Sparen für Enkel

Wie Großeltern gut für Enkel sparen können

Beim Sparen für Enkel wollen Großeltern vor allem hohe Zinsen erwirtschaften. Außerdem sollte das Sparen für Enkel bequem und sicher sein. Doch alles unter einen Hut zu bekommen, ist nicht so einfach. Je mehr Sicherheit eine Geldanlage bietet, desto niedriger ist auch die Rendite. Umgekehrt gilt: Je höher das Risiko beim Sparen ist, desto besser ist die Aussicht auf hohen Zins.

Fangen Großeltern sehr früh mit dem Sparen für die Enkelkinder an, haben sie allerdings einen Vorteil, den relativ langen Zeitraum. Heute steht der Nachwuchs spät finanziell auf eigenen Beinen. Und das teure Studium, für das viele Großeltern vorsorgen wollen, muss zwischen dem 20. und dem 25. Lebensjahr finanziert werden.

Aktien und Fonds nutzen

Geldanlage

Bei einem Sparhorizont von 20 Jahren bieten die Aktienmärkte gute Chancen für Renditen. Zwar bewegen sich die Kurse auf und ab, auf lange Sicht sind aber Gefahren für Verluste etwas geringer. Wer nicht auf renditestarke Aktien setzen will, weil ihm das zu riskant erscheint, kann auf gute Zinsen durch Fonds setzen. Diese Fonds bündeln Aktien aus bestimmten Regionen oder verschiedenen Unternehmen. Viele Kreditinstitute bieten auch beim Enkel-Sparen Fondssparpläne an. Wichtig ist allerdings, den richtigen Zeitpunkt für den Ausstieg zu finden, damit die Sparphase nicht in einem Börsentief endet. Für den Rest der Laufzeit können Großeltern das Geld dann auf einem Sparbuch oder Tagesgeldkonto parken.

Sparen mit Banksparplänen

Banksparpläne sind auch beim längerfristigen Sparen für Enkel sehr beliebt. Sie sind sicher und einfach und rutschen nie in ein Minus. Es gibt flexible Angebote mit einer so genannten Zinstreppe. Sie beginnen bei einem relativ niedrigen Zins, der aber dann Jahr für Jahr ansteigt. Weil Sparer aus einem Banksparplan meist nach einer Wartezeit von zwei bis drei Jahren aussteigen können, lohnt sich ein solcher Sparplan. Gibt es später ein besseres Angebot, kann das Geld umgeschichtet werden.

Sparpläne mit einem variablen Zins folgen der Entwicklung an den Kapitalmärkten. Steigen dort die Zinsen, wirkt sich das auch positiv auf den Sparplan aus. Auch hier ist ein Ausstieg möglich. Viele Sparpläne locken mit einem Bonus, mancher sogar von bis zu 100 Prozent. Die Wahrheit dahinter ist, dass es den Bonus lediglich auf die Sparleistung des jeweils vergangenen Jahres gibt. Besser ist es also, auf eine gute Grundverzinsung zu achten. Nicht ganz so hohe Renditen bieten derzeit Sparpläne mit einem festen Zins, bei denen auch die Laufzeit festgeschrieben ist. Großeltern, die für ihre Enkel Geld anlegen, gehen bei diesen Sparplänen ein Risiko ein. Denn aus den Sparverträgen können sie nicht einfach aussteigen. Bei einer frühzeitigen Kündigung drohen Verluste.

Versicherung für die Ausbildung

Eine Ausbildungsversicherung ist auf den ersten Blick genau das, was sich Großeltern wünschen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt, etwa zu Beginn einer Ausbildung, werden die Verträge fällig, es fließt Geld. Es wird sogar weiter gespart, wenn die Großeltern als Einzahler vor dem Erlebensfall sterben. Doch die Ausbildungsversicherungen bergen viele Risiken. Es sind Kapitallebensversicherungen. Die Policen sind immer dann teuer, wenn der Kunde älter ist. Ein großer Teil der Sparrate geht in den Todesfallschutz, ein weiterer Teil in die Abschlusskosten. Bezahlt wird damit zum Beispiel die Provision für Vermittler. Nach dem Abzug der Verwaltungskosten wird der Rest angespart. Großeltern sollten sich also genau überlegen, ob sie diese Art der Vorsorge für den Enkel wählen. Infrage kommt das, wenn sie fast sicher gehen, das Ende der Laufzeit nicht mehr zu erleben.

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