Geldanlage 10 Jahre

Mit Fonds langfristig Erträge erzielen

Eine Geldanlage über 10 Jahre gilt bereits als langfristig. Wertschwankungen von Aktien und Aktienfonds gleichen sich in der Regel über lange Zeiträume aus, so dass der Anleger durchaus ein gewisses Risiko eingehen darf, ohne leichtsinnig zu handeln. Grundsätzlich zu unterscheiden ist zwischen der Einmalanlage eines verfügbaren Kapitals und der Absicht, regelmäßig zu sparen.

Geschlossene Fonds nur für einmalige Zahlungen

Geldanlage

Geschlossene Fonds sind unternehmerische Beteiligungen an Sachwerten wie Immobilien, Schiffen, Flugzeugen, Windkraftanlagen oder Wäldern, manchmal auch Finanzierungen von Projekten wie Film- und Fernsehproduktionen. Die Fonds sammeln Geld bei den Anlegern und werden geschlossen, sobald das benötigte Kapital gezeichnet ist. Meist gibt es hohe Mindestbeteiligungen, zum Beispiel 10.000 EUR. Die Laufzeit der Anlagen ist abhängig vom finanzierten Objekt. Eine Geldanlage über 10 Jahre ist eher die Untergrenze, viele Fonds laufen deutlich länger und sind in dieser Zeit nur eingeschränkt über einen Zweitmarkt handelbar.

Geschlossene Fonds eignen sich also nur, wenn auf einen Schlag viel Geld angelegt werden soll. Außerdem stellen sie ein erhebliches Risiko dar. Geht das finanzierte Projekt schief, ist das Geld verloren. Nach geschlossenen Fonds sollten Sie sich deshalb nur umsehen, wenn Sie zum Beispiel aus einer besonderen steuerlichen Konstruktion Vorteile ziehen und Sie einen Totalverlust gegebenenfalls wegstecken können. Als Sparstrumpf für das Alter sind geschlossene Fonds denkbar ungeeignet.

Offene Fonds mit Vorteilen durch Cost-Average-Effekt

Offene Fonds stellen zwar keineswegs eine sichere Anlage dar, sind aber höchst selten von einem Totalverlust betroffen und zudem deutlich flexibler. Fondsanteile werden an der Börse gehandelt und dort im Normalfall jederzeit zu kaufen oder zu verkaufen. Es gibt verschiedene Arten offener Fonds, neben Aktienfonds auch Immobilien-, Renten- und Geldmarktfonds. Für eine Geldanlage über 10 Jahre sind Aktienfonds eine gute Wahl. In der Vergangenheit brachten sie im langjährigen Mittel hohe Renditen. Eine Garantie für die Zukunft ist das nicht, und es hat auch schon einmal mehr als 10 Jahre gedauert, bis ein Verlust wieder aufgeholt war. Aber die Chancen stehen nicht schlecht.

Da Auswahl und Kauf von Wertpapieren nicht jedermanns Sache sind, überlässt man dieses Geschäft einem Fondsmanager. Mit der Auswahl des Fonds trifft man lediglich eine Entscheidung für ein bestimmtes Land, eine bestimmte Branche oder eine bestimmte Anlagepolitik. Besonders stabil sind breit gestreute Fonds ohne spezifische Ausrichtung. Welche Aktien genau ausgewählt werden, entscheidet der Experte. Sein Ziel ist, besser zu sein als die Indizes der Börse. Dafür wird er bezahlt, und diese Kosten schmälern die Rendite des Fonds. Eine Alternative sind Indexfonds, sogenannte ETF. Die Erfahrung zeigt, dass die Indizes langfristig nicht besser oder schlechter abschneiden als gemanagte Fonds, aber deutlich günstiger auf der Kostenseite sind.

Beim regelmäßigen Fondssparen sind Anleger gut beraten, wenn sie monatlich denselben Betrag anlegen. Sind die Kurse hoch, kaufen sie für zum Beispiel 100 EUR nur wenige Anteile. Bei niedrigen Kursen gibt es für dasselbe Geld mehr Anteile. Der sogenannte Cost-Average-Effekt oder Durchschnittskosteneffekt verspricht zwar nicht unbedingt eine höhere Rendite, stabilisiert aber das Ergebnis.

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