Online Broker Vergleich

Aktienhandel im Web: Broker-Vergleich

Anleger, die ihr Depot per Internetbanking führen wollen, sollten einen Online Broker Vergleich durchführen. Für einen solchen Vergleich sprechen erstens die enormen Kostenunterschiede, das betrifft die Depot- sowie die Transaktionsgebühren. Zweitens differiert das Handling zwischen den Anbietern, manche zeichnen sich durch ein überdurchschnittliches Maß an Benutzerfreundlichkeit aus. Drittens verdient Beachtung, welche Wertpapiere Anleger zu welchen Konditionen erwerben können.

Die Kosten als wichtigstes Kriterium

Aktien & Wertpapiere

Bei einem Online Broker Vergleich sollten Interessierte die Gebühren in den Blick nehmen. Zum einen fragt sich, ob sie für die Depotführung Geld bezahlen müssen. Manche Banken verlangen hohe Beträge, bei anderen fallen keine Gebühren an. Zum anderen sollten Interessierte die Transaktionsgebühren prüfen. Bei jedem Kauf und Verkauf von Aktien fordern Broker Gebühren, oftmals berechnen sich diese prozentual nach dem Umsatzwert. Beträgt der Gebührensatz zum Beispiel 1 %, kaufen Aktionäre Papiere für 1.000 Euro und stoßen sie später für 1.200 Euro ab, berechnet der Broker 10 und 12 Euro Provision. Geringe Kosten für den Handelsplatz kommen hinzu.

Die meisten Banken setzen aber Mindestgebühren fest, die sich vor allem für Anfänger als bedeutend herausstellen. Neulinge investieren in der Regel geringere Summen, zu hohe Mindestgebühren können Transaktionen massiv verteuern. Vieltrader sollten ihren Fokus dagegen auf Rabatte legen, die einige Broker Kunden mit hohen Umsätzen gewähren. Bei ihnen sinkt zum Beispiel der Prozentsatz, wenn ein Händler im vorherigen Quartal eine bestimmte Anzahl an Käufen und Verkäufen erreicht. Am Markt finden sich zahlreiche Varianten solcher Preisnachlässe, es empfiehlt sich ein genauer Blick. Intensivnutzer können ein immenses Einsparpotenzial realisieren.

Wie lässt sich das Onlinebroking handhaben?

Beim Aktienhandel im Internet kommt es zudem auf die Benutzerfreundlichkeit an. Broker sollten ihr Onlinebanking möglichst übersichtlich gestalten, Händler sollten ihr Depot leicht überblicken und Einzelwerte analysieren können. Sie sollten den Kursverlauf in Realtime verfolgen und mit wenigen Klicks auf eine Chartanalyse zugreifen können. Zusätzlich sollten sie Orders einfach eintippen und zum Beispiel mit Limits versehen können. Bestenfalls können sie solche Transaktionen auch per mobilen Geräten wie Smartphones in Auftrag geben, einige Banken bieten dafür spezielle Apps an. Am besten testen Vergleichende die Funktionalität von Onlinebanking-Angeboten aus. Die meisten Broker stellen dafür kostenlose Demo-Versionen zur Verfügung.

Die Sicherheit interessiert ebenfalls. Bei sämtlichen Brokern geben Händler ihre Aufträge per TAN frei. Sie verfügen über eine TAN-Liste, erhalten eine TAN auf ihr Handy zugesandt oder erzeugen diese mit einem TAN-Generator. Alle diese Verfahren garantieren laut Verbraucherschützern ein hohes Maß an Sicherheit, sodass dieser Aspekt bei einem Online Broker Vergleich nicht die wichtigste Rolle spielt. Manche Broker kassieren allerdings bei der TAN-Zustellung auf das Handy Gebühren, eine ärgerliche finanzielle Belastung für Vieltrader. Diese sollten sie meiden.

Breite und Attraktivität des Angebots

Künftige Händler sollten bei einem Online Broker Vergleich auch das Angebot an Finanzprodukten in Augenschein nehmen. Sie sollten recherchieren, an welchen Handelsplätzen sie ordern können. Neben dem Xetra-Handel offerieren viele Broker weitere deutsche und internationale Börsen sowie teilweise Intra-Handel. Intra-Handel erweist sich insbesondere bei Investmentfonds als vorteilhaft, da sich dort Anteile leichter und kostengünstiger erwerben und verkaufen lassen. Interessierte sollten auch begutachten, ob Banken besondere Wertpapiere vertreiben. Dazu zählen Aktienanleihen, die eine Kombination aus Aktien- und Anleiheninvestment darstellen. Mit Devisen lässt sich ebenfalls Geld verdienen, als einfache Form empfehlen sich Fremdwährungskonten. Bestenfalls verzinsen Banken das Guthaben.

Große Unterschiede finden sich beim Fondsangebot. Fondsgesellschaften wie DWS Fonds legen die Ausgabeaufschläge fest, Broker können davon jedoch abweichen. Gute Anbieter bestechen durch Rabatte auf diese Gebühren, bei ihnen zahlen Kunden beispielsweise 2,5 % statt 5 % Aufschlag. Kleinanleger sollten zugleich auf die geforderte Mindestanlagesumme achten. Bei einem Online Broker Vergleich sollten Sparer zusätzlich die Möglichkeit an Fondssparplänen einbeziehen. Die Attraktivität entscheidet sich an den monatlichen Mindestbeträgen, die Flexibilität bei den Sparbeiträgen, die Auswahl an Investmentfonds sowie an den Konditionen. Ausgezeichnete Broker gewähren bei einzelnen Fonds hohe Rabatte auf die Ausgabeaufschläge.

Mehr zum Thema