Gesetzliche Altersvorsorge

Absicherung im Alter und bei Krankheit

Die gesetzliche Altersvorsorge Die gesetzliche Altersvorsorge besteht in Deutschland vornehmlich aus den Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherer. Neben der LVA und der BfA, die unter dem Logo der Deutschen Rentenversicherung firmieren, gibt es noch die knappschaftlichen Rentenversicherer. Sie alle zahlen die gesetzlichen Renten nach einheitlichen Anwartschaftskriterien aus.

Private Altersvorsorge

Die Art der ausgezahlten Renten unterscheidet sich in drei Kategorien.

Regelaltersrente

Diese wird ausgezahlt, wenn das reguläre Renteneintrittsalter erreicht ist. Weiterhin müssen bestimmte Versicherungszeiten erfüllt werden. Diese betragen zurzeit 60 Monate. Angerechnet werden hier auch Zeiten beitragsfreien Versicherung zur Zeit der Ausbildung, bei Eltern eine gewisse Anzahl von Versicherungsmonaten während der Elternzeit, Zeiten des Bezuges von Krankengeld und Arbeitslosengeld. Auch die Zeiten des Bezuges von Hartz IV-Leistungen bis zum Jahr 2010 werden anerkannt. Das reguläre Renteneintrittsalter ist 67 Jahre. Je nach Geburtsjahr kann auch früher in Rente gegangen werden. Nach einem Gesetzesentwurf soll die Regelaltersrente unter bestimmten Gesichtspunkten schon mit 63 ohne Abzug möglich sein.

Rente wegen Erwerbsminderung

Die Rente wegen Erwerbsminderung wird ausgezahlt, wenn der Versicherte aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkungen nicht mehr oder nicht mehr voll in der Lage ist, einen Lebensunterhalt zu verdienen. Auch hier gelten Vorversicherungszeiten, die erfüllt werden müssen. Anwärter müssen wie bei der Altersrente die Vorversicherungszeit von 60 Monaten erfüllt haben. Des Weiteren müssen 36 Monate lang Beiträge in den letzten 5 Jahren gezahlt worden sein. Auch hierzu zählen Zeiten wie bei der Altersrente. Die Rente wegen Erwerbsminderung wird erst nach aufwendigen Versuchen gewährt, den Versicherten wieder in das Erwerbsleben zu integrieren. Es gilt hier der Grundsatz: Reha vor Rente. Die Rente wegen Erwerbsminderung wird regelmäßig zeitlich begrenzt gewährt. Erst nach mehreren Bewillungszyklen wird diese Rente dauerhaft ausgezahlt. Die Rentenhöhe errechnet sich hier nach einer schwierigen Formel. Die Jahre des Erwerbslebens werden gegen die erworbenen Rentenpunkte gerechnet, dann erfolgt eine Hochrechnung bis zum regulären Rentenalter.

Rente wegen Todesfall

Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt an Hinterbliebene eine Rente wegen Todesfall aus. Stirbt ein Versicherungsnehmer wird die zum Zeitpunkt des Todes zu zahlende Rente berechnet und an den hinterbliebenen Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner dauerhaft ausgezahlt. Auch an unterhaltberechtigte Kinder zahlt die Rentenversicherung eine solche Rente bis zum Zeitpunkt des Erlöschens der Unterhaltspflicht.

Weitere Leistungen

Die gesetzliche Altersvorsorge ist deutlich weitreichender. Zu diesem Zweig der Sozialversicherung gehören auch Leistungen zur beruflichen Rehabilitation nach einer Erkrankung und zur Vorbeugung von Rentenleistung. Dauerhaft eingeschränkte Versicherte bekommen auch Hilfsmittel zur Ausübung ihrer versicherungspflichtigen Erwerbstätigkeit zur Verfügung gestellt.

Weiterhin stellt die Deutsche Rentenversicherung auch eine ausführliche Beratung zur Verfügung.

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