Spendenkonto

Spendenkonto eröffnen: Vorteile und Tipps

Viele Vereine und Hilfsorganisationen führen nicht nur ein Hauptkonto, sondern zudem ein Spendenkonto. In vielen Fällen zahlen sich zusätzliche Konten für Geldspenden aus, aber nicht immer empfiehlt sich der Aufwand. Im ersten Schritt sollten Verantwortliche deshalb die Vor- und Nachteile abwägen. Haben sie sich grundsätzlich für ein weiteres Konto entschieden, sollten sie ein kostenloses oder kostengünstiges Angebot wählen.

Wann lohnt sich ein extra Spendenkonto?

Richtig spenden

Einige Vereine sammeln nur allgemein für ihre Arbeit Offline- und Onlinespenden, die Anzahl der Spenden hält sich bei ihnen in einem überschaubaren Rahmen. Unter diesen Bedingungen können sie ihr Hauptkonto als Spendenkonto angeben. Dann verzeichnen sie den gesamten Zahlungsverkehr auf einem Girokonto, das vereinfacht die Arbeit. Sie brauchen nur von einem Konto Kontoauszüge durchsehen und abheften, das Hin- und Herbuchen zwischen verschiedenen Konten ersparen sie sich.

In anderen Fällen sprechen dagegen mehrere Vorteile für ein zusätzliches Konto. Das trifft zum Beispiel dann zu, wenn eine Hilfsorganisation für eine bestimmte Aktion Geld sammelt. Vielleicht will eine Umweltorganisation ein Biotop errichten und ruft speziell dafür zum Spenden auf. Oder ein Verein möchte Schulen in Afrika bauen und wirbt genau für diesen Zweck um Spenden. Hier zeigen sich jeweils die Vorzüge eines extra Spendenkontos. Erstens lassen sich die Gelder dadurch vom sonstigen Guthaben des Vereins trennen. Das Vermögen auf dem Spendenkonto dient allein dem angegebenen Zweck, das dafür benötigte Geld können sie von diesem Konto abbuchen. Das erleichtert die Verwaltung und verhindert finanziellen Wirrwarr. Zweitens fällt das Einwerben von Spenden leichter. Viele Geldgeber wollen ausschließlich für einen bestimmten Zweck spenden. Sie wollen nicht, dass die Empfänger das Geld für etwas anderes ausgeben. Mit einem Aktionskonto machen Organisationen deutlich, dass sich Spender darauf verlassen können.

Möglichst gebührenfreies Konto eröffnen

Wenn Vereine ein Spendenkonto eröffnen wollen, sollten sie sich über die Konditionen informieren. Grundsätzlich können sie bei mehreren Banken ein Konto führen, bei einigen Instituten kostet das aber Grundgebühren und teilweise Extragebühren für jede Buchung. Diese Kosten schmälern das Spendenaufkommen unnötig. Vereine sollten lieber Banken bevorzugen, die gebührenfreie Konten anbieten. Dazu zählen viele Sparkassen und Volks- sowie Raiffeisenbanken. Bei Vereinen verzichten diese Institute auf Gebühren, sie betrachten das als Teil ihres gesellschaftlichen Engagements. Meist müssen die Institutionen nur mit Unterlagen belegen, dass es sich bei ihnen um eingetragene Vereine handelt. Manche Banken fordern darüber hinaus die anerkannte Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt.

Wie die Regelungen genau aussehen, sollten Verantwortliche bei den Banken vor Ort erfragen. Dort sollten sie sich auch erkundigen, ob ein Verein mehrere kostenlose Konten führen kann. Alternativ können sie bei bundesweit agierenden Direktbanken anfragen. In dieser Kategorie bieten aber nur wenige Institute Vereins- und Spendenkonten an, entsprechende Informationen finden sich auf den jeweiligen Homepages.

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