Sinnvoll Spenden

Einige Tipps für sichere und sinnvolle Spenden

Sinnvoll spenden ist für die Deutschen nicht nur zur Weihnachtszeit ein großes Thema. In kaum einem Land zeigt sich die Bevölkerung so großzügig, wenn es um Unterstützung und Hilfe für andere geht. Hilfsorganisationen gibt es inzwischen für die unterschiedlichsten Bereiche. Ob gegen den Hunger in der Welt, für den Regenwald oder zur Rettung misshandelter Tiere, das Spektrum ist so breit, dass jeder gezielt für das Geld geben kann, was ihm am Herzen liegt. Doch impulsives Handeln ist hier eher nicht zu empfehlen.

Einiges sollte beachtet werden, damit die gut gemeinte Gabe wirklich die Bedürftigen oder das förderungswürdige Projekt erreicht.

Richtig spenden

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) ist eine wichtige Adresse für Spender. Auf seiner Homepage findet man die Auflistung der aktuell 230 Hilfsorganisationen, die das DZI-Spendensiegel tragen dürfen. Jedem Zertifikat geht eine umfassende Prüfung der inhaltlichen und finanziellen Aktivitäten voraus. Verbraucher können sich deshalb darauf verlassen, dass die ausgezeichneten Hilfswerke absolut seriös sind. Auch eine Liste der schwarzen Schafe der Branche findet sich auf der Homepage des Instituts. Eine schnelle und verlässliche Vorauswahl ist durch diesen Service garantiert. Ein anderes Erkennungsmerkmal für Seriosität ist die Anerkennung der Gemeinnützigkeit, die vom Finanzamt ausgestellt wird. Nur wer sie vorlegen kann, darf Spendenquittungen ausstellen.

Geldspende oder Sachspende?

Die Hilfsorganisationen bevorzugen durchweg Geldspenden. Sie lassen sich flexibel einsetzen, besonders im internationalen Raum. Viele Hilfsmittel werden heute direkt in der betroffenen Region eingekauft. Der Spender unterstützt mit seiner Gabe also nicht nur sinnvolle Projekte, er hilft auch dabei, die Wirtschaft vor Ort anzukurbeln. Lebensmittel- und Sachspenden sind deshalb nur dann zweckmäßig, wenn gezielt darum gebeten wird. Der einfachste Weg die Spende an den Adressaten zu bringen ist eine Überweisung. Bis zu einer Spendenhöhe von 200 Euro genügt dem Finanzamt der Einzahlungsbeleg oder Kontoauszug. Alles, was darüber liegt, muss mit einer Spendenquittung belegt werden. Bis zu 20 Prozent des Gesamteinkommens dürfen als Sonderausgabe geltend gemacht werden. Sinnvoll spenden wird also vom Staat indirekt unterstützt.

Wie letztlich gespendet wird, ist von den persönlichen Vorlieben des Spenders abhängig. Der eine bevorzugt eine Patenschaft, die auch die Chance zu einem persönlichen Kontakt bietet. Andere unterstützen mit regelmäßigen Spenden Kinderhilfsorganisationen, deren Ziele ihnen am Herzen liegen. Notfallhelfer, die nach Erdbeben und anderen Naturkatastrophen im Einsatz sind, sind ebenfalls auf die Großzügigkeit der Bürger angewiesen und erleben sie immer wieder. In Deutschland gingen 2013 insgesamt 4,7 Milliarden auf Spendenkonten ein. Nichts beweist überzeugender, dass helfen Freude macht.

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