Riester Zulagen

Riesterrente: Mit Förderung vorsorgen

Der Staat unterstützt die private Altersvorsorge mit Riester Zulagen. Diese sollten sich Anspruchsberechtigte nicht entgehen lassen, insbesondere für Gering- und Durchschnittsverdiener sowie Eltern lohnt es sich. Attraktive staatliche Förderung für Riester-Sparer Auf eine Riesterrente erhalten Vorsorgende eine jährliche staatliche Zulage von mindestens 154 Euro. Diese Unterstützung verzeichnen alle, die zum Kreis der Anspruchsberechtigten zählen und eine bestimmte Eigenleistung erbringen. Zu den Anspruchsberechtigten gehören sämtliche sozialversicherungspflichtige Beschäftigte.

Weitere Gruppen kommen hinzu, etwa Eltern in Kindererziehungszeit, rentenversicherungspflichtige Selbstständige und Bezieher von Arbeitslosengeld. Um die Riester Zulagen beantragen zu können, müssen diese Personen einen zertifizierten Riester-Vertrag abschließen. Dabei handelt es sich um Sparverträge, bei denen sich die Anbieter an verschiedene gesetzliche Vorgaben halten müssen. So müssen sie die Sparbeiträge und die Zuschüsse garantieren.

Riester-Rente

Zudem fordert der Gesetzgeber einen Eigenbetrag des Sparers. Dieser muss insgesamt 4 % seines Brutto-Lohnes einzahlen, um die volle Riester-Zulage in Höhe von 154 Euro zu verbuchen. Dieser Zuschuss fließt aber in die Berechnung ein. Wer beispielsweise 10.000 Euro im Jahr verdient, muss nicht 400 Euro stemmen. Er muss nur 246 Euro überweisen. Dies zeigt, warum sich die Riester-Rente insbesondere für Geringverdiener lohnt. Der Staat trägt in diesem Beispiel 38,5 % der Sparleistungen. Wenn Sparer diese 4 % nicht erreichen, verfällt der Zulagenanspruch nicht komplett. Sie bekommen den Zuschuss aber nur anteilig.

Hohe Zulagen für Kinder

Eltern mit Kinder profitieren von Sonderzulagen. Diese gewährt der Staat, solange sie Anspruch auf Kindergeld haben. Wurde der Nachwuchs vor dem 01.01.2008 geboren, gibt es pro Kind und Jahr 185 Euro. Für später geborene Kinder erhöht sich der Betrag auf 300 Euro. Diese Summen berücksichtigt ein Zulagenrechner bezüglich der geforderten 4 %: Ein Elternteil muss also weniger Eigenleistung aufbringen als ein kinderloser Anspruchsberechtigter.

Diese Zulage können selbstverständlich nicht beide Elternteile beantragen, er kommt nur der Mutter oder dem Vater zugute. Partner sollten berechnen, bei wem es am meisten Sinn macht. Auch bei einem nicht unmittelbar Zulagenberechtigte kommt dies infrage. Wer über einen zulagenberechtigten Partner verfügt, zählt als mittelbar Anspruchsberechtigter. Das schließt nur die Grundzulage aus, nicht aber die Kinderzulagen. In der Regel empfiehlt sich die Zulage für die Person, die entweder gar nicht oder nur gering verdient. Sie kann sich dank der Riester Zulagen eine eigenständige Altersvorsorge aufbauen. Bei Nicht-Verdienern liegt der Sockelbetrag zudem besonders niedrig: Sie müssen nur 60 Euro im Jahr zahlen, um in den Genuss der vollen Förderung zu kommen.

Der Zulagenantrag: Schnell ausgefüllt

Nach der Einführung der Riester-Rente beklagten sich viele darüber, dass die Antragsstellung für die Zulage schwerfällt und jedes Jahr zu erneuern ist. Der Gesetzgeber hat darauf in zweifacher Weise reagiert: Erstens lässt sich der Antrag mittlerweile unkompliziert ausfüllen. Sparer müssen dafür nur wenige Minuten aufwenden. So geben sie beispielsweise persönliche Daten wie die Steuer- und Sozialversicherungsnummer sowie Adresse und Geburtsdatum an, tragen bei mittelbarer Zulagenberechtigung die Daten des Ehepartners ein und fügen gegebenenfalls ein Extra-Formular für die Kinder hinzu.

Zweitens können sich Sparer seit einigen Jahren für das Dauerzulageverfahren entscheiden. Das bedeutet, dass sie den Antrag nur ein Mal an den jeweiligen Anbieter übermitteln. In der Folge übernimmt er die rechtzeitige Antragsstellung. Um Änderungen, etwa bei der Lohnhöhe, müssen sich Sparer nicht sorgen. Diese fragt die zuständige Behörde stets bei der gesetzlichen Rentenversicherung. Vorsorgende sollten nur aufpassen, dass sie bei Gehaltssteigerungen weiterhin die 4-%-Grenze einhalten.

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