Nachhaltig Investieren

Nachhaltige Geldanlage: Viele Optionen

Zunehmend mehr Anleger wollen nachhaltig investieren. Sie wünschen sich nicht nur eine möglichst hohe Rendite, sie möchten mit ihrer Geldanlage auch die Welt zum Positiven verändern. Vor allem ökologische Investments gewinnen an Bedeutung. Der Anspruch der Nachhaltigkeit kann sich aber auch auf weitere Ziele beziehen. Dazu zählen die Arbeitsbedingungen in Unternehmen und die Bekämpfung von Korruption.

Vielfältige Anlagebereiche

Geldanlage

Im Zuge der Energiewende spielt das Segment der regenerativen Energien eine herausragende Rolle. Wer nachhaltig investieren will, kann sich zum Beispiel am Bau von Wind- und Solarparks beteiligen. Vielfach genügen geringe vierstellige Beträge, mit denen Anleger Genussscheine erwerben. Bei diesen Wertpapieren erhalten Investoren eine jährliche Zinszahlung, die vom Erfolg des Vorhabens abhängt. Teilweise realisieren Verantwortliche solche Projekte auch als Genossenschaft, in diesem Fall kaufen Interessierte Genossenschaftsanteile und haben auf Versammlungen ein Stimmrecht. Umweltbewusste können auch Aktien von Firmen, die entsprechende Technologien produzieren, in ihr Depot aufnehmen.

Nachhaltiges Wirtschaften beschränkt sich nicht auf den Energiesektor. In vielen Branchen haben sich ökologische Geschäftsmodelle etabliert. So gibt es grüne Banken und Versicherer. Diese investieren das Geld der Anleger ausschließlich in umweltpolitisch korrekte Firmen und Projekte. Anleger stehen zwei Möglichkeiten offen: Erstens können sie die Dienstleistungen dieser Anbieter nutzen, indem sie zum Beispiel bei einer Öko-Bank ein Festgeldkonto eröffnen. Zweitens können sie von börsennotierten Unternehmen Aktien kaufen.

Auch viele andere Wirtschaftssektoren verdienen Aufmerksamkeit. So konzentrieren sich manche Auto-Hersteller auf Elektro-Modelle. Andere produzieren unterschiedliche Waren, bei denen sie auf den Einsatz gefährlicher Zusatzstoffe verzichten und zugleich besonders ressourcenschonend vorgehen. Es muss sich nicht unbedingt um typische Umwelt-Produkte handeln: Diese Unternehmen leisten ebenfalls wertvolle Dienste für mehr Nachhaltigkeit. Sie schützen natürliche Ressourcen, sie minimieren den Energiebedarf und vermeiden schwer zu entsorgenden Müll.

Grüne Fonds als interessantes Anlageprodukt

Nachhaltige Aktienfonds haben sich als besonders beliebte Anlageform etabliert. Die grundsätzlichen Vorteile von Fonds gehen mit der Förderung des Gemeinwohls Hand in Hand einher. Mit grünen Fonds realisieren Anleger Risikostreuung, das empfiehlt sich bei jeder Kapitalanlage an der Börse. Sie setzen nicht nur auf eine Aktie oder wenige Aktien, sie verteilen die Risiken mittels Fonds breit auf viele Wertpapiere. So fällt kaum ins Gewicht, wenn sich eine Aktiengesellschaft im Kurs negativ entwickelt. Grundsätzlich sollten Investoren bei dieser Variante stets längere Zeiträume anvisieren und nicht auf kurzfristige Spekulation setzen, bestenfalls 5 Jahre oder mehr. Zudem sollten sie nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt verkaufen müssen, sondern über Flexibilität verfügen. Es kann immer zu zwischenzeitlichen Börsentiefs kommen, später erreichen die Märkte aber wieder neue Höchststände.

Bevor Anleger mit Öko-Fonds nachhaltig investieren, sollten sie sich genau das Profil der unterschiedlichen Angebote ansehen. Es fragt sich, welche Segmente ein Fonds umfasst. Manche erwerben nur Aktien von Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien, andere nehmen viele ökologisch handelnde Konzerne aus zahlreichen Branchen auf. Hinsichtlich der optimalen Risikostreuung spricht viel für die zweite Variante, da sich Anleger unabhängiger von der Entwicklung eines Wirtschaftssektors machen. Zusätzlich interessiert, welche konkreten Kriterien Fondsmanager bei der Auswahl der Aktien anlegen. Vereinzelt betrachten Fonds zum Beispiel die Atomkraft als umweltfreundliche Technologie, viele Umweltbewusste vertreten eine andere Auffassung. Es kommt auch darauf an, ob die Gesellschaften nur auf ökologische Kriterien achten oder auch soziale Maßstäbe berücksichtigen.

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