Kinder Sparen

Für die Ausbildung: Geld fürs Kind anlegen

Eltern sollten schon kurz nach der Geburt an die finanzielle Zukunft ihres Nachwuchses denken und deshalb anfangen, für die Kinder zu sparen. Spätestens nach der Schule brauchen sie das Geld, um beispielsweise ein Studium oder ein Auslandspraktikum finanzieren zu können. Auch größere Anschaffungen wie ein Auto können sie sich dank solcher Ersparnisse leisten. Zugleich empfiehlt sich ein Sparkonto bereits für Babys, um dort die Geldgeschenke von Verwandten anzulegen.

Welche Finanzprodukte infrage kommen

Geldanlage

Das Geld fürs Kind sollten Eltern nicht irgendwie, sondern richtig anlegen. Oberste Priorität genießt die Sicherheit. Die Kinder sollten sich darauf verlassen können, dass sie später über einen bestimmten Betrag verfügen. Deswegen sollten Eltern planbare, sichere Kapitalanlagen bevorzugen. Dazu zählen Tages- und Festgeldkonten sowie Sparpläne. Bei diesen greift die gesetzliche Einlagensicherung, selbst bei einer Bankenpleite verlieren die Anleger kein Geld. Aktien und andere an der Börse gehandelten Wertpapiere eignen sich dagegen nicht, da das Vermögen zum Teil enormen Kursschwankungen unterliegt.

Zugleich sollten Eltern das Geld clever anlegen: Bei maximaler Sicherheit sollten sie ihren Kindern eine möglichst hohe Rendite sichern. Das weiterhin beliebte Sparbuch empfiehlt sich dafür meist nicht. Vor allem kleine Kinder freuen sich zwar, wenn sie ein Sparbuch in der Hand halten und bei der Bank ihre Spardose leeren können. Die meisten Institute zahlen auf diese Sparkonten allerdings nur mickrige Zinsen von 0,25 % bis höchstens 1 %. Bei solch niedrigen Zinssätzen lohnt sich das Anlegen kaum. Stattdessen sollten Eltern ein Tagesgeldkonto eröffnen, vor allem Direktbanken bieten dafür meist deutlich mehr Zinsen. Wie bei Sparbüchern können die Kontoberechtigten auch bei dieser Form täglich über das Geld verfügen. Einen Teil des Kapitals sollten die Eltern zudem in Festgeldern anlegen, zum Beispiel für 1, 3 oder 5 Jahre. Bei diesen binden sie das Geld für diese Zeit, profitieren aber zugleich von höheren Zinssätzen.

Monatliche Raten sparen

Ergänzend zu einmaligen Sparbeträgen können Erziehungsberechtigte einen Sparvertrag abschließen. Bei einem solchen Angebot überweisen sie monatlich einen bestimmten Betrag, die meisten Banken ermöglichen diese Form ab einer Summe von 20 oder 25 Euro im Monat. Das hört sich nach wenig an, über viele Jahre summieren sich diese Beträge zusammen mit den Zinsen aber zu einem ansehnlichen Vermögen.

Wer für die Kinder sparen will, sollte bei all diesen Anlagetypen immer einen Bankenvergleich durchführen. Nur auf diese Weise stoßen Eltern auf die attraktivsten Angebote. Sie sollten die Sparanlagen nicht einfach bei der Hausbank führen und so eventuell viel Geld verschenken. Bei einem Festgeldkonto mit 1.000 Euro Einlage und zehnjähriger Laufzeit mit jährlicher Zinsauszahlung macht ein Zinsunterschied von einem Prozentpunkt immerhin 100 Euro aus. Häufig liegen die Zinsdifferenzen zwischen guten und schlechten Banken sogar noch weitaus höher.

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