Investieren in Holz

Edelholz Investment verspricht hohe Rendite

Auf der Suche nach sicheren Anlageprodukten sind Rohstoffe, und damit auch das Investieren in Holz, in den Fokus des Interesses gerückt. Es wird mit der Aussicht auf eine hohe Rendite beworben. Die Argumente sind überzeugend. Der Wert von Waldflächen steigt ebenso an wie der weltweite Bedarf an Holz, was gute Gewinne verspricht. Doch auch bei dieser Geldanlage gibt es Unwägbarkeiten, die das auf den ersten Blick überzeugende Geschäft negativ beeinflussen können.

Grundsätzlich brauchen Anleger in Holzfonds oder Waldfonds einen langen Atem. In der Regel handelt es sich dabei nämlich um geschlossene Fonds, die ein hohes Kapital über zehn bis zwanzig Jahre binden.

Geldanlage

Seit Mitte der Neunziger Jahre erwerben finanzstarke Investoren große Fläche in Mittel- und Südamerika und forsten sie auf. Hier sind Waldflächen noch preisgünstiger zu haben als in Nordamerika und Europa. Zudem wachsen in den dortigen klimatischen Verhältnissen Bäume schneller als in gemäßigten Klimazonen. Ein weiterer Aspekt spricht für Forstwirtschaft in diesen Regionen: Hier lässt sich in großem Stil Edelholz wie Teak produzieren. Es ist besonders gewinnträchtig, denn Nachfrage-Einbußen sind nicht zu befürchten. Doch die Standorte bergen auch hohe Risiken, die diese Investitionen so spekulativ machen. Feuer, Schädlinge und Unwetter könnten die Anpflanzungen zerstören. Zudem ist die politische Situation in diesen Regionen instabil, was möglicherweise zu Enteignungen führen könnte. Doch gelingt das Investment, ist der Gewinn beträchtlich. In den letzten 50 Jahren hat sich der Holzverbrauch weltweit verdreifacht und er steigt immer noch an.

Kunden erwarten ökologische Produktion

In den Zeiten der Nachhaltigkeit hat das Investieren in Holz auch eine ethische Komponente. Umweltschützer weltweit fürchten, dass eine forcierte Produktion dieses Rohstoffes zu bleibenden Schäden in der Natur führt und Lebensräume zerstört. Im großen Angebot der Waldfonds gibt es deshalb immer mehr, die mit Umwelt-Zertifikaten ausgezeichnet sind. PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes)ist das Siegel der weltweit größten Zertifizierungsstelle. Die Auszeichnung FSC (Forest Stewardship Council) wird von einem Gremium vergeben, dass von Umweltschützern dominiert wird. Einige Fonds bieten potenziellen Kunden an, sich vor Ort über ihre verantwortungsvollen Produktionsstandards zu informieren. Der wichtigste Aspekt für den Anleger ist jedoch die Rendite, die zwischen acht und zwölf Prozent betragen kann. Höhere Prognosen sind unrealistisch. Möglich ist bei dieser Investition allerdings immer auch ein Totalausfall. Konservativ ist diese Anlageform also nicht. Deshalb raten Experten in ihren Tipps dazu, nur maximal zehn Prozent des vorhandenen Vermögens in Holzfonds zu investieren.

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