Geldanlage Kinder

Sinnvolle Geldanlagen für die Kinder

Egal ob der Führerschein, ein Aufenthalt im Ausland oder Zuschuss zum Studium: Viele Eltern entscheiden sich schon früh für eine Sparanlage für die Kinder oder Enkel. Dabei wird in der Regel auf kleine Beiträge bei langer Laufzeit gesetzt. Auch die Geldgeschenke zur Geburt, Geburtstagen oder Weihnachten werden oft gespart. Die Anlagemöglichkeiten für Kinder sind aber nicht nur auf das klassische Sparbuch beschränkt, je nach finanziellen Möglichkeiten kann auch anders ein Fundament für die Zukunft geschaffen werden.

Sicher Geld anlegen für Kinder mit dem Banksparplan

Geldanlage

Ein klassischer Banksparplan ist die beliebteste Anlage für Kinder. In regelmäßigen Abständen wird ein vorher festgelegter Betrag eingezahlt. Die Laufzeit wird oft im Voraus bestimmt, und je länger diese ist, desto höher ist der Zinssatz. Die anfallenden Zinsen werden außerdem nicht ausgezahlt, sondern immer weiter verzinst, wobei ein attraktiver Zinseszinseffekt entsteht. Banksparpläne gibt es in zwei Varianten, entweder mit fixem oder variablem Zins. Bei der ersten Variante wird der Zins für die gesamte Länge der Laufzeit festgelegt. Hier sollte man nur einen Vertrag abschließen, wenn sich der Markt gerade in einer Hochzinsphase befindet. Die meisten Menschen achten darauf aber weniger und Sparpläne für Kinder richten sich zu oft nach Daten wie dem Geburtstag, der Geburt oder Weihnachten. Der Einstiegspunkt sollte sorgfältiger gewählt werden, denn auch wenn der Markt im Laufe der Vertragszeit umschwenkt, wird aufgrund der langen Laufzeit von Sparplänen nicht von den hohen Zinsen profitiert. Bei einem Banksparplan mit variablem Zins wird dieser in der Regel zweimal im Jahr je nach Marktlage angepasst. Dadurch entgehen dem Anleger keine Phasen mit höheren Zinsen, er muss aber Zeiträume mit niedriger Verzinsung in Kauf nehmen. Der Zinssatz für den flexiblen Banksparplan orientiert sich stark an öffentlichen Referenzzinssätzen wie zum Beispiel dem EZB Leitzins. Nur mit einem flexiblen Banksparplan kann man davon profitieren. Generell gelten Banksparpläne als ein sehr sicheres Mittel, um ein kleines Vermögen für den Nachwuchs oder die Enkel anzusparen. Sie lassen sich allerdings nicht vorzeitig auflösen. Sollte der Anleger in der Laufzeit irgendwann nicht mehr in der Lage sein, die Raten zu zahlen, zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit, Insolvenz oder Krankheit, lassen sich die Pläne aber bei fast allen Banken beitragsfrei stellen. Man verliert kein Geld, muss aber das bisher Angesparte bis zum Ende der Laufzeit angelegt lassen.

Sparbriefe

Ein Klassiker unter der Geldanlage für die Kinder ist der Sparbrief. Anstatt jeden Monat einen kleinen Betrag zu sparen, wird beim Sparbrief eine größere Summe über einen bestimmten Zeitraum angelegt. Die Laufzeit beträgt meist 1 -10 Jahre. Die Verzinsung ist für die gesamte Laufzeit festgelegt, damit ist man als Anleger zwar vor Niedrigzinsphasen geschützt, die Geldanlagen profitieren aber auch nicht von eventuell steigenden Zinsen. Generell unterscheidet man bei Sparbriefen drei Formen. Der 'normale' Sparbrief zeichnet sich durch eine jährliche Auszahlung der Zinsen aus. So hat das Patenkind oder der Enkel einmal jährlich eine kleine Summe zur Verfügung, ohne dass die eigentliche Sparsumme angegriffen wird. Außerdem lernt das Kind so mit dem Sparbrief umzugehen. Ein Sparplan, der in ferner Zukunft irgendwann einmal ausgezahlt wird, ist für viele Kinder nicht greifbar. Nachteil dieser Form des regulären Sparbriefs ist, dass man nicht von einem Zinseszinseffekt profitieren kann. Bei beiden anderen Varianten werden die angefallenen Zinsen am Ende des Jahres zur Sparsumme zugefügt und weiterverzinst. Diese sogenannten aufgezinsten bzw. abgezinsten Sparpläne sind wirtschaftlich also eine bessere Anlage. Der aufgezinste Sparbrief zahlt dabei die angefallenen Zinsen und Zinseszinsen nach Ablauf der Laufzeit zusätzlich zum ursprünglichen Einlagebetrag. Der abgezinste Sparbrief rechnet schon bei Abschluss mit dem Zinsertrag und der Anleger legt von vorneherein weniger an, um dann einen geplanten Betrag herauszubekommen. Sinnvoll Geld anlegen für Kinder lässt es sich mit einem Sparbrief schon ab 500 Euro.

Geld anlegen für Kinder im Fondssparplan

Wer etwas risikobereiter ist, der kann sein Geld in einen Fondssparplan anlegen. Die Familie der Fonds ist groß und oft unübersichtlich. Wer aber sowieso etwas Börsenwissen besitzt, kann hier viel Rendite einfahren. Generell sind Fonds gebündelte Wertpapiere. Diese Wertpapiere sind üblicherweise Aktien, Renten oder Immobilienpapiere. Papiere innerhalb eines Fonds lassen sich immer wieder umschichten, kaufen oder abstoßen. Dadurch sind sie flexibel, aber auch arbeitsintensiv für den Fondsmanager - und umso mehr dieser arbeitet, desto mehr kostet er auch. Index-Fonds sind eine Option ohne außenstehenden Manager, dessen Kosten man damit einsparen würde. Anders als bei klassischen Sparplänen, kann man mit Fonds auch Geld verlieren. Eine Tatsache, die man sich als Anleger vorher bewusst machen sollte. Geld anlegen für Kinder im Fondssparplan verspricht zwar eine gute Rendite, ist aber risikoreich, besonders wenn man sein Geld schnell vermehren möchte. Kurze Laufzeiten können eventuelle Abwärtsbewegungen nicht aussitzen. Deshalb sollte man den Fonds und das zugehörige Portfolio so wählen, dass es zum angestrebten Zeithorizont der Anlage passt. Da ein Fonds zu dem Sondervermögen der Banken gehört, sind sie übrigens im Falle einer Insolvenz abgesichert, Aktien oder andere Wertpapiere sind das nicht.

Flexible Geldanlage - Das Tagesgeldkonto

Viele Eltern möchten gerne etwas Geld für den Nachwuchs anlegen, haben aber selbst nicht viel finanziellen Spielraum. Auf einem Tagesgeldkonto lassen sich problemlos auch kleinere Beträge ansparen, die in unregelmäßigen Abständen hereinkommen. Dabei bringen sie in der Regel mehr Rendite als das klassische Sparbuch. Die Zinssätze variieren stark von Bank zu Bank, generell bieten Online-Banken bessere Zinsen fürs Tagesgeld, da sie die Kosten für viele Mitarbeiter und Filialen nicht an den Kunden weitergeben müssen. Der Zinssatz wird von den Banken meist zweimal im Jahr angepasst. Das Tagesgeldkonto punktet mit hoher Flexibilität. Man kann jederzeit über das Geld verfügen, bei Notfällen oder Engpässen hat das Kind das Geld sofort zur Verfügung. Die Kosten für ein Tagesgeldkonto sind vergleichsweise niedrig, online verwaltete Konten sind oft kostenfrei.

Fazit

Beim Geld anlegen für Kinder sollte man auf die Bedürfnisse der Kinder Rücksicht nehmen und auch die eigenen finanziellen Möglichkeiten nicht außer Acht lassen. Möchte man für den Führerschein sparen, etwas mehr Geld für Weihnachten zur Verfügung stellen oder bevorzugt man wirklich gewinnbringende Geldanlagen? Je nach Wunsch sollte man die Anlageform und Laufzeit mit Bedacht wählen. Man sollte die Anlage übrigens gleich auf den Namen des Kindes laufen lassen. Sollte dem Anleger etwas passieren oder ein Pflegefall eintreten, ist das Kapital nicht sicher, wenn es auf den eigenen Namen läuft. Die Kapitalanlage würde dann, zum Beispiel bei Eintreten eines Todesfalls in die Erbmasse eingehen oder von einem Pflegeheim beansprucht werden.

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