Besteuerung Rente

Wie wird die Rente besteuert?

Mit dem Rentenpaket der Bundesregierung traten auch einige Neuerungen bezüglich der Besteuerung der Rente in Kraft. Wer wie viele Steuern zahlen muss, hängt nicht nur von der zu erwartenden Rentenhöhe ab, sondern auch von dem Renteneintrittsalter. Bis 2040 wird die Besteuerung jährlich verändert. Aber wie viel Rente bleibt mir wirklich und was muss ich alles versteuern?

Was ist wichtig für die Besteuerung der Rente?

Rentenversicherung

Für die gesetzliche Rentenversicherung gilt seit 2005 gilt eine neue Versteuerungs-Tabelle, die vorsieht, dass ab dem Jahr 2040 jede Rente voll versteuert wird. Auch wer zur Zeit keine oder wenig Steuern auf seine Rente zahlt, kann in Zukunft von einer höhere Besteuerung betroffen sein. Nicht nur Rentenbezüge aus der gesetzlichen Rentenversicherung sind zu versteuern. Auch für die Witwenrente, Halb- oder Vollwaisenrenten, und auch Bezüge aus privater Vorsorge, wie zum Beispiel die Riesterrente oder Renten aus anderen Rentenversicherungen gibt es keine Befreiung. Ausnahme ist die Abgeltungssteuer, die eigentlich auf fondsgebundene Riesersparpläne erhoben wird - diese entfällt. Maßgeblich für die Höhe der Steuer sind zwei Faktoren: Das Renteneintrittsalter und die Höhe der Rente und des Hinzuverdienstes.

Das Renteneintrittsalter

Bis zum Jahr 2040 wird der zu versteuernde Rentenbetrag peu à peu angehoben. Wer seine Rente vor 2005 beantragt hat, versteuert nur 50 Prozent seiner Rente, der Rest ist als Rentenfreibetrag steuerfrei. Ab 2005 bis 2020 verliert dieser Freibetrag jedes Jahr 2 Prozent. Liegt der Rentenbeginn im Jahr 2020, beträgt der Rentenfreibetrag nur noch 20 Prozent. Nun werden pro Jahr 1 Prozent Freibetrag abgezogen, d. h. im Jahr 2021 sind es nur noch 19 Prozent Freibetrag und ab 2040 möchte die Bundesregierung die Rente voll besteuern. Es zählt dann nur noch der steuerliche Grundfreibetrag.

Die Höhe der Rente

Abgesehen von dem Rentenfreibetrag ist die Höhe der Rente maßgeblich. Um den zu versteuernden Betrag herauszufinden, zieht man von seinem jährlichen Rentenbetrag den Freibetrag ab. Auch für Rentner gilt dann der reguläre steuerlich Grundfreibetrag von zur Zeit 8.354 Euro für Ledige und 16.708 Euro für Verheirate (Stand 2014). Bezieht ein lediger Rentner, der seit dem Jahr 2000 in Ruhestand ist, jährlich 14.000 Euro Rente, verbleiben nach Abzug seines Rentenfreibetrags von 50 Prozent noch 7.000 Euro zu versteuerndes Einkommen. Dies liegt klar unter dem dann anzuwendenden Grundfreibetrag von 8.354 Euro, und somit zahlt er keinerlei Steuern auf seine Rente. Wer mit dem gleichen Rentenbezug von 14.000 Euro jährlich im Jahr 2020 in den Ruhestand geht, für den gilt nur noch ein Rentenfreibetrag von 20 Prozent, also 2.800 Euro. Damit verbleiben 12.200 Euro zu versteuerndes Einkommen, welches höher als der Grundfreibetrag ist. Dieser Rentner müsste also rund 4000 Euro versteuern.

Wie hoch ist die Steuer für die Rente?

Für die Besteuerung der Rente gilt der gleiche progressive Steuersatz wie auf anderes Einkommen. Progressiv bedeutet: Je mehr verdient wird, desto höher auch der Steuersatz. Für Einkommen ab 8.354 Euro bis 13.468 Euro gilt ein verminderter Steuersatz von 7,2 Prozent. Dieser erhöht sich graduell bis auf den Spitzensteuersatz von zur Zeit 45 Prozent für Einkommen ab rund 250.000 Euro. Für Eheleute gelten jeweils die doppelten Eurobeträge. Im Netz finden sich verschiedene Rechner, welche die Höhe der Steuer ausgeben.

Hinzuverdienst

Viele Rentner möchten mit einem Nebenjob geistig fit bleiben und etwas dazuverdienen. Doch Vorsicht: Ein Nebenjob erhöht das Einkommen und sie fallen womöglich in eine höhere Steuerklasse. Minijobs bis 450 Euro sind für Senioren mit einer Vollrente steuerfrei, wird mehr verdient wird dies auch versteuert. Zu beachten ist außerdem, dass bei einem höheren Zuverdienst die Rente gekürzt wird. Dies sind sogenannte Teil- oder Drittelrenten. Am besten lassen Sie sich, bevor ein Job angenommen wird, von Ihrem Rentenversicherungsträger beraten. Dort erfahren Sie, welche Hinzuverdienstgrenzen für Sie gelten und welche Rentenart dann angewandt wird.

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