Kinderzulage Riester

Riesterrente: Mit Kind besonders attraktiv

Mit einer Kinderzulage ist die Riester-Vorsorge noch attraktiver als sonst schon. Anspruchsberechtigte ohne Kinder erhalten 154 Euro staatlichen Zuschuss im Jahr, allein dafür lohnt sich der Abschluss eines Riester-Vertrags. Mit Kindern vervielfacht sich die staatliche Förderung, das sollten sich Eltern nicht entgehen lassen.

Hohe Zulagen für jedes Kind

Riester-Rente

Mit der Riesterrente fördert der Staat alle Arbeitnehmer, die eine private Vorsorge für das Alter betreiben. Eltern unterstützt er bei der Altersvorsorge mit extra Kinderzulagen besonders. Dieses Geld gewährt der Staat Anspruchsberechtigten mit einem zertifizierten Riester-Vertrag, so lange sie für ihre Kinder noch Kindergeld beziehen. Für Kinder, die vor dem 01. Januar 2008 geboren wurden, erhalten Sparer 185 Euro jährlich. Erblickte das Kind nach diesem Stichtag das Licht der Welt, gibt es sogar 300 Euro im Jahr. Diese Förderung summiert sich bei der vollen Ausschöpfung auf eine beträchtliche Summe. Kindergeld überweist der Staat mindestens bis zur Volljährigkeit, bei einer anschließenden Ausbildung bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres. Bei einem Anspruch von 300 Euro jährlich verzeichnet eine der erziehungsberechtigten Personen bis zum 18. Geburtstag insgesamt 5.400 Euro Riesterförderung. Studiert das Kind danach zum Beispiel, kommen weitere Kinderzulagen hinzu.

Um von der Riesterförderung in voller Höhe zu profitieren, müssen Anspruchsberechtigte bestimmte Bedingungen einhalten. Sie benötigen nicht nur einen zertifizierten Riester-Vertrag, sie müssen auch genügend Geld einzahlen. Der Staat fordert jährliche Einzahlungen in Höhe von vier Prozent des Brutto-Einkommens, dabei berechnet er die Zulagen aber mit ein. Beispiel: Jemand verdient 30.000 Euro im Jahr und bekommt 154 Euro plus 300 Euro für ein Kind. Das macht 1.200 Euro abzüglich 454 Euro, der Sparer muss also nur 746 Euro selbst stemmen. Es ist aber auch möglich, dass ein nicht-beschäftigter Ehegatte mit einer eigenen Police die Kinderzulage Riester beantragt. Das setzt nur voraus, dass der andere Ehepartner selbst als Arbeitnehmer Anspruch auf Riestern hat und diesen wahrnimmt. In diesem Fall müssen auf dem zweiten Vertrag nur 60 Euro im Jahr eingezahlt werden. Wer diese geforderten Eigenbeträge verfehlt, verbucht eine anteilig gekürzte Kinderzulage Riester auf dem Vertrag.

Beantragung und Gutschrift

Das Beantragen der Kinderzulage fällt leicht. Sollten Anspruchsberechtige erst mit der Geburt des Kindes einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben, müssen sie den Hauptantrag auf Zulage sowie den Ergänzungsbogen für die Kinderzulage ausfüllen. Das lässt sich in wenigen Minuten erledigen. Auf dem Hauptantrag bedarf es beispielsweise nur persönlicher Angaben wie Adresse, Steuernummer und Sozialversicherungsnummer. Zudem müssen Antragsteller ankreuzen, ob sie unmittelbar oder mittelbar zulageberechtigt sind. Nicht anspruchsberechtigte Ehegatten mit zulageberechtigtem Partner müssen Zweites ankreuzen und zudem nähere Angaben zu ihrem Gatten machen. Auf dem Ergänzungsbogen schreiben Antragssteller die Daten ihres Kindes nieder und nennen die zuständige Familienkasse, die das Kindergeld überweist. Dem fügen sie einen Kindergeldbescheid hinzu. Wählen Sparer das sogenannte Dauerzulagenverfahren, müssen sie diesen Antrag nur ein Mal abschicken. In der Folge stellt der jeweilige Riester-Anbieter den Zulageantrag beim Staat automatisch.

Vor der Antragstellung sollten sich Paare überlegen, für wen sich die Kinderzulage als sinnvoll erweist. Grundsätzlich gilt: Am besten erhält jenes Elternteil dieses Geld, das überhaupt nicht arbeitet oder im Vergleich deutlich weniger Lohn erhält. So kann sich diese Person dank der hohen Zulagen eine eigene private Rente aufbauen. Bei Alleinerziehenden stellt sich die Frage nicht. Der Staat gewährt die Kinderzulage für den Riester-Vertrag immer derjenigen Person, die auch das Kindergeld empfängt.

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