Sparen und Anlegen

Geldanlagen optimal gestalten

Beim Sparen und Anlegen von Geldvermögen gilt es, das richtige Maß zwischen Risiko und Rendite zu finden. Die erste Frage sollte dem Zweck dienen, für den Sie Ihr Geld anlegen und sparen möchten. Es ist ein großer Unterschied, ob Sie das Kapital erst in dreißig Jahren zur Aufbesserung Ihrer Rente benötigen oder in drei Jahren ein neues Auto kaufen möchten.

Altersvorsorge in drei Schichten

Geldanlage

Die Rente ist sicher. Nur ihre Höhe leider nicht. Wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, muss zwangsläufig das Niveau der gesetzlichen Rente sinken. Diese Versorgung der ersten Schicht muss durch die zweite Schicht, die staatlich geförderte private Altersvorsorge, aufgebessert werden. Für Arbeitnehmer bietet sich hier neben der Betriebsrente besonders eine Riester-Versicherung an. Vorteile der Riester-Rente sind nicht nur die direkten Zulagen, sondern auch die steuerliche Förderung. Das Finanzamt prüft im Rahmen der Steuererklärung, welche Möglichkeit günstiger ist, und berechnet automatisch die bessere Variante.

Die dritte Schicht umfasst alles, was Sie ohne staatliche Vergünstigung selbst für Ihr Einkommen im Alter tun. Empfehlenswert ist, in den Beitrag zu einer Rentenversicherung zu investieren. Sie ist das einzige Produkt, das das biometrische Risiko der Langlebigkeit absichert, also garantiert bis an ihr Lebensende zahlt. Rendite-Überlegungen, die über einen Zeitraum mehrerer Jahrzehnte ohnehin spekulativ sein müssen, sind dagegen zweitrangig.

Mischung und Streuung mindert das Risiko

Eine hohe Rendite ist immer auch mit Risiko verbunden. Für sichere Anlagen gibt es keine guten Zinsen. Setzen Sie beim Sparen und Anlegen nicht alles auf eine Karte. Mischung zwischen verschiedenen Anlageformen und eine Streuung auf mehrere Länder, Branchen und Laufzeiten verringert das Risiko eines Kapitalverlusts und verschafft Ihnen größere Flexibilität, wenn Sie das Geld brauchen.

Für Bankguthaben gilt in Europa eine recht umfassende Einlagensicherung mindestens bis 100.000 EUR. Dafür sind aber auch die Zinssätze sehr gering. Bessere Renditen erzielen Sie auf lange Sicht mit Aktien. Einzelaktien sind nur für vermögende Anleger interessant, denn sie sind starken Kursschwankungen unterworfen und bergen das Risiko eines Totalverlusts. Aktienfonds kosten zwar Gebühren, sind aber für Privatleute besser geeignet, weil sie viele verschiedene Werte beinhalten. Eine beliebte Faustregel für den Aktienanteil beim Sparen und Anlegen von Geld ist 100 minus Lebensalter. Ein Dreißigjähriger kann also 70 % seines Vermögens in Aktien anlegen, denn Kursschwankungen werden sich voraussichtlich im Laufe der Jahre ausgleichen. Je älter der Sparer wird, desto mehr Geld sollte er in festverzinsliche Werte transferieren. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Kurse ausgerechnet dann niedrig sind, wenn er das Geld benötigt. Und in so einer Marktphase verkauft man Aktien nicht ohne Not.

Die Investition in Gold und geschlossene Fonds wie Windkraft-Anlagen, Waldfonds oder Schiffe will gut überlegt sein. Sie eignen sich nur als kleine Beimischung, denn sie sind wenig flexibel und die Wertentwicklungen kaum vorhersehbar.

Mehr zum Thema