Altervorsorge

Private Altersversorgung frühzeitig planen

Von viel zu wenig Menschen im Land wird die Notwendigkeit von Altervorsorge wirklich ernst genommen. Dabei sind sinkende Renten und die Gefahr von Altersarmut gesellschaftliche Themen, die beständig präsent sind. Nur wer sich beizeiten für eine zusätzliche, selbst finanzierte Vorsorge entscheidet, wird im Ruhestand seinen Lebensstandard halten können. Orientierung bietet dabei ein anschauliches Modell. Staatliche Vorsorge, private Vorsorge und betriebliche Vorsorge, sind die drei Säulen der Altersvorsorge.

Mit ihrer Hilfe lässt sich die Eigenleistung, wenn auch individuell modifiziert, sinnvoll planen.

Private Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente ist die große Schwachstelle in der Alterssicherung der heute berufstätigen Bürger. Zum einen ist ihre Höhe von den Einzahlungen abhängig, die im Laufe der Jahrzehnte getätigt werden. Geringer Verdienst und Zeiten der Arbeitslosigkeit bewirken deshalb, dass viele Renten zukünftig die gesetzliche Grundsicherung kaum übersteigen dürften. Zum anderen wird wegen des demografischen Wandels die Rentenhöhe kontinuierlich abgesenkt, und die Talsohle ist dabei noch nicht erreicht. Wer in einem großen Betrieb arbeitet, profitiert von der betrieblichen Vorsorge, die ihm in Ruhestand als Betriebsrente ein zusätzliches Einkommen sichert. Doch realistisch gesehen ist diese Säule inzwischen stark geschwächt. Für viele Arbeitnehmer steht sie nicht oder nicht mehr zur Verfügung. In diesem Fall muss verstärkt, zielgerichtet und über möglichst lange Zeiträume kontinuierlich privat vorgesorgt werden.

Ein eigenes Haus bietet Sicherheit

Die klassische Art privat vorzusorgen ist der Immobilienbesitz. Ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung ist spätestens mit dem Erreichen des Rentenalters abgezahlt und erhöht die Rente indirekt durch den Wegfall der Mietzahlung. Neben dem privat genutzten Wohneigentum wird häufig auch die Investition in Mietwohnungen oder Ferienimmobilien als Altersvorsorge propagiert. Hier ist jedoch zu bedenken, dass damit ein Verwaltungsaufwand verbunden ist, mit dem sich nicht jeder im Alter belasten möchte. Zudem schrumpft die Bevölkerung. Eine verlässliche Rendite bieten deshalb nur Immobilien in Metropolen, deren Ankauf allerdings ein hohes Kapital erforderlich macht.

Die Deutschen schrecken immer noch mehrheitlich vor dem Ankauf von Aktien und Beteiligungen an Fonds zurück. Dabei ist diese Art der Altervorsorge sicher und lukrativ, wenn man einige Regeln beachtet. Die Prinzipien der sicheren Geldanlage sollten hier beachtet werden. Nicht die hohe Rendite wird dabei angestrebt, sondern das langfristige Anwachsen des investierten Kapitals. Investitionen sind heute global möglich und auch erstrebenswert, da dies zusätzliche Sicherheit bedeutet. So gibt es international agierende Rohstofffonds, bei denen jeder nach seinen finanziellen Möglichkeiten Anteile erwerben kann. Sie investieren in Holz, Kupfer, Baumwolle, Öl und andere Wertstoffe, die auch in 50 Jahren noch gebraucht werden. Aktien, deren Kurs sich durch Beständigkeit und nicht durch große Sprünge auszeichnet, sind ebenfalls eine Empfehlung für eine Altersversorgung, auf die Sie sich verlassen können.

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