Rentenauskunft

Auskunft von der Rentenversicherung

Eine Rentenauskunft kann jeder Versicherte beantragen, der durch seine Berufstätigkeit Beiträge zu den Deutschen Rentenversicherungen eingezahlt hat. Dazu zählen die Arbeitnehmeranteile ebenso wie die Arbeitgeberbeiträge. Wer wissen möchte, wie hoch seine Rentenbezüge bei Erreichen der Altersgrenze sein werden oder wie viel Beiträge ihm noch bis zum Anspruch auf eine vorzeitige Rente fehlen, stellt bei der Rentenversicherung des Bundes einen entsprechenden Antrag. Dies kann formlos per Brief geschehen. Aber auch im Internet hält die Bundesversicherungsanstalt entsprechende Vordrucke bereit, mit denen er die Auskunft online anfordern kann.

Er benötigt dazu neben den persönlichen Angaben seine Rentenversicherungsnummer, die er beim Eintritt in das Erwerbsleben erhalten hat. Auch auf der Gehaltsabrechnung ist die Rentenversicherungsnummer in der Regel zu finden.

Auskunft über die zukünftige Rente einholen

Rentenversicherung

Alle Anspruchsberechtigten, die älter als 55 Jahre sind, brauchen keine Rentenauskunft zu beantragen. Sie werden alle drei Jahre automatisch durch die Bundesrentenversicherung über die voraussichtliche Rentenhöhe und das Datum, ab dem sie in voller Höhe gezahlt wird, informiert. Treten innerhalb der Dreijahresfrist entscheidende Änderungen ein, etwa durch Scheidung oder Erwerbsunfähigkeit, kann der zukünftige Rentner auch zwischendurch eine Auskunft beantragen. Dazu bekommt der Antragsteller ein mehrseitiges Schreiben, in dem alle relevanten Angaben enthalten sind. Neben dem aktuellen Stand der zukünftigen Rente wird auch eine Abschätzung über die mögliche spätere Höhe abgegeben. Sie richtet sich nach den zu erwartenden Rentenerhöhungen in der Zukunft. Die wichtigste Angabe ist die Zahl der Rentenpunkte, die zum Zeitpunkt der Anfrage erarbeitet wurden. Sie sind die Basis, auf der die Rentenhöhe errechnet wird.

Zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine vollständige Rentenauskunft gehört ein vollständiges Rentenkonto. Hat ein Arbeitnehmer längere Zeiten der Nichtbeschäftigung, bei denen auch kein Arbeitslosengeld oder eine vergleichbare Leistung gezahlt wurden, wird er vorab von der Rentenversicherung aufgefordert, ungeklärte Zeiten zu erläutern und entsprechende Unterlagen beizufügen. Das können die Zeiten der Berufsausbildung sein, die vor dem 18. Lebensjahr angetreten wurde, oder andere Fälle. Für den Versicherten ist es sinnvoll, solche Rentenlücken zu klären, da sich das auf die spätere Rentenhöhe auswirkt.

Rentenlücken klären

Bei Rentenlücken erhält der Antragsteller zunächst eine sogenannte Kontenklärung, die er innerhalb einer gesetzten Frist auszufüllen und an die Versicherung zurückzuschicken hat. Ist das Rentenkonto nicht lückenlos geklärt, erhält der Betroffene zwar auch eine Auskunft, die aber dann nur eine angenäherte zukünftige Rentenhöhe enthält. Zeiten der Arbeitslosigkeit, des Hartz IV-Bezugs, Mutterschaftszeiten oder Pflegezeiten werden den Rentenversicherungen automatisch von den Ämtern oder Krankenkassen mitgeteilt. Hier muss der Antragsteller nur überprüfen, ob die berücksichtigten Zeiten korrekt angegeben wurden.

Die Einholung einer Rentenauskunft ist immer dann sinnvoll, wenn sich der zukünftige Rentner Fragen wie die folgenden stellt: Wie hoch ist meine Rente zum jetzigen Zeitpunkt? Wie groß ist meine Versorgungslücke, wenn ich das Renteneintrittsalter erreicht habe? Wann kann ich genau in Rente gehen? Ab wann steht mir eine Erwerbsunfähigkeitsrente zu? Gerade in jungen Jahren lässt sich so für das Alter sehr viel besser vorsorgen. Wer feststellt, dass die zu erwartende Rente nicht ausreichen wird, um den bisherigen Lebensstandard zu halten, kann sich dann um die finanzielle Versorgung im Alter kümmern. Durch den Abschluss von Sparverträgen, den Erwerb von Immobilien oder durch das erfolgreiche Handeln mit Aktien lässt sich so manche finanzielle Lücke schließen. Damit braucht der Betroffene im Alter nicht auf seinen gewohnten Lebensstandard zu verzichten.

Für das Alter vorsorgen

Die rechtzeitige Einholung einer Aufkunft auch schon vor einem Lebensalter von 55 Jahren ist also stets ratsam. Wer wartet, bis die Rentenversicherungsanstalt von selbst tätig wird, hat keine Nachteile zu erwarten, da er Rentenlücken auch später noch klären kann. Für die finanzielle Vorsorge im Alter kann es dann allerdings schon zu spät sein. Es spricht also alles dafür, rechtzeitig einen Antrag auf eine Rentenauskunft zu stellen, zumal für die Auskunft keine Kosten entstehen.

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