Investieren in Erneuerbare Energien

Rentables grünes Investment

Mit einem Erneuerbare-Energien-Investment verbinden Anleger Umweltbewusstsein und Renditechancen. Sie fördern mit ihrer Investition die Wende hin zu sauberen Energien und helfen mit, klimaschädliche Kraftwerke wie Kohle-Anlagen sowie gefährliche Technologien wie die Atomkraft überflüssig zu machen. Zugleich sichern sie sich lukrative und vergleichsweise stabile Renditen. Dazu tragen die vorteilhaften gesetzlichen Rahmenbedingungen bei. Der Staat fördert alternative Energien mit dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz: Betreiber von Anlagen profitieren von einer Abnahmegarantie sowie von einer festen Einspeisevergütung, entsprechend lassen sich die Einnahmen gut planen.

Sie hängen nicht von den Schwankungen an der Strombörse ab. Risiken bestehen bei der Wind- und Solarenergie nur in den Wetterverhältnissen sowie in technischen Ausfällen. Einnahmeausfälle durch die zweitgenannte Gefahr lassen sich jedoch mit Versicherungen minimieren.

Direktinvestitionen in erneuerbare Energien

Geldanlage

Es existieren mannigfaltige Möglichkeiten, direkt in alternative Energien zu investieren. Neben dem Kauf einer eigenen Fotovoltaik-Anlage können Interessierte an dem Erfolg größerer Anlagen partizipieren, das gilt insbesondere für Wind- und Solarparks. Eine Form stellen lokale und überregionale Energie-Genossenschaften dar. Anleger erwerben Genossenschaftsanteile, die Mindestanlage beträgt häufig zwischen 500 und 1.000 Euro. In der Folge kassieren sie jährlich eine Dividende, die vom Ertrag abhängt. Der besondere Charme von Genossenschaften liegt darin, dass alle Beteiligte ein Mitspracherecht besitzen. Jeder, der einen Anteil erworben hat, verfügt über eine Stimme. Die Höhe der Gesamtanlage spielt keine Rolle, jeder kann das gleiche Stimmgewicht in die Waagschale werfen.

Viele Investmentgesellschaften finanzieren umfangreiche Wind- und Solarparks zudem mit der Ausgabe von Genussscheinen. Auch bei dieser Anlageform verbuchen Anleger jedes Jahr eine Zinszahlung, die Rendite entscheidet sich ebenfalls am wirtschaftlichen Erfolg des Projekts. Im Gegensatz zu Genossenschaften steht den Investoren aber kein Mitspracherecht zu. Bei einer möglichen Pleite der Investmentgesellschaft werden die Einlagen der Genussrechteinhaber zudem erst nach dem Begleichen aller anderen Forderungen bedient. In der Praxis hat das aber kaum Bedeutung: Fast alle Projekte zeichnen sich dank der guten gesetzlichen Rahmenbedingungen durch eine stabile und attraktive Rendite aus. Interessierte sollten zuvor aber die Seriosität der Gesellschaften prüfen.

Investments an der Börse

Ein Erneuerbare-Energien-Investment lässt sich auch realisieren, indem Anleger Aktien von Unternehmen dieser Branche kaufen. Zahlreiche Produzenten im Bereich Windkraft, Solarenergie und Co. notieren an der Börse. Allerdings fällt nicht jedes Unternehmen durch eine positive Kursentwicklung auf: Einzelne bestehen im Wettbewerb nicht. Es können auch internationale Akteure auf den Plan treten und für Turbulenzen sorgen: China hat zum Beispiel die eigene Solarindustrie massiv subventioniert, die Billig-Anlagen haben viele deutsche Solarhersteller in eine Krise gestürzt. Deshalb sollten Anleger ihr Erneuerbare-Energien-Investment breit streuen, am besten gelingt das mit einem grünen Investmentfonds. Solche Fonds sollten in zahlreichen Bereichen der erneuerbaren Energien sowie in unterschiedlichen Ländern Aktien ordern.

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