Geldanlage 3 Jahre

Geld mittelfristig rentabel anlegen

Eine Geldanlage über 3 Jahre gilt als mittelfristig. Für Zeiträume zwischen 3 und 5 Jahren ist es besonders schwer, Kapital sicher und mit hoher Rendite anzulegen. In einem Marktumfeld extrem niedriger Zinsen ist die Auswahl sehr eingeschränkt.

Aktien und Aktienfonds sind zu unsicher

Geldanlage

Wertpapiere mit schwankenden Kursen, namentlich Aktien, sind bei einer Geldanlage für nur 3 Jahre ungeeignet. Natürlich kann man Glück haben und einen Aktien-Gewinner ins Depot legen, dessen Wert sich innerhalb dieses Zeitraums vervielfacht. Hat man dagegen auf die falschen Papiere gesetzt, sind sie schlimmstenfalls nach 3 Jahren wertlos. Dass auch große Namen nicht vor Verlusten schützen, beweisen die Energieversorger oder ganz extrem der Abgas-Skandal bei VW.

Aktienfonds mindern zwar das Risiko, weil der Anleger nicht auf Einzelwerte setzt, sondern mit seinen Anteilen viele verschiedene Titel einkauft. Aber auch bei den besten Fonds besteht das Risiko einer schwächelnden Konjunktur. Wird das Geld nach 3 Jahren zwingend benötigt und sind die Kurse gerade dann im Keller, wird ein bislang nur auf dem Papier existierender Verlust gezwungenermaßen realisiert, das Geld ist also weg.

Mittelfristige Investition nur in wertstabile Anlagen

Wer es sich nicht leisten kann, schwache Marktphasen einfach auszusitzen, darf mittelfristig nur Anlagen auswählen, die im Wert nicht oder nur sehr wenig schwanken. Früher hätte man hier vielleicht das klassische Sparbuch empfohlen, alternativ auch Renten- oder Geldmarktfonds. Aktuell bringen diese Anlageformen aber Zinsen weit unter der Inflationsrate und sind deshalb so gut wie gar nicht mehr gefragt. Selbst auf den ersten Blick profitable Angebote wie Zuwachssparen mit einem Bonus am Ende der Laufzeit sind völlig unattraktiv, wenn man die Verzinsung der Geldanlage über 3 Jahre berechnet.

Wirklich empfehlenswert ist derzeit nur Festgeld mit einer Zinsfestschreibung über 36 Monate. Im Internet existieren zahlreiche Vergleichsrechner, und Zinsportale machen auch den Weg zu ausländischen Banken für deutsche Sparer leicht. Die gebotenen Zinssätze können sich ganz erheblich unterscheiden. Gerade Banken in Osteuropa bieten deutlich mehr, als man in Deutschland bekommen würde. Viele Portale liefern eine Bewertung der Bank gleich mit, also zum Beispiel das wirtschaftliche Umfeld des Landes und die Ausstattung der jeweiligen Bank mit Eigenkapital. Theoretisch gilt in der EU eine einheitliche Sicherung von Einlagen bis mindestens 100.000 EUR pro Sparer. Die Frage ist aber, was die staatliche Einlagensicherung bei einer großen Wirtschaftskrise tatsächlich zu leisten vermag. Was passiert, wenn sich Pleiten häufen und systemrelevante Banken in den Abwärtssog geraten? Gerade ausländische Anleger werden möglicherweise Probleme haben, an ihr Geld zu kommen.

Deshalb sollte auch bei auf den ersten Blick sicheren Anlagen eine Risiko-Abwägung erfolgen. Große Unterschiede in den Zinssätzen haben in Euro betrachtet vielleicht gar keine so großen Auswirkungen. Ob man für 5.000 EUR Kapital 1,0 % oder 1,5 % Zinsen bekommt, macht in 3 Jahren gerade mal 75 EUR Unterschied.

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