Rentenfonds

Rentenfonds - die Details sind wichtig

Auch wenn Rentenfonds grundsätzlich als relativ sichere Geldanlagen mit einer niedrigeren Rendite, als sie zum Beispiel bei Aktienfonds erreicht werden könnte, eingestuft werden, gibt es doch erhebliche Unterschiede am Markt. Die Risikoabstufungen sollten bei der Auswahl also nicht außer Acht gelassen werden. Verschiedene Schwerpunkte und Laufzeiten Generell investieren Rentenfonds in festverzinsliche Wertpapiere, wie zum Beispiel Unternehmens- oder Staatsanleihen. Die Gewinne resultieren dann aus den Zinsgutschriften, den Kursgewinnen und dem Handel mit diesen Papieren. Einige Fonds spezialisieren sich aber auch auf Währungen, so dass zwar die Renditechancen steigen, aber damit eben auch das Risiko weniger kalkulierbar wird.

Es ist also schon bei der Auswahl der Anlageschwerpunkte darauf zu achten, dass die erreichte Risikoklasse zum eigenen Profil und Anlageziel passt.

Investmentfonds auswählen und vergleichen

Abhängig von der politischen und wirtschaftlichen Situation können Rentenfonds entweder auf spezielle Unternehmen oder auf die Staatsanleihen bestimmter Länder zugeschnitten werden. So zahlen die Unternehmen mit sehr guter Bonität niedrigere Zinsen als Unternehmen mit schlechterer Bonität. Ein höheres Risiko wird also immer mit höheren Erträgen vergütet. Ebenso verhält es sich mit Staatsanleihen, die zum Beispiel für Deutschland bedeutend niedriger verzinst werden als für die sogenannten Schwellenländer. Ein Rentenfonds kann nun entweder eine gute Mischung bewerkstelligen, um die Renditechancen zu verbessern, ohne das Risiko entschieden zu vergrößern, oder sich auf einzelne Bereiche spezialisieren.

Sogenannte grüne oder Ethikfonds wiederum wählen nur Anleihen von Ländern, die eine saubere Öko-Bilanz aufweisen, wie zum Beispiel einige skandinavische Staaten, oder sie prüfen die Unternehmen, deren Anleihen sie kaufen, auf ihre ökologische, soziale und ethische Ausrichtung. Die Kriterien dieser Umwelt- oder Ethikfonds sind äußerst streng und gelten immer mehr als Maßstab für die Wirtschaft. Anleger haben erkannt, dass sie mit ihren Investments die Unternehmensphilosophie durchaus beeinflussen können und prägen mit ihrem Anlageverhalten somit auch die Wirtschaft.

Chancen für Rentenfonds

Insbesondere für lange Laufzeiten und damit für die Altersversorgung eignen sich die auf festverzinsliche Wertpapiere ausgerichteten Fonds, die zwar nicht die üppigen Renditen, dafür aber relative Sicherheit bieten. Natürlich ist das Potenzial dieser Fonds immer abhängig vom allgemeinen Zinsniveau, dem geldpolitischen Umfeld, der wirtschaftlichen Entwicklung und ebenso dem Anlagegeschick der Fondsgesellschaften. Konnten beispielsweise im Zuge der Finanzkrise 2009 mit einem Investment in Unternehmensanleihen sehr interessante Renditen erwirtschaftet werden, dürfte die lukrative Wiederanlage der auslaufenden Papiere wegen der einsetzenden Niedrigzinsphase in den Folgejahren erheblich schwieriger sein.

So zeigte sich insbesondere im Jahr 2013, dass auch Rentenfonds negative Wertentwicklungen durchmachen können. Das Zusammenspiel verschiedener Faktoren, wie zum Beispiel geldpolitische Maßnahmen der Notenbanken, kann den Anleihe-Markt für die betreffende Region durchaus verzerren. Gut nachzuvollziehen ist dies am Beispiel der USA, deren Notenbank über viele Monate massive Anleihe-Käufe zur Unterstützung des Wirtschaftswachstums durchgeführt hat. Die zu erwartende wirtschaftliche Entwicklung lässt sich dabei immer an der Zinsentwicklung bei den Staatsanleihen ablesen. Steigen die Zinsen, weil die Nachfrage nachlässt, ist ein Wachstumsschub zu erwarten. Im Umkehrschluss bedeuten fallende Zinsen, dass die festverzinslichen Wertpapiere den Aktien vorgezogen werden, weil das Wirtschaftswachstum nicht den Erwartungen entspricht. Für die Fondsgesellschaften stellen diese Markteingriffe deswegen besondere Herausforderungen dar. Nicht zuletzt das Entstehen von Blasen in den verschiedenen Märkten löst immer wieder starke Korrekturen aus, die sich nur begrenzt vorhersehen lassen.

Allerdings sind die langlaufenden Fonds davon weniger betroffen, da die Entwicklung über einen größeren Zeitraum betrachtet werden muss. Als wichtigste Kriterien bei der Auswahl eines Produktes sollte also zum einen die genaue Ausrichtung des Fonds, wie zum Beispiel auf die Staatsanleihen bestimmter Länder, und zum anderen die Gebührenstruktur der Fondsgesellschaft herangezogen werden. Schließlich müssen die relativ niedrigen Renditen die Kosten zunächst ausgleichen.

Fazit - Rentenfonds

Diese Anlage in festverzinslichen Wertpapieren kann durchaus unterschiedliche Risiken bergen. Werden Währungen bevorzugt, unterliegt das Investment immer einem speziellen Währungsrisiko. Bei Unternehmensanleihen spielen die Bonität, die Innovationskraft und die Perspektiven die wichtigsten Rollen. Staatsanleihen wiederum sind zwar generell sicher, allerdings hat die Staatsschuldenkrise in Europa gezeigt, dass auch diese Anlagen wackeln können. Grundsätzlich gilt, dass die höheren Zinsen für ein größeres Risiko gezahlt werden. Anleger können also verschiedene Wichtungen bei der Auswahl der geeigneten Fonds vornehmen, um die zur eigenen Risikostruktur passenden Instrumente zu finden. Natürlich sollte auch die Kostenstruktur eine Rolle spielen, denn ein Gewinn lässt sich erst realisieren, wenn alle Kosten bestritten sind.

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