Hilfsprojekte

Woran sind seriöse Hilfsprojekte zu erkennen?

Zahlreiche Hilfsprojekte profitieren von der ausgeprägten Großzügigkeit der Deutschen. Sie erhalten Jahr für Jahr mehr als sieben Milliarden Euro, um Leid und Not zu lindern. Die Aufgaben, denen sich die Organisationen widmen, könnten vielfältiger nicht sein. Während die einen sich für den Tierschutz engagieren, unterstützen andere Kinder in Syrien oder Missbrauchsopfer in unserem eigenen Land. Wer Gutes tun will, kann also gezielt für einen Zweck spenden, der ihm besonders am Herzen liegt.

Damit das Geld auch wirklich Hilfsbedürftige erreicht und nicht in dubiosen Kanälen versickert, empfiehlt es sich jedoch, vorab einen genauen Blick auf infrage kommende Hilfsprojekte zu werfen.

Richtig spenden

Vertrauenswürdige Spendensammler sind an objektiven Kriterien zu erkennen. Dazu gehört die vom Finanzamt bestätigte Gemeinnützigkeit, die es ihnen gestattet, Spendenbescheinigungen auszustellen. Zudem sind alle Organisationen dazu verpflichtet, einen Jahresbericht über ihre Aktivitäten und die Verwendung der gespendeten Gelder zu veröffentlichen. Leicht lässt sich hier erkennen, ob die Höhe der Ausgaben für Verwaltung und Jobs vergleichsweise niedrig und damit angemessen ist. Wer sich für ein regionales Projekt entscheidet, kann sich vor Ort einen eigenen Eindruck von seiner Arbeit verschaffen. Schwieriger ist das bei international tätigen Organisationen. Einige von ihnen sind seit Jahrzehnten erfolgreich tätig und haben einen ausgezeichneten Ruf, doch auch weniger bekannte Hilfsprojekte bitten um Unterstützung. Hier bietet das DZI-Spendensiegel verlässliche Orientierung. Es wird vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen an Spendenorganisationen vergeben, die auf ihre Seriosität überprüft wurden.

Spenden von der Steuer absetzen

Zuverlässige Hilfsorganisationen garantieren nicht nur den sachgemäßen Einsatz der Gelder, sie lassen den Spender auch selbst von seiner Hilfsbereitschaft profitieren. Beim Finanzamt sind sie als Sonderausgabe anerkannt, sie können damit von der Steuer abgesetzt werden. Bis zu einem Spendenbetrag von 200 Euro ist das formlos möglich, ein Einzahlungsbeleg oder Kontoauszug reicht als Nachweis aus. Für höhere Beträge stellen die Hilfsprojekte Spendenbescheinigungen aus, auf denen die Summe und der Zweck angegeben sind. Welche Beträge bei der Einkommenssteuererklärung angerechnet werden, hängt von den Gesamteinkünften des Spenders ab. Bis zu 20 Prozent werden akzeptiert. Wer also 40.000 Euro verdient, kann Spenden in Höhe von 8000 Euro geltend machen.

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