Geld im Ausland Anlegen

Geldanlage im Ausland: Wichtige Aspekte

Für Geldanlagen im Ausland gibt es einen guten Grund: In vielen Ländern lassen sich gute Zinsen erzielen, welche die Konditionen deutscher Banken übersteigen. Allerdings sollten sich Interessierte zuvor über drei relevante Rahmenbedingungen jenseits der Rendite informieren: die Sicherheit, die Währungsrisiken und die Steuerfrage. Auf Sicherheit achten In Deutschland gilt für bestimmte Anlageformen wie Tagesgeld und Festgeld die gesetzliche Einlagensicherung. Sollte die Bank Insolvenz anmelden, garantiert der Staat einen Betrag von bis zu 100.000 Euro.

Diese Sicherheit einer Anlage empfiehlt sich auch bei Tages- und Festgeldkonten im Ausland. Die gute Nachricht: Mittlerweile haben alle EU-Mitgliedsländer diese Regelung harmonisiert, in jedem Staat können sich Sparer grundsätzlich auf die Einlagensicherung in selber Höhe verlassen. Sie sollten nur bei überschuldeten Krisenstaaten etwas Vorsicht walten lassen. Bei diesen könnte es bei einer eventuellen Zahlungsfähigkeit fraglich sein, ob sie diese Garantie einhalten können. Deshalb sollten Anleger Institute in stabilen Staaten vorziehen.

Geldanlage

Bei Angeboten außerhalb der EU sollten Interessierte genau prüfen, ob sich dort auch solche Regelungen finden und bis zur welcher Höhe ein Staat Einlagen absichert. Zudem sollten sie analysieren, ob es sich um zuverlässige Staaten handelt oder ob sie teilweise durch ökonomische und politische Turbulenzen auffallen. Geld sollten Sparer nur in der ersten Kategorie an Ländern investieren. Zudem sollten Anleger auch in EU-Mitgliedsstaaten aufpassen, wenn ihr Kapital den Betrag der gesetzlichen Einlagensicherung übersteigt. Sichere Anlagemöglichkeiten bei höheren Summen bieten nur Banken, die etwa mit Sicherungsfonds solche Beträge im Insolvenzfall selbst absichern.

Währung und Steuern

Außerhalb des Euro-Raums stellt sich zudem die Frage nach den Wechselkursen. In der Regel legen Sparer dort in Fremdwährungen an, was sowohl Chancen als auch Risiken beinhaltet. Bei einem günstigen Kursverlauf erzielen sie mit Geldanlagen im Ausland nicht nur Zinserträge, sondern zugleich Kursgewinne. Die Renditen können sehr hoch liegen. Im anderen Fall schmälern die Wechselkurse dagegen die Rendite oder Sparer müssen sogar Verluste verkraften. Interessierte sollten sich deshalb zuvor über Währungen informieren und Prognosen über die künftige Entwicklung lesen.

In Deutschland machen immer wieder die Ankäufe von Steuer-CDs durch staatliche Behörden Schlagzeilen, in der Folge werden Finanzämter und Strafverfolgungsbehörden aktiv. Es geht dabei um Geldanlagen im Ausland, deren Erträge Deutsche nicht bei ihrem Finanzamt versteuern. Das empfiehlt sich aber dringend, es drohen andernfalls Haftstrafen. Auch Unwissenheit schützt nicht davor. Deswegen sollten Sparer vor dem Anlegen recherchieren, wie sie die Erträge steuerrechtlich handhaben müssen. Teilweise kooperieren Länder, dann melden ausländische Banken Zinsen und Dividenden automatisch an die deutschen Behörden und überweisen die Steuern. Bei Anlagen in anderen Staaten müssen Investoren die Einnahmen dagegen selbst dem Finanzamt angeben.

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