeiträgen erreichen, welche Selbständige flexibel selbst bestimmen können.

Mehr zum Thema