Riester Rente Berechnen

Riester-Beitrag: So geht die Berechnung

Wer mit staatlicher Förderung fürs Alter sparen möchte, kann schon im Vorfeld seine Riester Rente berechnen. Vergleichsrechner ermitteln innerhalb weniger Minuten, wie hoch Eigenbeitrag, Zulagen und Steuerersparnisse sind, die sich der Nutzer bei Abschluss einer Police sichern kann. Da es sich bei Riester aber um ein staatlich gefördertes Vorsorgemodell handelt, können sich grundlegende Bedienungen wie etwa die Höhe der Kinderzulage, im Laufe der Zeit ändern. Außerdem fragen viele Vergleichsrechner nur die Eckdaten des Nutzers ab. Vertragliche Details wie Förderdynamik oder mögliche Zuzahlungen werden oft nicht in die Berechnung einbezogen.

Außerdem können Faktoren wie die Wertentwicklung, die sowohl in der Spar- als auch in der Auszahlungsphase eine wichtige Rolle für das Gesamtguthaben spielen, nur geschätzt werden.

Riestern für die Altersrente

Riester-Rente

Generell wird der Abschluss eines Riestervertrages eher jungen Arbeitnehmern mit Kindern empfohlen. Damit sie die volle Riesterförderung erhalten, müssen sie beispielsweise rund 4 Prozent ihres rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens einzahlen. Die Mindesteinzahlung liegt bei 60 Euro. Geringverdiener hingegen, bei denen bereits absehbar ist, dass sie ihre Rente mit staatlicher Hilfe werden aufstocken müssen, sind mit einem Riester-Vertrag eher im Nachteil. Bisher wird die damit erzielte Monatsrente der Grundsicherung im Alter nämlich angerechnet. Vor Beginn der Auszahlung hingegen ist das Guthaben vor jeglichem Zugriff des Staates geschützt und kann weder gepfändet noch auf das ALGII angerechnet werden. Selbstständige können übrigens nicht riestern, für sie wurde die Rüruprente ins Leben gerufen.

Riestersparer können sich ihr Guthaben auch vorzeitig auszahlen lassen. Wer diese Option wählt, muss allerdings sämtliche bereits erhaltenen Zulagen zurückzahlen, die erwirtschafteten Zinsen hingegen verbleiben beim Sparer selbst. Ob sich diese Variante lohnt, hängt daher in erster Linie von der Laufzeit und der Höhe der bisherigen Einzahlungen ab. Versicherungsnehmer, die in finanzielle Schwierigkeiten gelangen, können ihre Riester-Police auch beitragsfrei stellen lassen, womit dann allerdings die Zulagen wegfallen. Ein gangbarer und besserer Weg für Riestersparer in finanziellen Notsituationen ist es meist, den Beitrag auf das absolute Minimum von beispielsweise 5 Euro im Monat zu senken, denn so bleibt der Förderanspruch zumindest teilweise erhalten.

Beitragsrechner mit vielen Extras

Wer seine Riester Rente berechnen will, muss zunächst einen geeigneten Vergleichsrechner finden. Abhängig davon, wie genau das Ergebnis ausfallen soll, haben Internetnutzer die Wahl zwischen relativ einfachen Tools, die nur das absolute Minimum an Daten abfragen und komplexeren Rechnern, die mehr Angaben erlauben. Letztere finden Interessierte zum Beispiel auf den Seiten großer Versicherungsunternehmen, die das entsprechende Sparprodukt natürlich auch selbst anbieten. Zu den grundlegenden Angaben, die der Nutzer liefern muss, gehören Familienstand, Anzahl der Kinder und die Höhe des Bruttoeinkommens aus dem vergangenen Jahr.

Für gewöhnlich wird auch abgefragt, ob die Kinder vor oder nach Beginn des Jahres 2008 geboren sind. Für ein Kind, das vor 2008 Geburtstag feiert, gibt es schließlich rund 185 Euro Zulage. Nachwuchs hingegen, der nach dem 01. Januar 2008 zur Welt kam, wird mit rund 300 Euro jährlich gefördert. Wer einen detaillierten Vergleichsrechner nutzt, um seine Riester Rente zu berechnen, kann außerdem angeben, ob er Guthaben aus einer bereits vorhandenen Riesterpolice auf das neue Konto übertragen oder Sonderzahlungen leisten möchte. Je nach Rechner kann auch die Wertentwicklung in den jeweiligen Vertragsphasen von Einzahlung oder Rentenbezug variiert werden.

Wird das Vergleichstool von einem Versicherungsunternehmen gestellt, ist oft auch die Auswahl spezifischer Vertragsdetails denkbar. Beispielsweise in Form unterschiedlicher Anlagekonzepte, mit denen der Versicherer arbeitet. Anschließend ermittelt der Rechner Eigenanteil, Vorsorgebeitrag, Zulagenhöhe und erwartbare steuerliche Entlastung. Je nach Anbieter wird dem Nutzer auch ein geeignetes Produkt vorgeschlagen, das eine besonders hohe Förderzulage garantieren soll. In jedem Fall aber handelt es sich bei den ermittelten Resultaten um Schätzungen und nicht um verbindliche Angaben. Angehenden Riestersparern sei daher empfohlen, sich vor Abschluss eines Vertrages von einem Experten beraten zu lassen.

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