Rentenversicherung Vergleich

Private Rentenversicherungen im Test

Da die staatliche Rentenversicherung für ein Leben im Alter ohne Einbußen am Lebensstandard kaum ausreicht, spielt die private Vorsorge eine immer wichtigere Rolle. Dabei setzen viele Interessenten auf die private Rentenversicherung, die auch bei der Steuer gewisse Vorteile bietet. Eine private Rentenversicherung ist eine Versicherung auf das Leben der zu versichernden Person, die ab einem vertraglich vereinbarten Zeitpunkt eine lebenslange oder auf einen begrenzten Zeitraum limitierte Leibrente ausgezahlt bekommt. Da die Leistungen der einzelnen Anbieter stark differieren kann, lohnt sich in der privaten Rentenversicherung ein Vergleich der einzelnen Offerten. Dabei sind die Rankinglisten der Stiftung Warentest und der Wirtschaftspresse ein wertvoller Anhaltspunkt.

Beim Vergleich der Angebote privater Rentenversicherungen können Sie die Vergleichsrechner nutzen, die online in großer Zahl verfügbar sind. Ein solcher Vergleich ist allerdings nur dann aussagefähig, wenn die verwendeten Daten und die vertraglichen Leistungen identisch sind.

Rentenversicherung

Die meisten Anbieter haben unterschiedliche Rentensysteme im Angebot. Stark verbreitet ist die aufgeschobene Rente, bei der der Kunde mit meist monatlichen Raten über Jahre ein Versicherungsguthaben anspart, das dann zu einem bestimmten Endalter der versicherten Person zur Auszahlung fällig wird. Es besteht dann meist ein Wahlrecht zwischen einer Auszahlung in einem Kapitalbetrag oder in Form einer meist lebenslangen Leibrente. Möglich ist auch eine Gestaltung, bei der das Versicherungskapital in Form einer Einmalzahlung aufgebracht wird. In diesem Fall besteht die Versicherungsleistung meist aus einer Sofortrente. Dabei beginnt die Rentenzahlung regelmäßig mit dem mit dem Ablauf des auf die Kapitaleinzahlung folgenden Monats oder Jahres, wenn nicht ausdrücklich eine längere Aufschubzeit vereinbart wird. Falls Sie die Angebote der einzelnen Versicherer auf dem Gebiet der Rentenvorsorge vergleichen möchten, müssen Sie stets danach unterscheiden, ob es sich um eine klassische oder um eine fondsgebundene Rentenversicherung handelt. Bei der traditionellen Rentenversicherung erfolgt die Anlage des Sparanteils der Prämie weit überwiegend in festverzinslichen Wertpapieren, während bei der Fondspolice das anlegbare Geld in Investmentfonds fließt, die von einer Fondsgesellschaft (Kapitalanlagegesellschaft) verwaltet werden.

Die wichtigsten Kriterien beim Leistungsvergleich

Wenn Sie die Leistungen einer privaten Rentenversicherung einen Vergleich anstellen möchten, können Sie dies unter Verwendung eines Vergleichsrechners selbst tun. Zur Herstellung einer vollen Vergleichbarkeit der Angebote müssen Sie zunächst definieren, wie lange Sie welche Monatsrate ansparen wollen bzw. wie hoch Ihre einmalige Zahlung ist. Ferner ist eine Angabe dazu erforderlich, wann die Auszahlung des Vorsorgekapitals (monatliche oder jährliche Rente) beginnen soll und wie hoch das Lebensalter der versicherten Person bei Auszahlungsbeginn ist. Desweiteren ist die Angabe des Geburtsdatums, des Familienstands und der Zahl der Kinder gewünscht. Meist wird zusätzlich noch der Berufsstatus abgefragt. Bei aufgeschobenen Renten wird meistens die Vollendung des 60. oder 65. Lebensjahres angenommen. Dies ist auch unter steuerlichen Aspekten interessant, da Leibrenten nur mit dem Ertragsanteil versteuert werden müssen, der beim 60. Lebensjahr 22 % und beim 65. Lebensjahr 18 % der Auszahlsumme ausmacht.

Da eine private Rentenversicherung einen Vergleich nur dann unverfälscht zulässt, wenn keine ergebnismindernden Zusatzklauseln der Vertrag belasten, erhalten Sie vergleichbare Daten über die Höhe der garantierten Rentenhöhe und einer eventuell höheren unverbindlichen Ablaufprognose nur, wenn das Klauselwerk der einzelnen in den Vergleich einbezogenen Offerten absolut identisch ist. Dabei kann auch derselbe Anbieter nebeneinander mehrere Tarife mit unterschiedlichem Leistungsniveau im Programm haben. Ertragsmindernd ist die Vereinbarung einer Rentengarantiezeit von meist fünf oder zehn Jahren. Hier wird die vereinbarte Leibrente oder ein entsprechender Abfindungsbetrag bei Ableben des Versicherten im Garantiezeitraum an die Bezugsberechtigten oder Erben weitergezahlt. Dabei fällt eine die Sparleistung mindernde Risikoprämie an. Ähnliches gilt für Verträge, die eine Beitragsrückgewähr bei vorzeitigem Tod des Versicherten in der Aufschubzeit oder vor Erreichen der eingezahlten Prämienhöhe vorsehen. Ebenso leistungsmindernd wirkt der Einschluss von Risikoverträgen, beispielsweise einer Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung oder einer Unfallversicherung. Gleiches gilt auch bei Vereinbarung einer Hinterbliebenenversorgung (Witwen- oder Waisenrente).

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