Geldanlage Vergleich

Geldanlagen immer miteinander vergleichen

Vor jeder Anlageentscheidung sollten Sparer einen Geldanlage Vergleich durchführen. Ein solcher Vergleich dient im ersten Schritt dazu, den geeigneten Anlagetypus herauszufinden. Im zweiten Schritt recherchieren Anleger, welcher Anbieter bei einem bestimmten Produkt die besten Konditionen gewährt. Nur mit einem solchen systematischen Vorgehen, optimieren Sparer ihre Kapitalanlagen.

Welche Anlageform kommt infrage?

Geldanlage

Um einen perfekten Anlagetyp ins Visier zu nehmen, sollten sich Sparer zuerst den Zweck eines Investments überlegen. So sollten sie prüfen, ob sie lieber flexibel bleiben wollen oder sich länger binden möchten. Im ersten Fall empfiehlt sich ein Tagesgeldkonto, von dem sie jederzeit wieder Geld abheben können. Im zweiten Fall können sie auch ein besser verzinstes Festgeldkonto abschließen, bei dem sie erst am Laufzeitende wieder über ihr Kapital verfügen können. Eventuell wollen Sparer auch Vermögen anhäufen, mit dem sie später einen Immobilienerwerb teilweise finanziellen wollen. Für dieses Ziel können sie sich für das Bausparen entscheiden. In der Ansparphase bauen sie ein kleines Vermögen auf, für welches sie Zinsen erhalten. Ab einer vereinbarten Sparsumme und einem festgelegten Zeitpunkten können sie sich den Bausparvertrag zuteilen lassen, zu günstigen Zinsen zahlt die Bausparkasse einen Kreditbetrag aus. Dessen Höhe steht ebenfalls bereits beim Vertragsabschluss fest.

Zudem interessieren die persönlichen und finanziellen Umstände. Bei einer Altersvorsorge entscheidet zum Beispiel das Alter über eine empfehlenswerte Rentenversicherung. Jüngere sollten die höhere Renditechancen von einer fondsbasierten Versicherung nutzen. Ältere sollten mehr Wert auf die Sicherheit legen, da sich Börsen bis zur nahenden Rente eventuell nicht von zwischenzeitlichen Kurstiefs erholen. Auch das Einkommen und die Höhe des Vermögens spielen bei Geldanlagen eine Rolle. Geringverdiener mit wenig Kapital sollten eher sichere Anlageformen vorziehen. Wer über mehr Geld verfügt, sollte auch risikoreichere und zugleich renditeträchtigere Wertpapiere wie Aktien in seine Finanzstrategie einbeziehen.

Bei einem Geldanlage Vergleich sollten Interessierte ebenfalls die Höhe des Anlagebetrags berücksichtigen. Möchte jemand 500 Euro anlegen, eignet sich der Aktienerwerb eher nicht. Hierfür verlangen Banken bestimmte Mindestgebühren für den Kauf und den Verkauf, bei einer solch geringen Summe machen sie das Investment unattraktiv. Sparer sollten lieber einen Investmentfonds bevorzugen. Die meisten Gesellschaften und Institute ermöglichen den Erwerb bereits bei solch kleinen Beträgen, statt einer Mindestgebühr fordern sie nur eine prozentuale Kaufgebühr. Bei Festgeldanlagen sollten Anleger darauf achten, welche Mindestanlagensummen Geldhäuser festlegen. Manche Banken könnten bei 500 Euro aus dem Raster fallen.

Chancen und Risiken abwägen, Konditionen recherchieren

Bei einem Geldanlage Vergleich sollten sich Interessierte grundsätzlich mit dem Verhältnis von Chancen und Risiken beschäftigen. Wer sicher sparen will, sollte auf Produkte wie Tagesgeld, Festgeld oder einen Sparplan setzen. Bei diesen greift die gesetzliche Einlagensicherung, bei einer Bankenpleite ersetzt der Staat das Geld bis zu 100.000 Euro in voller Höhe. Diese Sicherheit bieten etwa Aktien oder Unternehmensanleihen nicht, hier müssen Anleger im schlimmsten Fall einen Totalverlust hinnehmen. Allerdings finden sich innerhalb dieser Anlageklassen große Unterschiede: Manche Aktien zeichnen sich durch geringe Kursschwankungen aus, zum Beispiel dividendenstarke Wertpapiere von großen Konzernen. Bei spekulativen Wertpapieren müssen Investoren mit größeren Ausschlägen nach oben und unten rechnen.

Bei Börsen-Investments müssen Anleger die Marktsituation einschätzen und zu einem attraktiven Kursniveau zuschlagen. Feste Konditionen gibt es nicht, es bedarf gewisser Kenntnisse über die Börse. Anders sieht es bei Tagesgeld, Festgeld, Sparbriefen und beim Bausparen aus. Bei diesen Anlageformen können Sparer die aktuellen Zinssätze miteinander vergleichen und so das attraktivste Angebot recherchieren. Eine solche Recherche zahlt sich angesichts hoher Zinsdifferenzen zwischen den Banken aus. Mit einem Online-Zinsrechner lässt sich das Vergleichen leicht erledigen, da diese die aktuelle Konditionen vieler Geldhäuser einbeziehen.

Komplizierte Anlagen: Experten zu Rate ziehen

Schwieriger gestaltet sich der Geldanlage Vergleich bei komplexen Anlageformen. Das trifft zum Beispiel bei Versicherungen zu, die der Altersvorsorge dienen. Bei diesen lässt sich die Rendite nicht so einfach ausrechnen. Anleger können höchstens begutachten, wie viel Mindestrente eine Versicherung bei gleicher Laufzeit und gleichen Einzahlungen garantiert. Allerdings handelt es sich dabei nur um die Absicherung, bestenfalls zahlt ein Anbieter später deutlich mehr. Experten können Hinweise darauf geben, welche Renten- oder Lebensversicherungen in der Vergangenheit bisher durch hohe Auszahlungen positiv auffielen.

Solche Tipps erhalten Interessierte von einem kompetenten, am besten unabhängig arbeitenden Finanzberater. Auch in Fachzeitschriften und Verbrauchermagazinen finden sich wertvolle Informationen. So führen die renommierte Stiftung Warentest sowie die Zeitschrift Finanztest regelmäßig Vergleiche von Versicherungen durch. Sie schlüsseln unter anderem die anfallenden Gebühren auf und bewerten Chancen und Risiken. Auf dieser Basis können sich Sparer besser für das individuell optimale Produkt entscheiden.

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