Renten

Rechtzeitig an die Rente denken

Die Renten sind ein Teil des Sozialsystems, mit denen die Menschen, die nicht in der Lage sind, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften, finanziell abgesichert werden. Dazu gehören das Alter oder die Erwerbsunfähigkeit, wenn also jemand aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten kann. Eine Rente steht jedem Arbeitnehmer zu, der eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ausgeübt hat, während der Beiträge an die Rentenkassen gezahlt wurden. Die Beiträge setzen sich aus Anteilen, die der Arbeitgeber abführt, und aus Lohnabzügen vom Gehalt des Arbeitnehmers zusammen. Aufgrund der unterschiedlichen Beitragshöhen ergeben sich für Rentner unterschiedlich hohe Rentenzahlungen.

Wer viel verdient und lange gearbeitet hat, bekommt automatisch eine höhere Rente.

Rente bei Erreichen der Altersgrenze

Rentenversicherung

Gezahlt werden die Renten aus der Rentenversicherung, die bisher auf dem sogenannten Generationenvertrag beruhte. Das bedeutete, dass junge, arbeitsfähige Arbeitnehmer Beiträge leisten und die älteren oder erkrankten Menschen die monatliche Rente ausgezahlt bekommen. Aufgrund der demografischen Entwicklung, nach der immer mehr ältere Menschen in Rente gehen und immer weniger junge Menschen arbeiten und Beiträge zahlen, wurden immer wieder neue gesetzliche Regelungen geschaffen. Damit wird dafür gesorgt, dass das Rentensystem stabil bleibt.

Wer wie viel Rente erhält, stellt die Rentenkasse anhand ihrer Unterlagen fest. Sie zieht dazu die gemeldeten Beitragszahlungen sowie Ausfälle durch Krankheiten, Arbeitslosigkeit, Mutterschutz oder Pflegetätigkeit bei Angehörigen heran. Mit diesen Daten werden sogenannte Rentenpunkte errechnet, die letztlich die Höhe der Rente bestimmen. Um die Altersrente oder eine vorgezogene Rente ausgezahlt zu bekommen, muss ein Antrag gestellt werden. Hat ein Arbeitnehmer die gesetzliche Altersgrenze erreicht, wird der Antrag generell bewilligt. Auch bei Witwen- oder Witwerrenten besteht ein Anspruch auf Rentenzahlungen.

Stirbt ein Ehepartner, so hat der Hinterbliebene die Möglichkeit, eine Rente zu beziehen. Damit soll sichergestellt werden, dass auch ohne das Arbeitseinkommen des verstorbenen Partners eine finanzielle Sicherheit geschaffen wird. Allerdings wird die Witwenrente nur in einem erheblichen geringeren Umfang gezahlt. Für Frauen, die selbst nicht berufstätig waren, kann dadurch eine echte Notlage eintreten. Problematisch wird es auch dann, wenn ein Arbeitnehmer nicht mehr arbeiten kann, weil er durch Unfall oder Krankheit beeinträchtigt ist. In diesem Fall wird eine Erwerbsunfähigkeitsrente gezahlt. Diese wird jedoch nur auf Antrag und eine umfassende Prüfung bewilligt.

Rente für Waisen oder bei Erwerbsunfähigkeit

Eine Sonderform der Rente ist die Waisenrente. Sie wird Kindern gezahlt, deren Elternteile verstorben sind. Sie dienen der Erziehung und Versorgung der Kinder und stellen sicher, dass wenigstens die finanzielle Situation geklärt ist. Gerade dann, wenn der Hauptverdiener nicht mehr für den Unterhalt sorgen kann, hilft die Waisenrente mit monatlichen Zahlungen. Diese sind jedoch selten ausreichend, sodass Eltern nur empfohlen werden kann, rechtzeitig eine Lebensversicherung abzuschließen, die die Hinterbliebenen im schlimmsten Fall absichert.

Die Erwerbsunfähigkeitsrente ist in den allermeisten Fällen so niedrig, dass der Betroffene damit kaum seine täglichen Kosten decken kann. Wer nicht beizeiten vorgesorgt hat und eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen oder Vermögen aufgebaut hat, gerät schnell in finanzielle Schwierigkeiten. Es ist deshalb nicht sinnvoll, nur auf die Zahlung der Renten zu vertrauen, sondern schon in jungen Jahren an das Alter oder Erwerbsunfähigkeitszeiten zu denken. Zur Absicherung dienen auch Renten, die als Betriebsrenten aufgebaut werden. In diesem Fall zahlt der Arbeitgeber für seine Mitarbeiter in einen besonderen Rentenfonds ein, der dem Arbeitnehmer nach Erreichen der Altersgrenze eine entsprechende Rente zahlt. Diese wird zusätzlich zur gesetzlichen Rente gezahlt und kann einige finanzielle Einbußen abfedern.

In jedem Fall ist es ratsam, sich rechtzeitig mit dem Thema Renten vertraut zu machen. Eine Rentenauskunft bei der Rentenversicherung zeigt, wie hoch die zu erwartenden Zahlungen später einmal sein werden. Hierbei lässt auch gleich feststellen, ob Rentenlücken bestehen, weil der Rentenversicherung verschiedene Angaben nicht vorliegen. Sie wird dann eine Kontenklärung durchführen. Der Betroffene erhält ein Formular, mit dem er entsprechende Angaben nachreichen kann. Auch Rentenrechner im Internet helfen dabei, wie viel Rente später erwartet werden kann.

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