Betriebliche Altersvorsorge Test

Altersvorsorge im Test

Die verschiedenen Möglichkeiten für eine betriebliche Altersvorsorge sind im Test schwer vergleichbar, weil der Gesetzgeber fünf sehr unterschiedliche Durchführungswege zulässt. Oft hat der Arbeitnehmer keine Wahl, sondern muss sich für eine vom Arbeitgeber vorgeschriebene Form entscheiden. Durchführungswege nach dem Alterseinkünftegesetz Nach dem Gesetz stehen die fünf sogenannten Durchführungswege für eine Betriebsrente, nämlich Direktzusage, Unterstützungskasse, Pensionskasse, Direktversicherung und Pensionsfonds, gleichwertig nebeneinander. Für alle fünf Möglichkeiten hat der Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung. Das bedeutet, dass sein Arbeitgeber Lohn oder Gehalt nicht auszahlt, sondern davon Beiträge für die gewählte Versorgungsform leistet.

Der Abzug vom Gehalt geschieht vor der Besteuerung und der Sozialversicherungspflicht. Damit spart nicht nur der Beschäftigte Einkommensteuer und Sozialversicherungsbeiträge, auch die Beitragsanteile für den Arbeitgeber fallen weg.

Betriebliche Altersvorsorge

Die fünf Durchführungswege sind im Wesentlichen gleichwertig, was die Sicherheit angeht. Auf die Leistung besteht ein Rechtsanspruch, wenn sie aus eigenen Mitteln erbracht worden ist, und das angesammelte Kapital ist auch bei Insolvenz des jeweiligen Versorgungsträgers geschützt. Unterschiede gibt es zum Beispiel hinsichtlich des Anspruchs auf eine Kapitalzahlung statt der Rente. Neben Pensionskasse und Pensionsfonds erlaubt auch die Direktversicherung bis zu 30 % Kapitalisierung.

Bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern eine Pensionskasse oder einen Pensionsfond, hat der Arbeitnehmer keine Wahl hinsichtlich der bAV - der Chef kann ihn auf diese Angebote verweisen.

Testkriterien für die Direktversicherung

Schreibt der Arbeitgeber keine spezielle Form vor, werden die meisten Beschäftigten ihre gesetzliche Rente mit einer Direktversicherung ergänzen. Ihr Vorteil: Sie ist unkompliziert und wird von vielen Versicherern angeboten. Oft bestehen sogar Rahmenverträge mit günstigen Konditionen. Ein sinnvoller Test für die betriebliche Altersvorsorge erstreckt sich deshalb über die verschiedenen Anbieter der Direktversicherung.

Grundsätzlich ist die betriebliche Altersvorsorge im Test zu unterteilen in Produkte mit klassischer Kapitalanlage und fondsgebundenen Versicherungen. Die klassische Variante bietet eine garantierte Mindestverzinsung. Der bei Vertragsabschluss gültige Garantiezins bleibt für die gesamte Laufzeit fixiert. Über diesen Mindestzins hinaus profitiert der Versicherte von Überschüssen, die der Versicherer erwirtschaftet. Die fondsgebundene Direktversicherung kennt dagegen keine Garantie, sofern die Anlage nicht in spezielle Garantiefonds erfolgt. Hier ist Vorsicht geboten, denn theoretisch besteht auch das Risiko eines Totalverlustes. Eine fondsgebundene Versicherung sollte deshalb niemals die einzige tragende Säule des Alterseinkommens sein.

Rendite ist kaum zu prognostizieren

Die Problematik von Vergleichstests zur Direktversicherung besteht darin, dass eine Rendite über eine oft jahrzehntelange Vertragslaufzeit nicht seriös vorausgesagt werden kann. Daten zur Leistungsfähigkeit und Finanzstärke der Anbieter aus der Vergangenheit können einen Anhaltspunkt geben, aber keine Sicherheit bei den schnelllebigen Finanzmärkten. Wichtiger als einige Zehntel Prozent Verzinsung ist die Tatsache, dass das Kapital sicher angelegt ist. Die deutschen Lebensversicherer garantieren über die Protektor Lebensversicherungs-AG selbst für den unwahrscheinlichen Fall einer Insolvenz Kapitalerhalt und Mindestverzinsung.

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