Altersvorsorgezulage

Riester-Rente: Hohe Zulagen sichern

Die gesetzliche Rente garantiert keinen ausreichenden Lebensstandard mehr, deswegen unterstützt der Staat private Sparanstrengungen mit der sogenannten Altersvorsorgezulage. In den Genuss dieser Förderung kommen alle, die mit einer Riester-Rente sparen. 154 Euro Grundzulage im Jahr Unter drei Voraussetzungen können Sparer die Altersvorsorge beantragen: Erstens müssen sie zum Kreis der zulageberechtigten Personen zählen, dazu gehören unter anderem alle sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Zweitens müssen sie eine als Riester-Rente zertifizierte private Altersversorgung abschließen, zahlreiche Versicherungen bieten solche Verträge an. Drittens müssen sie mindestens 4 % ihres Brutto-Einkommens für die Vorsorge aufwenden, davon können sie aber die staatliche Förderung abziehen.

Nur den Rest müssen sie tatsächlich überweisen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie diesen Mindestbetrag per Dauerauftrag oder per Einmalzahlung leisten. Wichtig ist nur, dass der Anbieter ihn innerhalb des Kalenderjahres verbucht.

Private Altersvorsorge

Wer diese drei Voraussetzungen erfüllt, kann sich jedes Jahr über eine Grundzulage von 154 Euro freuen. Erteilen Sparer ein Mal eine Ermächtigung zum Dauerzulageverfahren, kümmert sich fortan der Versicherer um die Beantragung. Der entsprechende Antrag lässt sich rasch ausfüllen: Vorsorgende brauchen dazu nur wesentliche persönliche Angaben wie die Adresse und die Steuernummer in ein Formular eintragen. Nur bei einigen Änderungen der Lebenssituation, etwa eine Heirat oder die Geburt eines Kindes, bedarf es einer neuerlichen Mitteilung.

Extra Zulagen für Eltern und Berufseinsteiger

Eltern mit Kindern, für die sie noch Kindergeld erhalten, gewährt der Staat eine besonders hohe Altersvorsorgezulage. Für ab 2008 geborenen Nachwuchs verbucht ein Elternteil 300 Euro im Jahr. Bei einem älteren Kind verzeichnen es 185 Euro jährlich. Diese Kinderzulagen können nicht nur unmittelbar Zulagenberechtigte empfangen, sondern auch mittelbar Zulageberechtigte. Zu dieser Kategorie zählen alle mit einem unmittelbaren förderberechtigten Ehepartner, etwa Mütter oder Väter, die aufgrund der Kindererziehung momentan keiner Arbeit nachgehen. Für beschäftigungslose Eltern gilt zudem beim Mindestsparbetrag eine Sonderregelung: Sie müssen im Jahr nur 60 Euro Eigenleistung erbringen, um die Kinderzulagen in voller Höhe zu bekommen.

Zusätzlich fördert der Staat Berufseinsteiger, die sich frühzeitig für eine Riester-Rente entscheiden, mit einer einmaligen Bonus-Altersvorsorgezulage. Dieser Berufseinsteiger-Bonus beträgt 200 Euro. Dazu müssen junge Menschen zum einen über eine Zulageberechtigung verfügen, was zum Beispiel auf alle in einer beruflichen Ausbildung zutrifft. Zum anderen müssen sie eine Altersgrenze beachten: Im Jahr des Vertragsbeginns dürfen sie zum 01. Januar desselben Jahres noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet haben. Wer beispielsweise in einem Jahr den 25. Geburtstag feiert, kann den Vertrag noch bis zum 31. Dezember abschließen und kassiert die Altersvorsorgezulage. Ab dem folgenden Jahreswechsel wäre die Chance verpasst.

Mehr zum Thema