Flex Fonds

Mit weißer Weste am grauen Markt

Flex Fonds - das ist nicht etwa die Bezeichnung einer neuen Fonds-Kategorie, sondern der einprägsame Markenname für die unter dem Dach der gleichnamigen Aktiengesellschaft vertriebenen Anlageprodukte. Seit 1989 ist das mittelständische Unternehmen mit Sitz im schwäbischen Schorndorf im Finanzdienstleistungsbereich aktiv. Mit seinen mittlerweile knapp 90 Mitarbeitern hat sich das Emissionshaus am grauen Markt der Alternativen Investments einen sehr guten Ruf erarbeitet. Und das nicht nur bei Investoren, sondern auch für Mitarbeiter. Schon mehrmals wurde das Unternehmen mit einem Gütesiegel als einer der 100 besten Arbeitgeber im deutschen Mittelstand prämiert.

Kluge Sicherheitsstrategien

Investmentfonds auswählen und vergleichen

Die Flex-Fonds-Gruppe legt ausschließlich geschlossene Fonds auf. Das bedeutet, der Anleger wird durch den Kauf von Anteilsscheinen zum Teilhaber einer Beteiligungsgesellschaft. Eine Einlagensicherung ist nicht gegeben, man trägt als Investor das volle unternehmerische Risiko. Einen Totalverlust kann niemand ausschließen. Das schwäbische Unternehmen versucht ein hohes Maß an Kapitalsicherheit zu erreichen, indem es in reale Sachwerte, überwiegend in Betongeld, investiert.

Eines der drei aktuell platzierten Produkte ist ein reiner Immobilienfonds. Der Schwerpunkt liegt auf Wohngebäuden und Gewerbeobjekten in Deutschland, bevorzugt in Städten mittlerer Größe. Bestandsimmobilien mit zahlungskräftigen Mietern und langfristigen Verträgen stehen dabei an erster Stelle. Handelskonzerne und Banken, Apotheken und Ärzte, Rechtsanwälte und Kommunen, das sind die bevorzugten Partner. Bei den anderen Fonds fließt ein Teil des Anlagevolumens auch in ÖL und Gas und Edelmetalle. Daneben sind Fotovoltaik-Anlagen Teil des Portfolios, da das deutsche Stromeinspeisegesetz, mit seiner 20 jährigen Festpreisgarantie eine sichere Kalkulationsbasis bietet.

Wie flexibel sind diese Fonds?

Im Vergleich zu anderen Produkten auf dem außerbörslichen Beteiligungsmarkt, bieten Flex Fonds dem Anleger ein relativ hohes Maß an Transparenz und Flexibilität. Die Mindestbeteiligungssumme für allen Produkte liegt bei 10.000 EUR. Beim Private Flex Fond 2 sind drei verschiedene Spielarten möglich. In der thesaurierenden Variante werden in den ersten fünf Jahren Erträge nicht ausgeschüttet, sondern dem Konto gutgeschrieben. Danach kann man wählen, ob Profite regelmäßig ausgeschüttet werden oder weiter dem Konto zufließen sollen. In der ausschüttenden Variante werden Gewinne von Beginn an regelmäßig ausbezahlt, wobei für die ersten fünf Jahren der Zinssatz auf 5,05 % festgeschrieben ist. Als Drittes gibt es noch eine quasi abgezinste Form. Man zahlt am Anfang nur die Hälfte der nominalen Beteiligung ein, verzichtet aber 15 Jahre lang auf Ausschüttungen. Aus den thesaurierenden Erträgen soll dann der fehlende Beteiligungsanteil erwirtschaftet werden.

Daneben haben die schwäbischen Vermögensverwalter auch noch eine Sparvariante im Programm, bei der man schon mit einem Monatsbetrag von 50 EUR einsteigen kann. Allerdings nur unter der Voraussetzung einer Soforteinlage von 1.000 EUR. Dabei kann man zwischen einer 5, 10 oder 15 jährigen Spardauer wählen. Je nachdem muss die monatliche Rate entsprechend hoch festgelegt werden, um die Mindestanlagesumme innerhalb der Einzahlungslaufzeit zu erreichen.

Ausstiegsmöglichkeiten

Flex Fonds sind auf eine 25 jährige Laufzeit hin konzipiert. Erstmals ordentlich kündigen kann man nach 15 Jahren. Dabei besteht ein Anspruch auf ein Guthaben, das der Beteiligung am Vermögen der Gesellschaft entspricht. Für besondere Härtefälle wird aber auch eine frühere Kündigungsmöglichkeit eingeräumt. In den ersten vier Jahren hat man dann allerdings nur einen Anspruch auf 70 bis 80 % der Einlagen als Abfindungsguthaben. Alternativ besteht noch die Möglichkeit, seine Anteile über eine interne Handelsplattform zu verkaufen.

Das mit dem Namen verbundene Versprechen der Flexibilität, das lösen diese Fonds nur bedingt ein. Insbesondere was die Liquidität angeht, geht die Flexibilität doch sehr auf Kosten der Rendite. Wer unerwartet früher auf das angelegte Geld zugreifen muss, muss mit deutlichen Verlusten rechnen. Erfolgreich investieren kann man hier nur, wenn man eine langfristige Kapitalanlage anstrebt. Dann sind sie wie Aktienfonds auch zur Altersvorsorge gut geeignet. Im Vergleich zu anderen Produkten in dieser Anlageklasse sind die Konditionen allerdings ausgesprochen flexibel. Auch von der Kostenseite her schneiden die Flex Fonds besser ab, als die meisten ihrer Klasse.

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