Private Rente

Möglichkeiten der Privaten Rentenvorsorge

Verschiedenste Vorsorgevarianten ermöglichen es, durch eine Private Rente die Leistungen über die gesetzliche Rente zu ergänzen. Je nach Risikobereitschaft kann in Aktien investiert oder eine Riester- bzw. Rürup-Rente abgeschlossen werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Investition in eine Immobilie. Hier muss individuell abhängig von Einkommen und Vermögen eingeschätzt werden, welche Renten oder Investitionen für den Einzelnen sinnvoll sind.

Der richtige Zeitpunkt

Rentenversicherung

Grundsätzlich lässt sich festhalten, je früher mit der Einzahlung in eine Private Rente begonnen wird, umso stärker machen sich Zins- sowie Zinseszinseffekt bemerkbar. Obwohl eine langfristige Anlage ein höheres Risiko bezüglich unvorhersehbarer Einflüsse bedeutet, stehen dem preiswerte monatliche Beiträge zur privaten Vorsorge gegenüber.

Einen Plan erstellen

Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick und berechnen die realistische Rentenerwartung aus Ihrem Erwerbseinkommen. Erziehungszeiten oder Arbeitslosigkeit sind Einkommenslücken, die ausgeglichen werden müssen. Die Deutsche Rentenversicherung stellt hierfür unter http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/02_online_dienste/03_online_rechner_nutzen/online_rechner_node.html

mehrere online Rentenrechner zur Verfügung. Mit dem ermittelten Ergebnis wird deutlich, in welcher Höhe Sie sich zusätzlich privat rentenversichern sollten, um die eigenen Ausgaben im Ruhestand decken zu können. Rentenexperten empfehlen, einen Betrag von mindestens 70 Prozent der Höhe des letzten Einkommens zu veranschlagen. Als nächstes müssen Sie für sich individuell entscheiden, ob Sie die private Rente per Einmalzahlung oder als monatliche Rente beziehen möchten.

Beziehen Sie steuerliche Überlegungen in die Rentenplanung ein. Während lebenslange Leibrenten steuerlich bevorteilt werden, trifft dies für Zeitrenten und abgekürzte Leibrenten nicht zu. In Anbetracht der hohen Bedeutung der privaten Zusatzsicherung sollten Sie im Zweifel nicht davor scheuen, einen Vermögensverwalter als zu Ratgeber zu engagieren.

Geringe Zinsen drängen zu Alternativen

Für junge und einkommensschwache Menschen ist es unter Umständen schwer, für die private Altersvorsorge zurückzulegen. Trotzdem gibt es die Möglichkeit, bereits bei minimalen Beiträgen in eine Riester-Rente oder Rürup-Rente jährliche Zulagen vom Staat zu erhalten. Trotz der aktuell niedrigen Sparzinsen kann damit über die Jahre eine beachtliche Summe angelegt werden. Für die volle staatliche Förderung von 154 Euro pro Person müssen lediglich jährlich vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens in die Private Rente eingezahlt werden. Lohnenswert ist dies vor allem, wenn Kinder vorhanden sind. Für Kinder die vor 2008 geboren wurden gibt es jeweils 185 Euro, wenn sie ab 2008 geboren wurden sogar 300 Euro zusätzliche staatliche Zulage.

Wer risikobereiter ist, investiert eigenverantwortlich in Wertpapiere. Da aktuell die Zinsen für Geldeinlagen sehr niedrig sind, ist damit kein Gewinn mehr möglich. Empfehlenswert sind stattdessen Aktien mit regelmäßiger Dividendenausschüttung. Es gilt die Faustregel, je jünger der Anleger, umso höher sollte der Anteil an Aktien zur Rentenvorsorge sein. Beobachtungen der Aktienmärkte über die Jahrzehnte haben gezeigt, dass sich langfristige Investitionen in Wertpapiere lohnen und kurz- und mittelfristige Kursschwankungen ausgleichen können. Dies bedeutet gleichzeitig für ältere Anleger, der Anteil an alternativen Anlageformen zu Aktien sollte größer sein. Hier kommt am Kapitalmarkt zum Beispiel der Kauf von Rohstoffen wie Gold in Frage.

Ein guter Mittelweg sind fondsgebundene Rentenversicherungen, wobei der gewählte Tarif eine Beitragserhaltungsgarantie enthalten sollte. Diese sorgt dafür, dass bei einer ungünstigen Wertentwicklung die eingezahlten Beiträge abgesichert sind.

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