Investment Club

In der Gruppe investieren: Anlegerclubs

Bei einem Investment Club handelt es sich um einen Zusammenschluss von Anlegern, die ihr Geld gemeinsam investieren. Meist findet sich diese Form im regionalen Rahmen. Bis zu 50 Gesellschafter sammeln Kapital bis zur Höhe von 500.000 Euro ein und verwalten dieses zusammen, gegebenenfalls trifft eine gewählte Clubführung alltägliche Entscheidungen und die anderen bestimmen nur die Grundlinien. Als Rechtsform wählen diese Clubs gewöhnlich die GbR.

Übersteigt die Anzahl der Gesellschafter die Marke von 50 oder das Gesamtkapital die Grenze von 500.000 Euro, muss sich eine Organisation in einem aufwendigen Verfahren als Finanzdienstleister registrieren. Darin liegt der Grund, warum sich fast alle Clubs auf eine überschaubare Personenzahl beschränken.

Die Vorzüge von Anlegerclubs

Geldanlage

Zahlreiche Gründe sprechen für einen Investment Club. So verteilen die Mitglieder dank des gemeinsamen Kapitals die Risiken besser. Clubs investieren zum Beispiel in verschiedene Aktien, Anleihen und andere Wertpapiere. Alleine lässt sich das oft mangels ausreichender Geldsumme nicht bewerkstelligen. Zusammen können die Mitglieder auch hohe Mindestanlagesummen stemmen. Bei unterschiedlichen Anlageformen wie geschlossenen Immobilienfonds liegt dieser Betrag häufig im fünfstelligen Bereich. Ein weiterer Vorteil besteht in der Gebührenminimierung. Für den Handel an der Börse verlangen Banken prozentual berechnete Transaktionsgebühren, die sie aber gewöhnlich deckeln. Investiert ein Club eine hohe Summe, sinkt der Gebührenanteil. Einsparpotenzial gibt es auch, wenn die Organisation Edelmetalle kauft. Diese können sie gesammelt in einem Banktresor lagern, nicht jedes einzelne Mitglied muss selbst ein Tresorfach anmieten.

Zugleich profitieren alle vom Wissens- und Erfahrungsaustausch innerhalb des Clubs. Die Teilnehmer erhöhen ihre Expertise und diskutieren kritisch Anlageentscheidungen. Auf diese Weise lassen sich Fehler vermeiden, gemeinsam entwickeln die Mitglieder professionelle Strategien und wählen auf fundierter Basis Investitionsprojekte aus. Alleine können das Einzelne meist nicht leisten, sofern sie sich nicht ständig mit dieser Thematik beschäftigen. Dazu sind Herausforderungen wie die Beobachtung vieler Märkte, die Aktienanalyse oder die Prognose künftiger Entwicklungen bei den Wechselkursen zu komplex. Last, not least: Der gesellige Aspekt verdient ebenfalls Erwähnung. Viele Clubs treffen sich regelmäßig. Diese Zusammenkünfte dienen nicht nur der sachlichen Auseinandersetzung mit der Kapitalanlage, sondern auch dem Pflegen von Freundschaften und Bekanntschaften.

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