Geld Vermehren

So gelingt der Vermögensaufbau

Anleger, die kontinuierlich ihr Geld vermehren und so ein Vermögen aufbauen möchten, müssen verschiedene Regeln und Gesetzmäßigkeiten beachten. Am Anfang von jeder systematischen, langfristigen Finanzplanung steht die Festlegung der Sparziele und der eigenen Risikobereitschaft. Daraus entwickeln Sparer Strategien für das Investment in verschiedene Anlageformen, die unterschiedlichen Risikoklassen angehören und verschiedene Bindungsfristen aufweisen. Eine kontinuierliche Überprüfung aller Engagements erweist sich ebenfalls als unentbehrlich, um das eigene Vermögen sicher zu verwalten und dessen Wert kontinuierlich zu steigern. Ohne ein fundiertes Fachwissen ist es kaum möglich, sinnvoll Geld zu investieren und zu vermehren.

Heute können sich alle Anleger die erforderlichen Kenntnisse ohne allzu großen Aufwand mit Hilfe von Fachliteratur oder auf einschlägigen Internet-Portalen selbst aneignen. Wenn dies aus Zeitgründen nicht möglich ist, sollte man bei der Vermögensplanung unbedingt auf die Hilfe von Experten zurückgreifen.

Geldanlage

Üblicherweise sind die Anlageziele stark von der jeweiligen Lebensphase abhängig, in der sich ein Sparer befindet. In der Regel beginnen junge, alleinstehende Berufsanfänger mit dem Sparen für ihr Alter, weil die gesetzliche Rente kaum ausreichen wird, um später einmal den Ruhestand frei von finanziellen Sorgen genießen zu können. Darüber hinaus ist es sinnvoll, gegebenenfalls für den Erwerb einer Immobilie zu sparen. Familien mit kleinen Kindern, die sich den Traum vom Eigenheim erfüllt haben, besitzen in der Regel wenig Spielraum, um ihr Sparvermögen weiter aufzubauen, da sie vorrangig den Kredit für ihre Immobilie abzahlen. In mittleren Jahren verfügen die meisten Berufstätigen dann wieder über größere finanziellen Mittel, die sie nutzen, um ihr Geld zu vermehren, sei es für größere Anschaffungen, Konsumausgaben oder Reisen, sei es für den weiteren Ausbau ihrer Altersvorsorge.

Die Auswahl passender Anlageformen

Unter der Risikoneigung eines Anlegers versteht man dessen Bereitschaft, Verlustgefahren zu akzeptieren, um höhere Ertragschancen wahrzunehmen. Diese Risikoeinstellung ist nicht nur von der Persönlichkeit des Investors abhängig, sondern sollte auch vom Lebensalter und der Höhe des Gesamtvermögens bestimmt werden. Grundsätzlich gilt, dass Risiken umso eher eingegangen werden können, je größer das Vermögen und je jünger das Alter des Anlegers ist. Damit man zuverlässig Geld vermehren kann, muss vor jeder Anlageentscheidung genau geprüft werden, welche Chancen und Risiken mit einem bestimmten Investment verbunden sind und ob diese Merkmale zur eigenen Risikoeinstellung passen. Nur so verhindert man, dass man durch zu riskante Anlagen den Vermögensaufbau gefährdet. Auf der anderen Seite sollte auch kein übertriebenes Sicherheitsdenken die Geldanlage beherrschen, weil sich auf diese Weise kaum ausreichende Renditen erzielen lassen.

Sparer, die sichere Anlagen bevorzugen, investieren in Deutschland, insbesondere in Bundesanleihen und andere vom Deutschen Staat emittierte Wertpapiere sowie in festverzinsliche Sparformen bei Banken und Sparkassen. Bei diesen Geldanlagen ist kein Ausfallrisiko zu befürchten, weil sie durch staatliche Garantien beziehungsweise den Schutzmechanismus des Sicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken abgesichert sind. Allerdings ist es auf diese Weise in Niedrigzinsphasen nicht immer möglich, Gelder inflationssicher anlegen zu lassen. Sobald die allgemeine Teuerungsrate über dem Sparzins liegt, kommt es vielmehr zu realen Verlusten, so dass Sparer ihr Geld nicht vermehren, sondern vielmehr verringern.

Höhere Renditen lassen sich dagegen mit Aktien und Fondsanteile realisieren. Allerdings besteht hier auch ein erhebliches Verlustrisiko, wenn die Wertentwicklung anders verläuft, als der Anleger dies erwartet. Aus Gründen der Risikostreuung ist der Kauf von Aktienfonds dem Erwerb von einzelnen Aktien stets vorzuziehen. Fonds halten Anteile an zahlreichen verschiedenen Aktiengesellschaften, so dass die negative Performance von bestimmten Werten mit der positiven Entwicklung anderer Aktien ohne Weiteres kompensiert werden kann. Beim Kauf von Wertpapieren sollten Anleger nach Möglichkeit immer ein langfristiges Engagement anstreben, weil jede Transaktion mit hohen Kosten verbunden ist, die zu Lasten der Rendite gehen. Dennoch ist es sinnvoll, sowohl bei Aktien als auch bei Fonds mit Stopp-Loss-Limits zu arbeiten, die Verluste rechtzeitig begrenzen. Mit Hilfe der von Online Diensten zur Verfügung gestellten Informationen ist es heute ohne großen Aufwand möglich, mit Wertpapieren Geld zu vermehren, wenn man systematisch und rational bei der Auswahl von Aktien und Fondsanteilen vorgeht.

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