Lebensversicherung Versteuern

Lebensversicherung mit oder Steuervorteil?

Lebensversicherungen sind immer noch eine beliebte Alters- und Hinterbliebenenvorsorge. Die Versicherungsberater versprechen oft lohnenswerte Steuervorteile. Dabei vergessen sie zu erwähnen, dass diese Steuervorteile nicht in allen Fällen gelten. Im Normalfall mus man eine Lebensversicherung versteuern.

Unterschiedliche Voraussetzungen für unterschiedliche Policen

Lebensversicherungen

Bei der Frage nach den Steuervorteilen muss man zuerst entscheiden welche Art der Police in Frage kommt. Die kapitalbildende Lebensversicherung, bei der man am Ende eine Ablaufleistung garantiert ausgezahlt bekommt, weil man diese angespart hat, oder eine Risikolebensversicherung, mit welcher die Familie oder der Partner im Todesfall abgesichert sind.

Die Kapitallebensversicherung

Für die kapitalbildende Lebensversicherung gilt im Hinblick auf die steuerlichen Vorteile, dass diese im Auszahlungsfalle nur gewährt werden können, wenn die Versicherung vor dem 31.12.2004 abgeschlossen wurde, und wenn die Versicherungssumme auf einen Schlag ausgezahlt wird. Auch das Alter bei der Auszahlung spielt hierbei eine Rolle. Außerdem muss der Vertrag immer mindestens zwölf Jahre gelaufen sein.

Wurde der Vertrag ab dem 01.01.2005 abgeschlossen, oder handelt es sich gar um einen Neuvertrag, kann der Auszahlungsbetrag nicht komplett von der Einkommenssteuer befreit werden. Unter bestimmten Vorraussetzungen besteht die Möglichkeit hier nur die Hälfte der Summe versteuern zu müssen.

Die Bedingungen sind wie folgt:

  • der Todesfallschutz min. 50 Prozent der Beitragssumme umfasst
  • die Summe in einem Betrag ausgezahlt wird
  • der Vertrag 12 Jahre minimal gelaufen ist
  • und der Versicherungsnehmer bei Ablauf des Vertrages min. 62 Jahre alt

In diesem Fall gilt hier das Alterseinkünftegesetz.

Die Risikolebensversicherung

Ganz anders sieht es bei der Versteuerung einer Risikolebensversicherung aus. Mit ihr sichert man die Familie oder den Partner im Todesfall ab. Sie wird von Banken oft als Sicherheit für die Vergabe eines Baukredites verlangt. Auch eine Sterbegeldversicherung ist steuerlich wie eine Risikolebensversicherung zu handhaben. Bei der Auszahlung gibt es hier keine steuerlichen Besonderheiten. Aber hier kann man anders als bei der kapitalbildenden Versicherung die Beiträge in der jährlichen Steuererklärung geltend machen und erreicht so eine individuell vom eigenen Steuersatz abhängige Ersparnis.

Fazit

Bei der kapitalbildenden Versicherung sind steuerliche Vorteile bei neuen Verträgen nur knapp bemessen. Bei länger bestehenden Verträgen allerdings hat sich aus steuerlicher Sicht der Abschluss gelohnt.

Für die Risikolebensversicherung gilt, dass man die Beiträge von der Steuer absetzen kann und so durchaus eine Ersparnis hat. Diese beiden Fakten sind für das Gespräch mit Versicherungsagenten oder bei der Recherche nach einer neuen Lebensversicherung wichtige Hilfen, wenn das Gespräch darauf kommt, dass man eine Lebensversicherung nicht versteuern muss.

Mehr zum Thema