Auszahlung Lebensversicherung

Risikofall Lebensversicherung

Die Auszahlung einer Lebensversicherung ist eine wichtige Angelegenheit. Wer teilweise jahrzehntelang in eine Versicherung eingezahlt hat, der freut sich über den Tag, an dem er die Früchte ernten kann. Aber manchmal machen es die Umstände notwendig, dass man sich eine Versicherung vorzeitig ausbezahlen lässt. Krankheit oder Arbeitslosigkeit können solche Umstände sein. Lebensversicherungen sind auch heute noch eine wichtige Säule der Altersvorsorge, vor allen Dingen da die Leistungen aus der Rentenversicherung der Arbeitnehmer sich im Sinkflug befinden.

Aus diesem Grund sollte man sich eine vorzeitige die vorzeitige Auszahlung der Lebensversicherung gut überlegen.

Deutliche Verluste drohen

Lebensversicherungen

Es gibt mehrere Varianten, Lebensversicherungen zu Geld zu machen. Dies gilt natürlich nicht für eine Risikolebensversicherung, sondern immer nur für die kapitalbildende Variante. Als erste Möglichkeit kann man die Versicherung kündigen und sich das angesparte Geld auszahlen lassen. Dies ist für den Versicherten nicht immer die günstigste Variante, meistens aber die Schnellste. Bei einer solchen Kündigung werden die eingezahlten Versicherungsbeiträge samt aufgelaufener Zinsen zurückerstattet. Leider klingt das nur in der Theorie fair. Von dem angesparten Geld werden alle angefallenen Kosten wie Provisionen und Bearbeitungskosten, sowie die Kosten für die Kündigung dem Kunden in Rechnung gestellt und vom auszuzahlenden Betrag abgezogen. Gerade im ersten Drittel der vereinbarten Laufzeit ist das ein nicht unbeträchtlicher Teil der Gesamtsumme, so dass sich eine Kündigung hier oft nicht lohnt. Je länger bereits in den Vertrag eingezahlt wurde, umso höher kann der sog. Rückkaufswert ausfallen.

Eine weitere Möglichkeit wäre, die Versicherung auf dem Zweitmarkt zu verkaufen. Dieser Markt hat sich in den letzten Jahrzehnten gebildet. Hierbei handelt es sich um Händler, welche die vorhandenen und angesparten Policen kaufen. In den meisten Fällen führt der Händler die Police im Namen des Sparers weiter, so dass der Risikoschutz für die Hinterbliebenen erhalten bleibt. Dies ist ein nicht von der Hand zu weisender Vorteil, besonders für Familien. Auch sind die ausgezahlten Summen mitunter deutlich höher als bei der Kündigung einer Lebensversicherung. Hier gilt es Vergleiche aufzustellen und die gebotenen Summen gegeneinander abzuwägen. Das Kleingedruckte eines solchen Vertrages sollte immer gelesen werden. Wenn der Schutz der Hinterbliebenen wichtig ist, dann sollte dieser auch im Angebot erwähnt bleiben.

Policendarlehen als Alternative

Wenn der Finanzbedarf nur kurz- oder mittelfristig zu überbrücken ist, dann gibt es als Alternative die Beleihung der Lebensversicherung. Hierbei wird dem Versicherten ein Darlehen von der Versicherungsgesellschaft gewährt. Die Summe wird aus der Ansparsumme der Versicherung entnommen und gegen Gebühren und eine geringe Verzinsung zur Verfügung gestellt. Der Versicherungsnehmer zahlt die Summe innerhalb einer vereinbarten Zeit zurück und die volle Leistungen der Lebensversicherung bleibt ihm erhalten.

Eine Lebensversicherung ausbezahlen zu lassen, ist also nicht immer eine gute Möglichkeit zur Mittelbeschaffung und sollte gut überlegt sein. Auch die Alternativen sollten hier in Betracht gezogen werden.

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