Kapitalgedeckte Altersvorsorge

Rente: Zusätzlich privat vorsorgen

Mit der umlagefinanzierten gesetzlichen Rente lässt sich der Lebensabend nicht mehr ausreichend finanziell absichern, deshalb sollte jeder zusätzlich eine kapitalgedeckte Altersvorsorge abschließen. Dazu bestehen vielfältige Möglichkeiten, zum Beispiel klassische Rentenversicherungen und Rentenpolicen mit Fonds. Sparer sollten hierbei die staatlichen Förderungen nutzen.

Was zeichnet die kapitalgedeckte Altersvorsorge aus?

Private Altersvorsorge

Die gesetzliche Rentenversicherung basiert auf dem Umlageverfahren. Die Versicherungsanstalt verwendet das Geld der heutigen Beitragszahler, um die aktuellen Renten zu bezahlen. Die nachkommende Generation finanziert dann wiederum die künftigen Rentner. Die private kapitalgedeckte Altersvorsorge funktioniert grundsätzlich anders: Jeder Vorsorgende spart einen Kapitalstock an, die Versicherer verbuchen das auf dem jeweiligen Beitragskonto. Aus diesem angesparten Geld überweisen sie ab dem Laufzeitende die monatliche Rente.

Das System der Umlagefinanzierung stieß in den letzten Jahren zunehmend an die Grenzen, der Staat kürzte deshalb mehrmals die Ansprüche. Diese Problematik gründet sich im demografischen Wandel. Immer wenige Beitragszahler müssen für die momentanen Renten der älteren Menschen aufkommen, entsprechend musste der Staat reagieren. Er entschied sich für Leistungskürzungen, ansonsten hätte er die Beitragssätze massiv erhöhen müssen. Die Folge: Die Bedeutung der gesetzlichen Rente schwindet. Das kapitalgedeckte Verfahren erweist sich als besser, es hängt nicht von der Bevölkerungsentwicklung ab. Stattdessen profitieren die Sparer von den Renditen der Finanzmärkte.

Die beste Vorsorge wählen

Der Staat unterstützt die zusätzliche kapitalgedeckte Altersvorsorge ausdrücklich. Um die privaten Vorsorgeanstrengungen zu fördern, lockt er sogar mit finanziellen Vorteilen. So können viele Berechtigte wie sämtliche sozialversicherungspflichtig Beschäftigten "riestern", der Staat belohnt den Abschluss eines entsprechend zertifizierten Vertrags mit einer jährlichen Zulage von 154 Euro. Für Kinder im Kindergeld-Alter gewährt er zudem einen attraktiven Jahres-Bonus von bis zu 300 Euro. Für Selbstständige und Besserverdienende eignet sich eine weitere Förderungsart, die Rürup-Rente. Sparer müssen zwar auf Zuschüsse verzichten, dafür sind die Beiträge bis zu einer hohen Obergrenze steuerlich absetzbar.

Diese Riester- und Rürup-Renten bieten Versicherer in unterschiedlichen Varianten. Eine klassische Rentenversicherung zeichnet sich beispielsweise durch ein hohes Maß an Sicherheit aus. Bei fondsbasierten Rentenpolicen haben Sparer dagegen die Chance auf bessere Erträge, da Aktienmärkte im Durchschnitt höhere Renditen als sichere Anlageformen versprechen. Vorsorgende müssen abwägen. Dabei sollten sie beachten: Bei sämtlichen Riester-Verträgen minimiert sich das Risiko von Fondsprodukten. Der Gesetzgeber schreibt nämlich vor, dass Versicherer mindestens die Sparbeiträge und die staatlichen Zulagen garantieren müssen. Sparer können also keinerlei Geld verlieren. Nach der Entscheidung für den Versicherungstyp empfiehlt sich ein Vergleich unterschiedlicher Angebote. Die finanzielle Attraktivität der privaten Rentenversicherer unterscheidet sich enorm. Nur wer seine Police bei einem günstigen Anbieter abschließt, sichert sich eine möglichst hohe Altersrente.

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