Hilfsorganisation

Was macht seriöse Hilfsorganisationen aus?

Im Vorfeld einer Spende stellt sich die Frage, was sind die Hilfsorganisationen, denen man sein Geld mit gutem Gewissen anvertrauen mag. Bedeutung und Anerkennung sind erste Indikatoren zur Einschätzung der Seriosität. Schließlich stehen große Organisationen im Fokus von Öffentlichkeit und Berichterstattung und sind auf ihre Reputation angewiesen. Als größte Hilfsorganisation der Welt gilt die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Bekannt als Botschafter der Uno ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF).

Die Aktionen der Umweltschützer von Greenpeace sind regelmäßig in den Medien präsent. Die Vereinigung Ärzte ohne Grenzen erhielt 1999 den Friedensnobelpreis. Darüber hinaus gibt es viele weitere angesehene Initiativen, die Menschen und Tieren helfen oder sich schützenswerten Kulturgütern widmen.

Transparenz: Verwendung der Spendengelder

Richtig spenden

Ein wichtiges Kriterium für die Einschätzung von Vertrauenswürdigkeit und effizientem Umgang mit den gespendeten Geldern ist die Offenheit. Unabhängig davon, welche Ziele man unterstützt, soll die Förderung in Form einer Spende dort ankommen, wo sie benötigt wird. Wer beispielsweise für krebskranke Kinder spendet, möchte nicht unbedingt in Verwaltung oder Marketingkampagnen investieren, obschon diese Aufwände insbesondere für große Unternehmungen notwendig sind. Daher ist es wichtig, dass eine Hilfsorganisation ihre Ziele sowie den Einsatz der Geldmittel dokumentiert und offenlegt. Eine Möglichkeit, die Mittelverwendung selbst zu steuern ist die zweckgebundene Spende. Dabei sollte man jedoch bedenken, dass diese innerhalb der Organisation oftmals höhere Verwaltungskosten verursachen als Beträge, die zur freien Verwendung bereitgestellt werden.

Manche Hilfsorganisation legt vorbildlich offen, wie sie die ihr zu Verfügung stehenden Mittel verwendet. Andere präsentieren sich im Vergleich dazu eher verschwiegen. Transparenzrankings helfen, einen Überblick zu erhalten. Ein nützlicher Hinweis sind freiwillige Selbstverpflichtungen. Die Mitglieder des Deutschen Spendenrats verpflichten sich so unter anderem zur Transparenz. Vorsicht ist dagegen angeraten, wenn die Werbung einer Organisation vorrangig auf die Gefühlsebene abzielt oder gar Zeitdruck aufbaut. Es benötigt etwas Zeit, sich angemessen zu informieren.

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