Rente Beantragen

Rente beantragen - So geht's

Mit der Rente beginnt für viele Menschen ein ganz neuer Lebensabschnitt. Viel mehr Zeit für sich selbst und die Familie, Entspannung und vor allem Ruhe wünschen sich die meisten, die das Rentenalter erreicht haben. Die finanzielle Absicherung für den Ruhestand kommt bei der Mehrheit aller Rentner von der gesetzlichen Rentenversicherung. Aber wie stellt man einen Rentenantrag richtig?

Rentenkonto überprüfen

Rentenversicherung

Die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Rentenantrag ist, dass der Antragsteller das erforderliche Rentenalter erreicht hat. Außerdem sollte das Rentenkonto geklärt sein. Das Rentenkonto zeigt alle Lebensabschnitte auf, in denen in die Rentenkasse eingezahlt wurde. Das sind nicht nur Zeiten, die man in einem Angestelltenverhältnis verbracht hat, sondern auch Mutterschaft oder das erste Jahr einer möglichen Arbeitslosigkeit. Das Rentenkonto kann schon vor dem Stellen des Antrags auf Lücken überprüft werden, die Zusendung kann man formlos bei den Rentenversicherungsträgern beantragen. Bei Stadt- oder Gemeindeverwaltung können dann Nachweise und Kopien zur Klärung des Rentenkontos eingereicht werden.

Rente beantragen - Zuhause, online oder mit Beratung

Wer seine Rente beantragen möchte, der kann dies mittlerweile auf drei Wegen tun. Das klassische Formular in Papierform wird zu Hause ausgefüllt und dann unterschrieben an den Versicherungsträger geschickt. Die entsprechenden Formulare sind auch im Internet zum Download verfügbar. Ohne Unterschrift geht aber auch hier nichts, und so muss bei Online-Beantragung zusätzlich ein Unterschriftsblatt verschickt werden. Wer sich unsicher ist, der kann seinen Antrag auch persönlich bei seinem Versicherungsträger ausfüllen. Die meisten Städte und Gemeinden haben mittlerweile offene Sprechtage oder Beratungsstellen für alle Fragen rund um die Rente. Für einen erfolgreichen Antrag benötigen die Rententräger einiges an Nachweisen. Es ist ratsam schon vor Antragstellung alle wichtigen Papiere des Arbeitslebens, wie Zeugnisse, Lohnbescheinigungen, Bescheinigungen der Krankenkasse oder des Arbeitsamtes, aber auch Geburtsurkunden und Nachweise über Auslandsaufenthalte parat zu haben. Außerdem wird auch der momentane Status des Antragstellers überprüft. Neben Personalausweis sollte man seine Krankenversicherung nachweisen können, eventuelle Schwerbehinderungen und Nachweise über aktuelle Bezüge von weiteren Leistungen oder Versorgungsbezügen wie Witwenrente, Zusatzrenten, Pensionen oder Betriebsrenten. Übrigens kann die Antragstellung auch von einem Familienmitglied oder anderen Personen übernommen werden. Dafür muss eine Vollmacht bei dem zuständigen Träger eingereicht werden. Dieser wendet sich dann über den gesamten Zeitraum der Bearbeitung nur noch an den Bevollmächtigten.

Rechtzeitig die Rente beantragen

Die Zeit der Antragstellung ist auch das Datum, ab welchem die bewilligte Rente gezahlt wird. Um zu vermeiden, dass Lücken zwischen dem letzten Einkommen und der Zahlung der Rente entstehen, sollte der Antrag drei Monate im Voraus gestellt werden, früher gestellte Anträge führen meist zu Verzögerungen im System und somit zu einer längeren Bearbeitungsdauer. Wer sich zur Zeit der Antragstellung noch in einem Arbeitsverhältnis befindet, kann seinen Arbeitgeber um eine Bescheinigung über den voraussichtlichen Lohn bitten. Einen Vordruck dafür erhält man schon bei Beantragung der Rente. Auch für Krankengeld oder andere Entgeltersatzleistungen stellen die zahlenden Stellen eine solche Bescheinigung gerne aus. Wer im Ausland gelebt und gearbeitet hat, der muss sich länderspezifisch informieren, wie diese Zeiten gehandhabt werden. Innerhalb der Europäischen Union gilt der in Deutschland gestellte Rentenantrag auch für die ausländische Rente, wer allerdings außerhalb der EU gearbeitet und somit Anspruch auf dortige Renten hat, der muss in diesem Land einen zusätzlichen Rentenantrag stellen.

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