Geldanlage Norwegische Kronen

Chancen nutzen mit Fremdwährungen

Eine Geldanlage, die auf Norwegische Kronen lautet, ist durch die Kursentwicklung der Krone gegenüber dem Euro in den letzten Jahren nicht gerade ein Highlight gewesen. Die Anlage in einer Fremdwährung bedeutet zusätzliche Chancen, aber bedingt durch den schwankenden Wechselkurs auch stets ein Risiko. Mächtige Euro-Zone Seit dem Beitritt von Litauen zur Euro-Zone sind 19 von 28 Staaten der Europäischen Union an der Gemeinschaftswährung beteiligt. Weitere sieben Länder sind verpflichtet, den Euro einzuführen, sobald die wirtschaftlichen Daten dies erlauben. Für den Handel, aber auch für Sparer bedeutet dies, dass ein auf Euro lautender Vertrag keinerlei Wechselkursrisiken beinhaltet.

Umgekehrt gibt es aber auch keine Chance, an Kursschwankungen zu profitieren. Darin liegt der Reiz eines Investments in fremder Währung.

Geldanlage

Wer 2011 eine Geldanlage auf Norwegische Kronen gezeichnet hat und das Kapital 2015 in Euro zurückerhielt, hat in dieser Zeit rund 20 % seines Geldes verloren. Das sind im Schnitt 5 % im Jahr. So viel konnte man anderweitig nur verlieren, wenn man risikoreich mit Aktien spekuliert hat. Schlechte Wirtschaftsdaten, insbesondere schwache Investitionen der norwegischen Ölindustrie, haben die Norwegische Krone später aber immer wieder auf Talfahrt gegenüber dem Euro geschickt. Davon haben ausländische Investoren in Norwegen profitiert.

Gegenbeispiel Schweizer Franken

Wie stark sich Währungsschwankungen auswirken können, zeigte die Kursfreigabe des Schweizer Franken Anfang 2015. Die Schweizer Nationalbank gab ihren 2011 eingeführten Mindestkurs von 1,20 CHF für 1,00 EUR am 15. Januar 2015 völlig überraschend auf. Der Kurs veränderte sich innerhalb von Minuten um mehr als 20 %, bis er sich nach einigen Tagen bei 1,05 CHF einpendelte und später sogar wieder etwas anstieg.

Wer also am 14. Januar 2015 für 1.000 EUR eine Anlage über 1.200 CHF getätigt hat, hätte einen Tag später rund 1.250 EUR zurückbekommen, vorausgesetzt, das Geld wäre verfügbar gewesen. Für die Rückzahlung eines Kredits über 1.200 CHF wären aber genauso nicht 1.000, sondern 1.250 EUR fällig geworden. Kursschwankungen kennen immer Gewinner und Verlierer.

Chancen und Risiken abwägen

Hochverzinsliche Anlagen sucht man im Niedrigzins-Umfeld auch in Norwegen vergeblich. Dazu ist die wirtschaftliche Lage des Landes einfach zu gut, oder anders gesagt: das Risiko eines Zahlungsausfalls ist gering. Norwegen ist nicht EU-Mitglied, hat aber eine eigene Einlagensicherung. Eine Geldanlage über Norwegische Kronen ist mit umgerechnet rund 200.000 EUR doppelt so hoch abgesichert wie die Mindestsicherung in der EU. Gegen Währungsverluste schützt die Einlagensicherung allerdings nicht.

Kontakte zu norwegischen Banken lassen sich über Internet-Plattformen problemlos knüpfen. Als Beimischung einer umfassenden Anlagestrategie ist das Land allen zu empfehlen, die an einen vergleichsweise starken Euro glauben. Eine neue Euro-Krise könnte dagegen den Wert anderer Währungen begünstigen. Der Norwegischen Krone wird von Experten durchaus weiteres Aufwertungspotenzial bescheinigt.

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