Rente Steuer

Steuerberechnung der Renten

Mit dem Eintritt in den Ruhestand beginnt für viele Rentner ein neuer Lebensabschnitt. An die Steuer, Grundfreibeträge und Steuersätze denken viele nicht. Doch auch auf Rente wird Steuer erhoben. Im Jahr 2005 wurde das Alterseinkünftegesetz verabschiedet, welches die Rentenbesteuerung grundlegend verändert hat. Doch was muss man eigentlich versteuern und wie viel Rente bleibt mir wirklich?

Rentenversicherung

Rente und Steuer - Auf das Alter kommt es an

Das Renteneintrittsalter ist einer der größten Faktoren bei der Rentenbesteuerung. Ab 2005 trat eine neue Regelung in Kraft, in welcher genau festgelegt ist, wie viel Rente zu versteuern ist, abhängig von dem Jahr des Renteneintritts. Wer im Jahr 2005 in Rente gegangen ist, der versteuert lediglich die Hälfte seiner Rente, die anderen 50 Prozent sind der sogenannte Rentenfreibetrag, diese werden nicht versteuert. Dieser Rentenfreibetrag wird nun jährlich um zwei Prozentpunkte abgesenkt. Wer also im Jahr 2006 in den Ruhestand geht, der versteuert 52 Prozent seiner Rente, denn der Rentenfreibetrag beträgt nur noch 48 Prozent. Bis ins Jahr 2020 vermindert er sich so auf 20 Prozent. Ab 2020 reduziert sich der Freibetrag jährlich um nur noch einen Prozentpunkt bis im Jahr 2040 jede Rente voll versteuert wird. Wichtig zu wissen: Der Rentenfreibetrag wird für die Dauer der gesamten Rente festgelegt. Geht man also 2015 in den Ruhestand, bestimmt die Tabelle einen Freibetrag von 30 Prozent, der für den gesamten Bezugszeitraum gilt. Allerdings behält sich die Bundesregierung Änderung in Zukunft immer vor. Rentenrechner online können eine grobe Prognose bezüglich der Höhe der Rente ausgeben.

Für welche Rente gilt die Steuerpflicht?

Immer wieder wird die Wichtigkeit von privater Vorsorge betont, und so haben viele Arbeitnehmer heute, zusätzlich zur gesetzlichen Rentenversicherung - Zusatzversicherungen wie die "Riester-Rente" abgeschlossen. Doch auch auf diese Rente wird Steuer erhoben - wie auf fast jede Art von Zusatzrente. Auch Waisenrenten, die Witwenrente und Bezüge aus anderen Rentensystemen sind steuerpflichtig. Egal welche Zusatzrente bezogen wird: Die Bezüge werden auf die gesetzliche Altersrente hinzugerechnet und dann der Rentenfreibetrag angewandt. Es gibt allerdings auch Rentenbezüge, die in Ihrer Steuererklärung nicht berücksichtigt werden müssen. Unfallversicherungsrenten, wenn Sie zum Beispiel durch einen Arbeitsunfall nicht mehr arbeitsfähig sind, müssen nicht versteuert werden. Auch Schadensersatzrenten, zum Beispiel bei Ärztepfusch, und Schmerzensgeldrenten sind steuerfrei. Viele Menschen erhalten trotz eines langen Arbeitslebens nur eine kleine Rente. Diese Menschen erhalten eine Grundsicherungsrente - auch diese ist keine steuerpflichtige Rente. Steuerfreie Rentenbezüge sind auch Lotterierenten oder die Conterganrente.

Wie hoch sind die Steuersätze für die Rente?

Die Rente wird ebenso hoch oder niedrig besteuert wie anderes Einkommen, die Steuerberechnung berücksichtigt aber zusätzlich die Rentenfreibeträge. Der in Deutschland angewandte progressive Steuersatz stellt dabei sicher, dass Menschen mit mehr Einkommen auch mehr Steuern zahlen. Bis zu einem jährlichen Einkommen von 8.354 Euro ist jegliches Einkommen steuerfrei. Bis zu einem Einkommen von 13.469 Euro zahlt man einen verminderten Steuersatz von 7,2 Prozent. Von 13.470 Euro bis rund 52.000 Euro Jahreseinkommen zahlt man 7,2 bis 26,5 Prozent Einkommensteuer. Der Spitzensteuersatz von 45 Prozent wird auf Einkommen ab rund 250.000 Euro angewandt. Für Ehepaare gelten die doppelten Beträge. Steuerrechner gibt es sowohl online als auch als Programme für den PC. Hier erfährt man genaue Sätze und mögliche, nutzbare Steuererleichterungen. (Stand 2014)

Steuer- und Rentenfreibeträge

Neben den bis 2040 angewandten Rentenfreibeträgen, gilt auch für Renten die Anwendung von Steuerfreibeträgen. Nach Abzug des Freibetrags wird der Steuerfreibetrag angewandt. Dieser beträgt für Singles jährlich 8.354 Euro, für Ehepaare gilt der doppelte Betrag. Was dann noch übrig bleibt, ist der zu versteuernde Betrag. Ein Rentner, der im Jahr 2015 in Rente geht und jährlich 18000 Euro Rente erhält, bekommt einen Rentenfreibetrag von 30 Prozent zugesprochen, das sind 6000 Euro, die nicht versteuert werden. Dann wird der steuerliche Grundfreibetrag von 8.354 Euro abgezogen: Übrig bleiben runde 3.600 Euro, die versteuert werden müssen und als Steueranteil gelten. Im Netz finden sich viele Rechner, mit denen man seine Steuerbelastung grob errechnen lassen kann.

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