Dividendenstarke Aktien

Attraktiv: Aktien mit hoher Dividende

Viele Anleger ziehen dividendenstarke Aktien Papieren vor, bei denen sie nur geringe Ausschüttungen verzeichnen oder keine Dividenden erhalten. Dieser Entscheidung liegen nachvollziehbare Gedanken zugrunde: Der Aktienbesitz führt zum einen jedes Jahr zu ansprechenden Einkünften. Zum anderen bestechen diese Aktien meist durch eine hohe Wertstabilität. Andere Händler investieren dagegen lieber in Papiere mit keiner oder geringer Dividende, weil sich damit in der Tendenz höhere Kursgewinne erzielen lassen.

Zwei gute Gründe für dividendenstarke Wertpapiere

Aktien & Wertpapiere

Dividendenstarke Aktien eignen sich für alle, die eine mittel- bis langfristige Finanzstrategie verfolgen. Sie setzen nicht auf kurzfristige Spekulationsgewinne, sie wollen dauerhaft eine attraktive Rendite erwirtschaften. Aktien mit Dividende erweisen sich bei einer solchen Strategie als vorteilhaft: Besitzer müssen sich nicht allein auf die Kursentwicklung verlassen, die von zahlreichen Faktoren wie allgemeinen Markttrends abhängt. Der Ertrag ergibt sich stattdessen wesentlich durch die jährliche Dividende, Investoren profitieren von finanzieller Planungssicherheit. Sollten die Kurse zwischenzeitlich nachgeben, weil sich zum Beispiel die Weltwirtschaft in einer Krise befindet, muss das Anleger nicht beruhigen. Sie kassieren weiterhin Dividende, mögliche Vermögensverluste durch Kursrückgänge stehen nur auf dem Papier. Erfahrungsgemäß erholen sich die Börsen nach krisenhaften Zeiten wieder. Nur wer zwischendrin panikartig verkauft, realisiert tatsächlich Verluste. Bei Aktien mit Dividende besteht für so ein Verhalten in der Regel aber kein Grund.

Ein zweiter Grund spricht für dividendenstarke Aktien: die Wertstabilität. Papiere mit überdurchschnittlich hohen Dividenden gelten als konservative Investitionen, weil sie keine so großen Schwankungen wie spekulative Aktien aufweisen. Das lässt sich in der Aktienanalyse entweder am Chart des Kurses erkennen oder an der Kennziffer Volatilität ablesen. Der Volatilitäts-Wert zeigt an, wie stark Kurse nach unten und nach oben ausschlagen. Je höher der Wert liegt, desto mehr Risiko gehen Händler ein. Diese Einschätzungen sollten Anleger aber nur als grundlegende Hinweise auffassen, von denen es Abweichungen gibt. Auch manche dividendenstarke Aktien fallen durch enorme Kursschwankungen auf, spekulative Aktien können sich wertstabil zeigen. Vor einer Investition sollten Interessierte deshalb immer jedes einzelne Papier unter die Lupe nehmen.

Wie Anleger empfehlenswerte Aktien auswählen

Beim Kauf von dividendenstarken Aktien interessiert vor allem die Zuverlässigkeit von Dividendenzahlungen. Die Hauptversammlung legt die Höhe der Ausschüttung jedes Jahr neu fest, vergangene Dividendenzahlungen bieten für Händler keine Sicherheit. Der Blick in die Dividendenhistorie gibt aber Orientierung. Investoren sollten prüfen, wie beständig Unternehmen Dividenden beschließen. Erstens fragt sich, ob sie jedes Jahres Geld an die Aktionäre ausschütten. Bei manchen Gesellschaften kommt dies nur unregelmäßig vor. Bei jährlichen Ausschüttungen sollten Anleger auf die Höhe achten. Bei manchen Konzernen schwanken die Dividenden stark. Bei anderen bleiben sie über lange Zeiträume gleich oder erhöhen sich nachhaltig ohne zwischenzeitliche Rückgänge. Die Aktien der zweiten und besonders der dritten Kategorie sollten Investoren in die engere Auswahl nehmen.

Zugleich sollten Anleger die Perspektive von Unternehmen beurteilen. Auch bei eigentlich überzeugenden dividendenstarken Aktien kann es zu einem Bruch bei den Dividendenzahlungen kommen, wenn sie in wirtschaftlich schwieriges Fahrwasser geraten. Eine allgemeine Bankenkrise kann zu reduzierten oder gar ausbleibenden Ausschüttungen bei vielen Banken führen, eine politisch geförderte Energiewende kann konventionelle Versorger unter Druck setzen. Kluge Investoren betrachten deshalb nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die aktuelle Situation und mögliche Gefahren in der Zukunft.

Zusätzlich sollten Händler stets die Kennzahl Dividendenrendite heranziehen und auf dieser Basis nach attraktiven Aktien recherchieren. Dividendenzahlungen gewähren Unternehmen jeweils pro Aktie in festen Beträgen, die Rendite errechnet sich deshalb auf Basis des Kaufkurses. Ein einfaches Beispiel: Schüttet eine Gesellschaft 5 Euro pro Aktie aus und erwerben Investoren diese für 100 Euro, sichern sie sich eine jährliche Rendite von 5 %. Diese Rendite verbuchen sie auch, wenn der Kurs anschließend steigt. Ein verändertes Kursniveau wirkt sich nur für diejenigen aus, die später einsteigen. Kaufen Händler die gleiche Aktie nach einem Kursanstieg für 150 Euro bei gleichen Ausschüttungen, liegt die Rendite nur noch bei 3,33 %. Es kommt somit wesentlich auf den optimalen Kaufkurs an.

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