Träger der Rentenversicherung

Ansprechpartner für Rentenfragen

Träger der Rentenversicherung sind in Deutschland 16 verschiedene Institutionen, wenn man sich auf die gesetzliche Rente nach dem Sozialgesetzbuch beschränkt. Hinzu kommen viele berufsständische Vereinigungen, Pensionsfonds und andere Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge und natürlich die privaten Versicherungen als Vertragspartner für zusätzlich abgeschlossene Rentenversicherungen.

Alle Träger unter dem Dach der Deutschen Rentenversicherung

Rentenversicherung

Für die gesetzliche Rentenversicherung sind die Träger seit Oktober 2005 unter dem Dach der Deutschen Rentenversicherung vereint. Formal gibt es noch die beiden Träger der Rentenversicherung auf Bundesebene, die Deutsche Rentenversicherung Bund und die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft - Bahn - See sowie 14 regionale Träger, deren Tätigkeitsgebiete nicht mit den Bundesländern identisch sind. Alle 16 sind eigene öffentlich-rechtliche Körperschaften, sie sind aber unter dem gemeinsamen Auftritt Deutsche Rentenversicherung auch im Internet erreichbar.

Früher gab es eine Trennung der Rentenversicherungsträger nach Angestellten und Arbeitern. Wer vor 2005 erstmals rentenversicherungspflichtig gearbeitet hat und bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, kurz BfA, versichert war, wendet sich in Rentenfragen jetzt an die Deutsche Rentenversicherung Bund. Die Bundesknappschaft war für Versicherte im Bergbau tätig. Hat ein Versicherter mindestens einen Beitrag an die Bundesknappschaft, die Bahnversicherungsanstalt oder die Seekasse gezahlt, ist heute die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft - Bahn - See zuständig. Ab 2005 neu Versicherte haben eine schriftliche Information erhalten, an welchen Träger der Rentenversicherung sie ihre Beiträge zahlen. Ein Blick auf das Logo im Briefkopf reicht, um die Zuständigkeit zu klären.

Gesetzliche Rente durch die zweite und dritte Schicht ergänzen

Der Gesetzgeber hat die Altersvorsorge in drei Schichten gegliedert. Für Arbeitnehmer ist die gesetzliche Rentenversicherung die erste Schicht. Nicht versicherungspflichtige Selbstständige ersetzen sie durch die in vielen Aspekten gleichgestellte private Rürup-Rente. Dass die Leistungen aus der gesetzlichen Absicherung nicht reichen werden, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu erhalten, beweist jeder Renten-Check, den man im Internet schnell selbst durchführen kann. Auch die regelmäßige Information des Rentenversicherers offenbart die Versorgungslücke, also den Unterschiedsbetrag zwischen dem letzten Einkommen und der Altersrente.

Mit Produkten der sogenannten zweiten Schicht möchte der Staat deshalb die Bildung von privatem Vermögen zur Altersvorsorge fördern. So hat beispielsweise jeder Arbeitnehmer das Recht, Gehaltsbestandteile in eine betriebliche Altersversorgung umzuwandeln. Der Vorteil ist, dass die Beiträge aus unversteuertem Einkommen entnommen werden, also weder steuer- noch sozialversicherungspflichtig sind. Netto ist die Belastung also gar nicht so hoch. Allerdings muss nach dem Prinzip der nachgelagerten Besteuerung die spätere Leistung versteuert werden. Eine weitere wichtige Vorsorge der zweiten Schicht ist die Riester-Rente. Voraussetzungen für die volle Riester-Zulage oder eine Steuerersparnis sind der Abschluss eines geförderten Vertrags und die Einzahlung von mindestens 4 % des rentenversicherungspflichtigen Einkommens, höchstens 2.100 EUR.

Wer noch mehr Geld sparen möchte, tut das in Produkten der dritten Schicht. Sie werden nicht besonders gefördert, sind dafür aber auch in der Verwendung der Leistungen nicht eingeschränkt. Ob Sie in eine Kapital- oder Rentenversicherung einzahlen oder Geld in Aktienfonds investieren, ist in der dritten Schicht Ihre persönliche Entscheidung.

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