Handelszeiten Börse

Die Handelszeiten der Börse sinnvoll nutzen

Als Handelszeiten der Börse werden diejenigen Tageszeiten bezeichnet, zu denen Geschäfte an einer institutionalisierten Börse platziert werden, also Kauf- und Verkaufsorders angenommen werden können. Meist entsprechen die Handelszeiten einer Börse zugleich deren Öffnungszeiten, Abweichungen sind jedoch möglich. Die meisten Börsen lassen den Handel zu bestimmten durchgehenden Zeiträumen an Werktagen zu. Einige Börsenplätze, besonders in Fernost, unterbrechen ihre Sitzungen für eine Mittagspause. Sinn von Handelszeiten ist es, eine geordnete Kursermittlung zu ermöglichen, die nur bei festen Stichzeitpunkten gewährleistet werden kann.

Handelszeiten gibt es sowohl für Präsenzbörsen als auch für Computerbörsen. Hierbei gibt es häufig Abweichugen. So liegen die werktäglichen Handelszeiten der Frankfurter Wertpapierbörse im Parketthandel zwischen 9.00 und 20.00 Uhr, während der computergestützte Xetra-Handel nur zwischen 9.00 und 17.30 Uhr möglich ist.

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Vor dem Beginn der Handelszeit bereits vorliegende Orders werden, wenn nicht ausdrücklich Abwicklung im außerbörslichen Verkehr vereinbart ist, zum Handelsstart angenommen und ausgeführt. Wird eine Order erst nach Börsenschluss erteilt, besteht die Möglichkeit der Abwicklung im außerbörslichen Handel. Ansonsten erfolgt die Ausführung der Order erst am folgenden Werktag mit dem Handelsstart. Knapp vor Börsenschluss eingehende Orders werden an den meisten Börsenplätzen noch als Börsenorder ausgeführt, auch wenn die Ausführung erst nach Ende der Handelszeit stattfindet. Solche Orders haben dann jedoch keinen Einfluss auf die Bildung des Schlusskurses mehr.

Der international orientierte Anleger ist gut beraten, sich über die Öffnungszeiten auch an ausländischen Börsenplätzen zu orientieren, wobei jeweils die Zeitverschiebung zur Ortszeit am Börsenplatz zu beachten ist. Außerdem ist an die Zeitverschiebung zu denken, die sich aus der Geltung der Mitteleuropäischen Sommerzeit ergibt. Institutionelle Anleger, Fondsverwaltungen und professionelle Tradingplattformen sind auf diese Faktoren eingestellt und besitzen Handelstools, die diesen Umständen Rechnung tragen. Derartige Transaktionen im internationalen Raum sind nicht unbedingt Geschäfte für Anfänger. Insoweit sollte erst ein solides Grundwissen erworben werden, das die Kenntnisse über die jeweiligen Handelszeiten an der Börse einschließt.

Die Börsenhandelszeit und Ihre Anlageentscheidung

Wer ständig mit einem Onlinebroker zusammenarbeitet, wird oft über diesen eine aktuelle Empfehlung umsetzen wollen, die er über einen Börsendienst erhalten hat. Onlinebroker besitzen in der Regel über einen Marktzugang über Banken oder Makler an allen wichtigen europäischen und internationalen Börsenplätzen. Eine über einen Onlinebroker platzierte Order wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt angenommen und ausgeführt. Erfolgt die Order für einen Börsenplatz, der bei ihrer Erteilung geschlossen ist, wird sie zum nächstmöglichen Zeitpunkt, also meist zum Börsenstart am Folgetag, ausgeführt. Eine Alternative ist eine Ausführung im außerbörslichen Handel. Dies ist bei Ordererteilung gegebenenfalls ausdrücklich zu vermerken.

Die wichtigsten Börsenhandelszeiten

Die Frankfurter Wertpapierbörse handelt von 8.00 bis 20.00 Uhr (Präsenzbörse) und von 9.00 bis 17.30 Uhr (Xetra-Handel). Die deutschen Regionalbörsen (z.B. Stuttgart, München und Düsseldorf) haben zum Teil leicht abweichende Handelszeiten. Die meisten europäischen Börsenplätze (z.B. Zürich und Madrid) handeln von 9.00 bis 17.30 Uhr, die Euronext-Börsenplätze (u.a. Paris und Amsterdam) bis 17.25, die Börse Wien bis 17.35 Uhr. Einzelne Börsenplätze öffnen erst um 10.00 Uhr (Warschau) oder 11.00 Uhr (Bratislava) oder schließen bereits um 16.00 Uhr (Oslo). Bei Orders an den Börsenplätzen London, Dublin und Lissabon ist die Zeitverschiebung zu beachten, die aus der Geltung der Westeuropäischen Zeit folgt.

Die Börsenplätze in den USA und Kanada (NYSE, NASDAQ und Toronto) handeln von 15.30 bis 22.00 Uhr deutscher Zeit. Dabei ist die Zeitverschiebung von sechs Stunden berücksichtigt. In Tokio wird von 1.00 bis 3.00 Uhr und von 4.30 bis 7.00 Uhr deutscher Zeit gehandelt, in Hongkong von 3.00 bis 5.30 Uhr und von 7.30 bis 9.00 Uhr deutscher Zeit. Berücksichtigt sind dabei Zeitverschiebungen von acht bzw. sieben Stunden.

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