Private Rentenversicherung Test

Fondsgebundene Rente im Test

Wer der Altersarmut effektiv vorbeugen will, schließt eine Zusatzrente ab, sollte aber schon im Vorfeld überprüfen, wie die jeweilige private Rentenversicherung im Test abgeschnitten hat. Fachmagazine und Expertenblogs sind hierfür die richtige Anlaufstelle. Allerdings testet kaum ein Magazin alle am Markt erhältlichen Versicherungsprodukte. Daher lohnt es sich, die Ergebnisse unterschiedlicher Tester zu vergleichen. Auch die Formenvielfalt der privaten Zusatzversicherungen gilt es zu bedenken.

Reicht die Produktpalette doch von der klassischen Rentenpolice mit niedrigem Garantiezins bis hin zu riskanteren Anlageformen wie der fondsgebundenen Variante mit oder ohne Beitragsgarantie.

Niedrig verzinster Klassiker

Rentenversicherung

Die klassische Form der Rentenversicherung basiert auf einem eher konservativen Anlagekonzept. Dementsprechend gilt sie als besonders sicher und krisenfest. Neben einem garantierten Mindestzins erhält der Versicherungsnehmer auch eine sogenannte Beitragsgarantie. Seine über Jahrzehnte hinweg eingezahlten Beiträge plus Zinsen bekommt er also auf jeden Fall im Alter wieder ausbezahlt. Erwirtschaftet das Unternehmen einen Gewinn, wird er auch daran beteiligt. Wer sich für die klassische Variante entscheidet, genießt also größtmögliche Planungssicherheit. Schließlich weiß er heute schon, mit welcher Summe er zu Rentenbeginn mindestens rechnen kann. Unabhängig davon, wie sich die Kapitalmärkte in den kommenden Jahren entwickeln.

Im Gegenzug muss er sich mit vergleichsweise niedrigen Zinsen begnügen. Das hat auch zur Folge, dass der Vermögensaufbau nur sehr langsam erfolgt. Klassische Zusatzrenten lohnen sich daher, wenn der Vertrag möglichst früh abgeschlossen und bis zum vereinbarten Ende, dem Rentenbeginn des Versicherungsnehmers, bedient wird. Bei einer vorzeitigen Auflösung machen Verbraucher fast immer ein Verlustgeschäft. Aufgrund ihrer Sicherheit schneidet die klassische private Rentenversicherung im Test regelmäßig gut ab, muss mit ihrer langfristigen Perspektive jedoch zum Anleger passen.

Die renditestarke Variante

Als riskantere, aber ungleich renditestärkere Variante gilt die fondsgebundene Rentenversicherung. Auch hier zahlt das Mitglied einen monatlichen Beitrag, der vom Versicherungsunternehmen angelegt wird. Ist das Rentenalter erreicht, kann der Versicherte entscheiden, ob er das angesparte Vermögen als monatliche Rente oder als Einmalbetrag erhalten möchte. Der Unterschied zur klassischen Zusatzrente liegt im Detail, genauer in der Anlageform. Schließlich werden die Monatsprämien in Investmentfonds angelegt. Je nach Anbieter können Kunden hier zwischen reinen Aktienfonds, die als besonders riskant aber auch als lukrativ gelten, und risikoarmen, festverzinslichen Rentenpapieren wählen.

Auch hier gibt es Policen mit Beitragssicherheit, die dem Versicherungsnehmer zumindest garantieren, dass er das eingezahlte Guthaben in jedem Fall zurückerhält. Darüber hinaus gibt es Modelle, in denen der Versicherungsnehmer auf die Beitragsgarantie verzichtet. Er geht also das Risiko ein, bei Rentenbeginn weniger Vermögen zurückzuerhalten, als er eingezahlt hat. Im Gegenzug erhält er höhere Zinsen und hat ein weit höheres Gewinnpotenzial als Inhaber einer klassischen Rentenpolice. Die meisten Vergleichsseiten küren daher auch einen Testsieger in jeder Anlageform. Dass eine klassische private Rentenversicherung im Test positiv bewertet wird, heißt also nicht, dass sie der riskanten, fondsgebundenen Police überlegen wäre.

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