Rente Berechnen

Die gesetzliche Rentenhöhe berechnen

Jeder Arbeitnehmer hat die Möglichkeit, die Höhe und den Zeitpunkt der Rente zu berechnen, die er mit Erreichen der Altersgrenze beziehen wird. Wer sich die Frage stellt: "Wird meine Rente einst ausreichen, um meinen Lebensstandard zu halten", sollte sich rechtzeitig um die Berechnung kümmern. Die Rentenauskunft der Rentenversicherung allein gibt kein ganz genaues Bild von der finanziellen Situation im Alter. Dort erfährt der Betroffene zwar, wie viel Rente er bisher erarbeitet hat und wie hoch sie unter gleichbleibenden Bedingungen bleiben wird. Nicht berücksichtigt wird dabei aber, dass auch Renten steuerpflichtig sein können, wenn sie festgelegte Grenzen überschreiten.

Zudem erhalten nur ältere Versicherte in mehrjährigen Abständen eine Auskunft über die bereits erarbeitete Rente.

Rentenberechnung aus Eckpunkten und Beitragshöhe

Rentenversicherung

Um die Rente zu berechnen, werden die sogenannten Eckpunkte als Grundlage herangezogen. Für jedes volle Arbeitsjahr, für das der zukünftige Rentner ein durchschnittliches Arbeitseinkommen erzielt hat, bekommt er einen Eckpunkt gut geschrieben. Auch Kindererziehungszeiten werden nach diesem System berechnet. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Rentenversicherungsbeitrag, der jeden Monat auf das Rentenkonto eingezahlt wird. Für den Laien ist es nicht einfach, die Rente zu berechnen, da häufig die Arbeitseinkommen höher oder niedriger ausfallen als das Durchschnittseinkommen. Auch haben immer mehr Menschen Rentenlücken durch Arbeitslosigkeit oder andere Lebensereignisse, in der sie keinen Rentenbeitrag entrichten konnten.

Ab dem Alter von 50 Jahren bekommt jeder Rentenversicherte von der Deutschen Rentenversicherung eine Mitteilung über den Stand der Rente. Die Rentenkonten werden fortlaufend weitergeführt. Das passiert ganz automatisch durch die Meldung der Arbeitgeber und der Krankenkassen an die Bundesversicherungsanstalt. Der Arbeitnehmer kann anhand der Daten ersehen, wie hoch seine Rente voraussichtlich sein wird. Sind im Rentenkonto Lücken, kann der Versicherte diese mit einem Fragebogen zur Kontenklärung schließen. Dass es sich bei den genannten Rentensätzen um Bruttorenten handelt, sollte dem Versicherten klar sein. Falls die Rente gewisse Einkommensgrenzen überschreitet, muss er darauf Steuern zahlen. Diese Rentenbesteuerung wird ihm später bei der Deckung seiner Lebenshaltungskosten fehlen.

Die Höhe der Rente online ausrechnen

Wer sich genau über die zukünftige Rentenhöhe informieren möchte, kann online die Rente berechnen lassen. Ein Formular dafür findet sich auf den Seiten von Rentenrechnern. Aber auch die Bundesrentenversicherung selbst bietet die Möglichkeit, die zukünftige Rente berechnen zu lassen. Dabei geht es nicht nur die Rentenhöhe, sondern auch der Rentenbeginn lässt sich herausfinden. Das ist sinnvoll, da durch eine Gesetzesänderung der Beginn des Rentenanspruches vom Jahr der Geburt abhängt. Während ältere Angestellte mit 65 in Rente gehen können, müssen jüngere warten, bis sie 67 Jahre alt sind.

Auf dem Formular werden zunächst Angaben zum Geburtsdatum und Geschlecht, sowie zu einer eventuellen Schwerbehinderung benötigt. Weiterhin muss eingegeben werden, ob sich die Anfrage auf eine normale Regelaltersrente, eine Altersrente für langjährig Versicherte oder um eine Rente für Hinterbliebene handelt. Wer bereits eine Renteninformation von der Rentenversicherungsanstalt erhalten hat, kann verschiedene Daten wie Kindererziehungszeiten daraus in den Rechner eingeben. Aus den Informationen und mithilfe der Formel für die Rentenerrechnung stellt der Rentenberechner das Ergebnis zusammen. Gleichzeitig informiert er darüber, wann der Bezug der Altersrente beginnt.

Finanzielle Vorsorge für das Alter

Wer sich rechtzeitig über seine Rentenansprüche informiert, kann besser vorsorgen. Er kann Entscheidungen treffen wie Lebensversicherung oder Riester ja oder nein, oder ob ein Sparvertrag sinnvoller ist. Wer nur auf die gesetzliche Rente angewiesen ist, kann seinen Lebensstandard im Alter nicht halten. Bei Scheidung werden die Rentenansprüche oftmals noch sehr viel geringer, da der Besserverdienende sie mit dem ehemaligen Partner teilen muss. Mit der richtigen Vorsorge lassen sich Versorgungslücken durch geringe Rente auffangen, sodass der Versicherte einem unbeschwerten Lebensabend ohne finanzielle Sorgen entgegengesehen kann. Je eher die Rentenberechnung erfolgt, desto einfacher ist es, für eine gute Finanzlage im Alter zu sorgen.

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