Lebensversicherung Verkaufen Rechner

Lebensversicherungsverkauf

Meist nutzen Interessenten, die planen, ihre Lebensversicherung zu verkaufen, Rechner zur Ermittlung der vorteilhaftesten Ankaufsangebote. Nach britischem Vorbild hat sich inzwischen auch in Deutschland ein Zweitmarkt für bereits laufende Policen gebildet, in dem professionelle Ankäufer diese sogenannten gebrauchten Kapitallebensversicherungen erwerben und meist intern an Investoren weiterveräußern. Häufig benötigen Inhaber einer kapitalbildenden Lebensversicherung aufgrund eines akuten Geldbedarfs eine größeren Betrag, für den sie keinen Kredit aufnehmen können oder wollen. In diesen Fällen bestehen die Alternativen in der Beleihung des Versicherungsvertrages im Rahmen eines Policendarlehens oder im Rückkauf der Police durch den Versicherer. Die Beleihung des Vertrages erfolgt meist nur bis zu einem gewissen Prozentsatz des Rückkaufswertes.

Bei Vertragskündigung wird an den Versicherungsnehmer nur der Rückkaufswert des Vertrages ausgezahlt. Dieser erreicht gerade in den ersten Jahren der Vertragslaufzeit oft nicht die Summe der eingezahlten Beiträge, zumal häufig ein Stornoabzug vorgenommen wird.

Lebensversicherungen

Als Alternative hat der Versicherungsnehmer die Möglichkeit, seine Police auf dem Zweitmarkt an eines der auf diese Tätigkeit spezialisierten Unternehmen zu veräußern. Faktisch handelt es sich dabei um die Abtretung der Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag unter Übergabe des Original-Versicherungsscheins an den Erwerber. Regelmäßig kann im Rahmen des Abtretungsvertrages vereinbart werden, dass der Todesfallschutz zugunsten des bisherigen Vertragsinhabers erhalten bleibt. Wer beim Verkauf seiner Lebensversicherung einen Rechner einsetzt, bekommt in der Regel mehrere vergleichbare Angebote unterschiedlicher Aufkäufer, die erheblich voneinander abweichen können, da die Aufkäufer die Wertentwicklung der Policen je nach Versicherer oft unterschiedlich bewerten.

Eine Versicherungspolice optimal veräußern

Interessenten, die ihre Lebensversicherung verkaufen und einen Rechner zur Kalkulation des erzielbaren Verkaufserlöses einsetzen, müssen den einzelnen Aufkäufern bestimmte Daten übermitteln, die diese für die Erstellung eines Angebots benötigen. Dazu gehören die Art der Versicherung, der Name des Versicherungsunternehmens, die Nummer des Versicherungsscheins, das Datum des Versicherungsbeginns und die Laufzeit der Police. Ferner ist die Höhe des Beitrages und die Zahlweise sowie das voraussichtliche Übernahmedatum anzugeben. Soweit bereits eine aktuelle Berechnung des Rückkaufswerts vorliegt, ist diese zu übermitteln. Außerdem muss sich der Verkaufsinteressent dazu äußern, ob die Versicherung abgetreten ist und ob Beitragsrückstände bestehen.

Im allgemeinen liegen die Angebote der Aufkäufer ca. 15 bis 20 % höher als der Rückkaufswert, der bei einer Vertragskündigung vom Versicherer ausgezahlt würde, da hier die regelmäßig praktizierten Stornoabzüge entfallen. Ein Sonderfall ist die Veräußerung einer Fondspolice. Soweit Aufkäufer überhaupt bereit sind, sich mit dem Ankauf einer Fondspolice zu befassen, wird wegen des Risikos von Kursschwankungen meist ein erheblicher Abschlag auf den aktuellen Wert der bereits erworbenen Fondsanteile vorgenommen.

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